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Lippenpflege bei Öko-Test: Setzen 6! Diese Marken fallen komplett durch

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Von: Tobias Becker

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Um sich vor Sonnenbrand zu schützen, benutzen viele Menschen auch spezielle Lippenpflegestifte. Diese hat Öko-Test nun untersucht – mit einem schockierenden Ergebnis.

Wenn die Haut rot ist und sich abschält, dann steckt meist ein Sonnenbrand dahinter. Das kann schmerzhaft sein, ist besonders ärgerlich, aber auch häufig - und zwar unabhängig der Jahreszeit. Im Winter knallt die Sonne beim Skifahren auf das Gesicht, im Sommer beim Baden und dazwischen meist unerwartet stark an Tagen, die man völlig unterschätzt. Wie sehr Sonnenbrand einem Menschen schadet, verdeutlicht eine Aussage im Magazin Spektrum. Dort heißt es: „Auch wer nur jedes zweite Jahr einen Sonnenbrand bekommt, verdreifacht sein Hautkrebsrisiko.“

Theoretisch reichen schon die UV-Strahlen auf der Haut, Sonnenbrand verschlimmert die Situation jedoch. Aber es gibt auch Mittel und Wege, um dem Sonnenbrand und den Folgen entgegenzuwirken. Neben Sonnencreme wird vor allem die Mundpartie durch Lippenpflegestifte mit Sonnenschutz vor zu starker Einwirkung geschützt. Solche Lippenpflegestifte hat Öko-Test nun unter die Lupe genommen. Passend zum vielleicht anstehenden Ski-Urlaub hat HEIDELBERG24* auch diese Untersuchung zusammengefasst sowie andere Testberichte*.

Lippenpflegestifte im Test: So lief der Test ab

21 Lippenpflege-Produkte mit UV-Schutz, die LSF zwischen 10 und 50+ wurden von Öko-Test untersucht. Seitens des Magazins heißt es: „Die Liste der Inhaltsstoffe haben wir auf Problemstoffe wie bedenkliche UV-Filter, umstrittene PEG/PEG-Derivate und Plastikverbindungen gecheckt.“ Damit nicht genug: Es ging beispielsweise auch um allergieauslösende Duftstoffe und den Stoff Titandioxid.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Der Inhalt war nicht das einzige, was Öko-Test sich genauer angeschaut hat. Auch die Deklaration auf den Produkten und der Verpackung können, wir bei einem Toastbrot-Test* gezeigt wurde, Fehler beinhalten. So kann der Inhalt falsch ausgeschrieben sein oder auch die Übersetzung unverständlich sein.

Lippenpflegestifte im Test: Die Sache mit dem Titandioxid

Es hagelt immer mehr Kritik an Titandioxid. Der Stoff wurde zuletzt von der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit überprüft. Dabei ging es um eine Einstufung als „nicht sicher“, da Titandioxid möglicherweise das Erbgut beschädigen kann. Über Lebensmittel kann der Zusatzstoff E171 in den Darm gelangen. Bei kosmetischen Sprays geht es auch darum, in welcher Größe die Partikel vorhanden sind - und eingeatmet werden. So dürfen diese nicht kleiner als 100 Nanometer sein.

Dennoch ist bislang nicht geklärt, inwiefern die Studien zu E171, also des Lebensmittelzusatzes, auf die kosmetischen Titandioxid übertragen lassen. Heißt: Sind die Auswirkungen dieser kosmetischen Titandioxide bei den Menschen in Baden-Württemberg* genauso extrem? Öko-Test hat im Ergebnis darauf geachtet, dass ein mögliches Verschlucken gefährlich sein kann.

Lippenpflegestifte im Test: Ein Höhepunkt der Chemie gegen die UV-Strahlung

Übrigens: Obwohl Titandioxid in aller Munde ist, gibt es auch andere Gefahren in Lippenpflegestiften mit UV-Schutz. So sind chemische UV-Filter bedenklich, da sie in tiefere Hautschichten vordringen und UV-Strahlen dort in Wärme umwandeln, wobei Teile des Filters in die Blutbahn geraten.

Die Liste der von Öko-Test bemängelten Stoffe ist lange. Titandioxid und chemische UV-Filter, wie Homosalat, Ethylhexylmethoxycinnamat, Benzophenon-3 und Octocrylen. Dazu kommen halogenorganische Verbindungen, die Allergien auslösen können, Paraffine, die zum Teil noch mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sind... Die Labore hatten alle Hände voll zu tun. Aber genug des Fachjargons und der Chemie-Sprache, die bei Kosmetikprodukten oft ihren Höhepunkt erreicht. Wie fällt das Ergebnis von Öko-Test aus?

Lippenpflegestifte im Test: So fällt das Ergebnis von Öko-Test aus!

Von den 21 getesteten Lippenpflegestiften mit UV-Schutz sind gleich neun Produkte mit mangelhaft oder ungenügend durchgefallen. Öko-Test deutlich: „Damit raten wir vom Kauf dieser Produkte ab.“ Der Grund sind Problemstoffe und bedenkliche UV-Filter. Ein hartes Urteil und durchaus ein Verbraucher-Schock! Immerhin wurden auch vier Produkte im Test mit Bestnote bewertet und können so unbedenklich genutzt werden. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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