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Ende der Maskenpflicht: Weltärztebund-Chef mit Schock-Prognose – „Wir werden…“

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Wann endet die Maskenpflicht in Deutschland? Wenn es nach einigen Bürgern geht, am besten sofort. Anders sehen das jedoch Experten:

Zwar hat man sich mittlerweile an Masken gewöhnt, trotzdem sind viele Menschen froh, wenn sie den Mundschutz endlich zu Hause lassen dürfen. Allerdings ist bislang unklar, wann die Maskenpflicht in Deutschland endet. Wie HEIDELBERG24* berichtet, gibt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, außerdem eine Prognose ab, die nicht jeden begeistern wird. In einem Gespräch im ARD-„Europamagazin“ geht er nämlich davon aus, dass wir die Masken auch in Zukunft benötigen.

Maskenpflicht nach Corona-Pandemie: Bürger wollen trotzdem Mundschutz tragen

Städte und Landkreise mit einer niedrigen Inzidenz profitieren unter anderem in Baden-Württemberg* seit einigen Tagen von zahlreichen Lockerungen. So gilt beispielsweise in einigen Bereichen, wie an Haltestellen keine Maskenpflicht mehr. Vor Ort bietet sich dann ein Bild, das vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewohnt erscheint, aber irgendwann auch wieder Alltag sein sollte – zumindest wünscht sich das etwa die Hälfte der Bevölkerung.

Laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen wollen rund 41,9 Prozent der Befragten die Maske nach der Coronavirus*-Pandemie zu Hause lassen. Etwas mehr – also 44,7 Prozent – wollen den Mundschutz auch nach der Krise tragen.

Maskenpflicht: Weltärztebund-Chef mit klarer Ansage: „Werden bestimmten Situationen immer Maske tragen”

Für den Weltärzteverbunds-Chef steht fest: Die Maskenpflicht wird bleiben – und das für immer. „Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen müssen, Abstand halten und wir werden regelmäßig nachimpfen müssen, wie wir das von der Grippe ja auch kennen“, so Montgomerey. Welche Situationen er genau meint, ist unklar. Bereits einige Experten haben sich ebenfalls dafür ausgesprochen, die Masken nicht mehr aus dem Alltag verschwinden zu lassen. So könne nach der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht beispielsweise in Arztpraxen gelten.

Ende der Maskenpflicht nicht in Sicht – Doch wie lange dauert die Krise noch an?

Für Montgomerey steht neben der Maskenpflicht ebenfalls fest, dass wir für immer mit Corona leben müssen. Covid-19 würden wir „nie wieder“ loswerden, macht er klar. Der 69-Jährige geht aber davon aus, dass das Coronavirus irgendwann als ganz normale Krankheit angesehen wird. Dafür müsse die Bevölkerung zu 85 Prozent durchgeimpft oder genesen sein.

Auch Intensivmediziner fordern ein Festhalten an der Maskenpflicht, bis 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind. „Solange eine Impfquote von 85 Prozent unter den Erwachsenen nicht erreicht ist, sollten wir auf weitere Lockerungen verzichten und an der Maskenpflicht festhalten“, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Andernfalls bestehe im Herbst die Gefahr einer „vierten Welle“.

Der Intensivmediziner bezieht sich damit auf Angst vor der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus, die mittlerweile auch in Deutschland dominiert. Marx erklärt: „Erst mit einer Impfquote von 85 Prozent bei den über 18-Jährigen werden wir die Pandemie für beendet erklären können.“ Bis dahin müsse man weiterhin viel testen, Infektionsketten verfolgen und Hygieneregeln einhalten. Dazu gehöre „mindestens das Tragen von OP-Masken in allen Innenräumen“, auch in den Schulen.

Übrigens, so sieht aktuell (12. Juli) der Impfstand in Deutschland aus: Mehr als 48 Millionen Menschen, also 57,8 Prozent der Bevölkerung, haben bereits mindestens eine Corona-Impfung erhalten; rund 35 Millionen Bürger gelten als vollständig geimpft. (jol/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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