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Produkt-Rückruf: Warnung vor diesen -China-Masken – Tragen könnte die Gesundheit gefährden

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Von: Daniel Hagen

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Mund-Nasen-Masken sind aktuell ein Bestandteil unseres Lebens. Doch bietet nur ein guter Mundschutz ausreichend Schutz. Nun gibt es eine Warnung vor Masken der Bezeichnung KN95.

Durch das Coronavirus* ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ein Bestandteil unseres Alltags geworden. Auch wenn die Masken nicht vor dem Virus selbst schützen, stoppen sie zumindest die Verbreitung durch eine Tröpfcheninfektion. Dabei hilft auch so mancher selbst gemachter Mundschutz aus Stoff – auch, wenn diese dann nicht als Medizin-Produkt gelten. Anders sieht es bei Schutzmasken aus, die auch im Krankenhaus eingesetzt werden. Diese müssen Mindestanforderungen erfüllen, um den Schutz zu gewährleisten. Dabei wird in drei Schutzklassen-Bezeichnungen unterschieden: FFP2, KN95 und N95. Weil eine dieser Maskenarten zu wenig Schutz bietet, ist nun ein Produkt-Rückruf* mitsamt einer Warnung ausgesprochen worden. Darüber berichtet HEIDELBERG24.de*

Produkt-Warnung: Diese Masken werden zurückgerufen

Das Portal Produktwarnung.eu hat eine Warnung für Masken der Schutzklassen-Bezeichnung KN95 ausgesprochen. Diese haben teilweise eine „miserable Filterleistung“, wodurch eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen durch die Maske gelangen und das Infektionsrisiko erhöhen kann. KN95 Schutzmasken stammen aus China und werden dort eher in der Industrie genutzt. Daher brauchen sie eine Sonderzulassung oder einen Schnelltest einer zugelassenen Prüfstelle in Deutschland, um als Medizin-Produkt zugelassen zu werden.

Von der Warnung sind gleich mehrere Masken der Schutzklasse KN95 betroffen. Betroffen sind die Marken SUNLU, purvigor, Welooo sowie unbekannte Hersteller. Bei gerade einmal zwei von fünf Warnungen sind Barcode und Chargennummer bekannt.

Produkt-Warnung: So erkennt man einen guten Mundschutz

Alle fünf Maskenarten der Klasse KN95 werden als „Gesundheitsrisiko“ eingestuft. Der Mundschutz von Welooo hat zudem keine gültige CE-Kennzeichnung. Außerdem haben sie alle eine unzureichende Partikel- /Filterretention. Eine Maske erreicht sogar nur einen Messwert von 31,5 Prozent. Somit entsprechen die Produkte nicht der europäischen Norm EN 149 und müssen vorm Markt genommen werden. Bei der Marke Welooo wird sogar eine „Zerstörung des Produkts“ angestrebt. Auch die Drogerie-Kette Müller muss Anfang des Monats einen Mundschutz zurückrufen*. Dieser enthält ein gefährliches Gift.

Das Portal Produktwarnung.eu gibt neben dem Rückruf der Masken auch noch einen Tipp heraus, um nicht auf solche billigen Produkte hereinzufallen. So dürfen KN95 Masken aus China und N95 Masken aus den USA nur mit einer Genehmigung der Marktüberwachungsbehörden verkauft oder abgegeben werden, die beim Verkauf beigefügt oder zumindest vorgelegt werden muss. Ist das nicht der Fall, sollte man die Finger davon lassen. Das gilt auch, wenn ein Mundschutz keinen Aufdruck hat. Hier ein Beispiel für eine „sauber“ beschriftete KN95 Maske.

Seit Juni 2020 müssen Masken der Schutzklasse KN95 zudem als „CPA“ oder „PandemieAtemschutzmaske“ identifizierbar sein. Bereits vor sieben Monaten hat die EU eine Lieferung von 10 Millionen Masken aus China gestoppt. Der Grund dafür war die schlechte Qualität. (dh) *HEIDELBERG24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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