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2G und FFP2-Maskenpflicht: Ein Bundesland will beinahe Lockdown für Ungeimpfte

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Von: Katja Becher

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Ein Bundesland will in nahezu allen öffentlichen Bereichen die 2G-Regel einführen. Auch über eine FFP2-Maskenpflicht wird diskutiert. Wie der Lockdown für Ungeimpfte aussehen könnte:

Update vom 4. November: Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Bevölkerung nun auf neue Einschränkungen eingestimmt. In dem Bundesland wird darüber diskutiert, die 2G-Regel in nahezu alle öffentliche Bereiche auszuweiten. Für Ungeimpfte würde das einem Quasi-Lockdown gleichkommen, bei dem sie nur noch zum Friseur oder zum Einkaufen gehen könnten.

Laut Medienberichten forderte nun auch Prof. Michael Albrecht, medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums die Anwendung der 2G-Regel. Außerdem sei bei einer Konferenz mit Vertretern aus Gesundheitswesen, Wissenschaft und Gastronomie auch die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln diskutiert worden.

2G-Lockdown und FFP2-Maskenpflicht: Erstes Bundesland macht Ernst – was Ungeimpften droht

Erstmeldung vom 29. Oktober: In Bundesländern wie zum Beispiel Baden-Württemberg* wurde in den vergangenen Tagen bereits das sogenannte 2G-Optionsmodell eingeführt. Damit haben beispielsweise Restaurant-Betreiber oder Veranstalter die Möglichkeit, sich für die 2G-Regel zu entscheiden und können dafür auf Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Abstandsregeln für Gäste und Belegschaft verzichten. In Hessen wurde dieses 2G-Modell sogar bereits auf den Einzelhandel ausgeweitet. Theoretisch könnten Supermärkte wie Aldi oder Kaufland also ihren Kunden ebenfalls den Einkauf ohne Maske ermöglichen.*

Dieses 2G-Optionsmodell bringt neue Freiheiten für Geimpfte und Genesene – und weitere Einschränkungen für Ungeimpfte. Denn sobald sich Supermärkte, Gastronomen oder Veranstalter für die 2G-Regel entscheiden, hilft für nicht-geimpfte Personen auch kein negativer Corona-Test mehr. Als erstes Bundesland diskutiert nun die Regierung von Sachsen darüber, das 2G-Modell noch einmal massiv auszuweiten. HEIDELBERG24* berichtet, warum das einem Teil-Lockdown für Ungeimpfte gleichkommen würde:

2G-Lockdown für Ungeimpfte: Sachsen will Regel massiv ausweiten

Wie focus.de am Freitag (29. Oktober) berichtet, denke die Landesregierung von Sachsen aktuell darüber nach, das 2G-Modell aufgrund steigender Corona-Zahlen im Bundesland auszuweiten. Das Sozialministerium hatte am Mittag mitgeteilt, dass das Kabinett in der kommenden Woche über eine neue Corona-Verordnung beraten werde. „Dazu wird auch das Thema 2G gehören“, zitiert focus.de eine Sprecherin. Laut Berichten der Leipziger Volkszeitung könnte das 2G-Modell in Sachsen, sollte sich die Landesregierung dafür entscheiden, dann für einen Großteil des öffentlichen Lebens zur Pflicht – und nicht mehr zur reinen Option – werden.

2G-Lockdown für Ungeimpfte: Endet jetzt die Maskenpflicht für Geimpfte und Genesene?

Die Ausweitung der 2G-Regel auf nahezu alle öffentlichen Bereiche würde die Freiheit von Ungeimpften weiter einschränken. Nicht-geimpfte Personen wären dann quasi im Lockdown. Nur noch der Einkauf, der Friseur-Termin oder andere körpernahe Dienstleistungen seien dann noch möglich, heißt es in den Medienberichten. Auch für den Arzt-Termin darf die 2G-Regel nicht gelten,* wie das Bundesgesundheitsministerium erst kürzlich erklärte.

Demnach werde in der Regierung von Sachsen auch diskutiert, ob auch der Einzelhandel die 2G-Regel umsetzen müsse. Dann könnten Ungeimpfte nur noch Waren des täglichen Bedarfs einkaufen. Ob an den Stellen, auf die die 2G-Regel in Sachsen ausgeweitet werden könnte, dann auch die Maskenpflicht fallen soll, ist noch unklar. Laut Medienberichten wird in dem Bundesland eher in eine ganz andere Richtung diskutiert: Nämlich über eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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