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Corona-Umfrage: Trotz Lockerungen – so viele Menschen in Deutschland tragen weiter Maske

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Von: Marten Kopf

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Ab dem 4. April könnte sich Einkaufen anders anfühlen: Die Maskenpflicht fällt. Trotzdem will ein Großteil der Deutschen laut einer Umfrage nicht auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten.

Der 3. April 2022 wird wohl als eine Art „Freedom-Day“ in die deutschen Geschichtsbücher eingehen: Auf Beschluss der Bundesregierung werden die meisten Regeln zur Eindämmung des Coronavirus* aufgehoben, darunter die Maskenpflicht etwa in Einzelhandel und Gastronomie*. Trotzdem will ein Großteil der Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge, Lockerungen hin oder her, auch weiterhin in Innenräumen Maske tragen.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen)

Ende der Maskenpflicht: 41 Prozent wollen weiterhin Maske tragen

Zwei von fünf Deutschen (nämlich 41 Prozent) planen, immer eine Maske etwa in Geschäften oder im Bahnverkehr tragen zu wollen, auch wenn es im Zuge der Aufhebung der Corona-Maßnahmen keine Maskenpflicht mehr geben wird, wie eine am Montag (28. März) veröffentlichte YouGov-Umfrage ergibt. Demnach sagten 27 Prozent, sie würden hin und wieder eine Maske tragen, 9 Prozent selten.

Nur 17 Prozent geben in der vom 25. bis 27. März durchgeführten Befragung an, nie eine Maske in Innenräumen aufsetzen zu wollen, wenn es keine Maskenpflicht mehr geben wird. 7 Prozent machen keinerlei Angabe. Frauen sagen laut YouGov etwas häufiger als Männer, auch ohne Maskenpflicht immer eine Maske in Innenräumen zu tragen (43 Prozent versus 39 Prozent bei den Männern).

Maske beim Einkauf: Umfrage unter HEIDELBERG24-Lesern

YouGov zufolge wurden 14.714 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die gestellte Frage lautete: „Werden Sie in Innenräumen weiterhin eine Maske tragen (z. B. in Geschäften oder in der Bahn), auch wenn es im Zuge der Aufhebung der Corona-Maßnahmen keine Maskenpflicht mehr geben wird?“.

Die Ergebnis deckt sich mit dem einer Umfrage unter HEIDELBERG24*-Lesern. Nachdem diverse Einzelhandelsketten angekündigt hatten, nach Wegfall der Maskenpflicht eine solche auch nicht per Hausrecht durchsetzen zu wollen*, stellte auch HEIDELBERG24* die Frage, ob Leser trotzdem am Maskentragen festhalten werden. Stand 1. April bejahten das 42 Prozent. Das Ergebnis ist allerdings nicht repräsentativ.

Corona-Lockerungen: Vorerst keine Hotspot-Regelung geplant

Mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz sind den Ländern ab Sonntag dann nur noch wenige Alltagsvorgaben zu Masken (etwa in Kliniken und Pflegeheimen) möglich. Auch in Arztpraxen und Apotheken soll weiter eine Maskenpflicht gelten. Weitergehende Auflagen zu Masken im Handel können sie in regionalen Hotspots verhängen, wenn das Landesparlament eine drohende kritische Corona-Lage feststellt.

Theoretisch zumindest. In der Praxis sind solche Regelungen aktuell aber nur in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geplant. Andere Bundesländer, darunter Baden-Württemberg*, kündigten schon an, die Hotspot-Regelung wegen rechtlicher Bedenken vorerst nicht anwenden zu wollen. Zahlreiche Einzelhändler wollen das Tragen von Masken sowohl Kunden wie Mitarbeitern aber zumindest empfehlen. (mko/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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