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Masken-Tipp: Super einfach – Mit diesem Trick wird der Mundschutz sicherer

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Eine OP-Maske muss gut anliegen, damit sie effektiv vor Corona schützt. Mit einem einfachen Trick kann jeder die Wirksamkeit des Mundschutzes erhöhen:

Immer wieder weisen Experten darauf hin, dass Masken nicht richtig aufgesetzt werden. Der Mundschutz würde nicht dicht genug am Gesicht anliegen und so könnte zu viel Luft entweichen. Das wäre sowohl bei FFP2-, als auch bei OP-Masken möglich. Falsch aufgesetzt würden sie einen geringen Schutz vor dem Coronavirus bieten. Doch mit einem super einfachen Lifehack kann der Schutz einer OP-Maske fast verdoppelt werden. Wie das geht, verrät HEIDELBERG24*-

MaskeEinweg-, OP-Maske
SchutzDritten und ein geringer Schutz für den Träger
KennzeichnungCE-Kennzeichen

Masken-Lifehack: So wird ein Mundschutz richtig angezogen

Bei der Verwendung einer Maske sollten mehrere Dinge beachtet werden, unter anderem das richtige Aufziehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medikamente (BfArM) gibt dafür mehrere Regeln vor. Diese Schritte sollte jeder beachten:

  1. Vor und nach dem Aufsetzen die Hände für mindestens 20 Sekunden waschen.
  2. Über Mund, Nase und Wangen platzieren und möglichst dicht ans Gesicht drücken. Die Ränder der Maske sollten eng anliegen, damit möglichst wenig Luft an der Maske vorbei eingeatmet wird.
  3. Durch eine Anpassung der Länge der Ohrschlaufen (zum Beispiel Knoten) kann der Dichtsitz verbessert werden.
  4. Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  5. Eine durchfeuchtete Maske sollte abgenommen und gewechselt werden.
  6. Beim Abnehmen der Maske sollte diese möglichst nur an den Bändern der Maske angefasst werden.
  7. Die Masken sind vom Hersteller als Einwegprodukte vorgesehen. Sie sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden.

Masken-Lifehack: In 10 Sekunden – Mit diesem Trick schützt der Mundschutz besser

Das BfArM verrät den Masken-Lifehack, den aber viele nicht anwenden, auf ihrer Homepage: Das Verknoten des Mundschutzes. Die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention, kurz CDC, haben in einer Versuchsreihe die Knoten an den Ohrschlaufen von OP-Masken auf ihre Wirksamkeit untersucht und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Das „Verknoten der Ohrschlaufen einer medizinischen Behandlungsmaske, bei der sie an den Maskenrändern befestigt werden und dann das zusätzliche Material in der Nähe des Gesichts einstecken und abflachen (geknotete und verstaute Masken), könnte die Passform dieser Masken verbessern“, sowie den Schutz vor einer Corona-Infektion verringern, heißt es im Versuchsaufbau von CDC.

OP-Maske an den Ohrschlaufen verknotet und an den Seiten eingeschlagen
Masken-Lifehack: Die OP-Maske an den Ohrschlaufen verknoten und an den Seiten einschlagen. © HEIDELBERG24/Josefine Lenz

Für die Studie sind Aerosole, über die auch das Coronavirus übertragen werden, durch sogenannte Elastomer-Kopfformen transportiert worden. Die Menge entspricht dabei dem Husten des Menschen. Wie die Forscher feststellen, kann eine OP-Maske ohne Verknotung nur 56,1 Prozent der Partikel blockieren. Verknotetet man jedoch die Maske, indem die Ecken und Ohrschlaufen auf jeder Seite zusammengeführt werden, kann ein Schutz bis zu 77 Prozent erreicht werden.

In einem zweiten Experiment haben die Forscher einen Corona-Infizierten und einen Gesunden simuliert. Dabei stellen sie ebenfalls fest, dass der Knoten-Trick die Wirksamkeit einer Maske deutlich erhöht. Trägt nur der Erkrankte eine verknotete OP-Maske, wird die Partikelanzahl um 62,9 Prozent blockiert, trägt der Gesunde eine verknotete Maske, liegt der Wert bei 64,5 Prozent. Tragen beide eine verknotete OP-Maske liegt der Schutz bei fast 96 Prozent.

Masken-Trick: Verknoten schützt besser vor Corona – aber ein Problem besteht

Wichtig dabei: Die Maske wird doppelt verknoten und gleichzeitig eingeschlagen, sodass sie am Ohr- und Wangenbereich eng anliegt. „Diese laborbasierten Experimente unterstreichen die Bedeutung einer guten Anpassung zur Optimierung der Maskenleistung“, heißt es in dem Bericht von CDC.

Die Wissenschaftler weisen jedoch auf ein Problem hin: Das „Verknoten und Verstauen kann die Form der Maske so verändern, dass sie sowohl die Nase als auch den Mund von Personen mit größeren Gesichtern nicht mehr vollständig bedeckt.“ Hier müsste also dringend darauf geachtet werden, dass das Verknoten nicht für jeden in Frage kommt.

Eine weitere Möglichkeit sei das Tragen von zwei Masken übereinander. Auch hier kommen die Forscher aus den USA zu ähnlichen, teilweise sogar besseren Ergebnissen. Allerdings gibt es einige Kritikpunkte, warum die Masken-Kombination nicht immer eine gute Wahl ist. So kann sie beispielsweise die Atmung erschweren. Diese Problematik besteht auch bei FFP2-Masken. (jol) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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