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Baden-Württemberg: Aufhebung der Maskenpflicht beim Einkaufen? Das sagt die Landesregierung

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Von: Katja Becher

Baden-Württemberg: In der Debatte um eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel hat sich die Landesregierung im Südwesten mit einer klaren Ansage geäußert:

Aktuell wird in Niedersachen über eine Aufhebung der Maskenpflicht beim Einkauf in Gebieten mit niedriger Inzidenz diskutiert. Aus einem Entwurf für eine kurzfristige Lockerung der Corona-Regeln geht hervor, dass die dortige Landesregierung die Maskenpflicht im Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 35 aufheben will. Jetzt hat sich auch die Landesregierung von Baden-Württemberg* zu diesem Thema geäußert – und eine klare Position eingenommen:

Baden-Württemberg: Aufhebung der Maskenpflicht beim Einkaufen? So steht das Land dazu

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hält die baden-württembergische Regierung zum aktuellen Zeitpunkt nichts von einer Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen. „Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in anderen kontaktreichen Kontexten ist und bleibt ein einfaches, aber sehr effektives Mittel, um Öffnungsschritte abzusichern“, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Es gebe Grund zur Zuversicht, „aber noch aber noch sind die Impfquoten zu gering und die Infektionszahlen zu hoch.“

Schrittweise, umsichtige Lockerungen seien richtig, so die Regierungssprecherin, aber die grundlegenden Schutzmaßnahmen blieben vorerst ein zentraler Bestandteil. Zuletzt hatte Baden-Württemberg mit einer neuen Corona-Verordnung* massive Lockerungen und Öffnungen im Bundesland möglich gemacht. Bei entsprechend niedrigen Inzidenzen dürfen in den Landkreisen und Städten im Südwesten zum Beispiel Restaurants und Hotels wieder für Gäste öffnen.* Auch die Maskenpflicht für Kinder wurde erst kürzlich gelockert: Ab sofort müssen 6- bis 16-Jährige keine FFP2-Maske mehr tragen* – es reichen auch OP-Masken.

Maskenpflicht in Baden-Württemberg: Wann kann sie abgeschafft werden?

Immer wieder wird in Deutschland darüber diskutiert, wie lange man die Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus* noch aufrecht erhalten muss. Während Länder wie Israel oder die USA teilweise bereits die Maskenpflicht für Geimpfte augehoben haben, gehen Experten in Deutschland davon aus, dass die Pflicht zum Tragen vom Corona-Mundschutz uns noch bis mindestens Ende 2021 – wenn nicht darüber hinaus – erhalten bleiben wird.

Internist und Impfarzt Dr. Thomas Aßmann erklärte Anfang Mai gegenüber der BILD: „Wir brauchen noch so lange Masken, bis wir in etwa 55 Prozent der kompletten Impfungen durchgeführt haben. Dann werden wir das draußen lockern können.“ In Innenräumen bräuchte es laut dem Experten sogar eine Herdenimmunität von 70 Prozent. Laut Einschätzung des Arztes brauche man dementsprechend sogar noch über weite Strecken des Jahres 2022 eine Maskenpflicht.* Auch der Vorstoß in Niedersachen zur Aufhebung der Maskenpflicht bei niedrigen Inzidenzen wurde sehr kritisch aufgefasst, weswegen die Landesregierung möglicherweise von der geplanten kurzfristigen Aufhebung wieder abrücken könnte. (kab/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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