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Media Markt und Saturn: Schließungen, weniger Produkte – darauf müssen sich Kunden einstellen

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Von: Eliran Kendi

Die Media-Saturn Holding kündigt harte Einschnitte an. Zahlreiche Filialen in Deutschland sollen geschlossen werden. Kunden erwartet zudem eine weitere Veränderung.

Die Corona-Pandemie hat für nachhaltige Verwerfungen im Einzelhandel gesorgt. In Ermangelung an Laufkundschaft fehlt den Läden in deutschen Fußgängerzonen der Umsatz. Gleichzeitig bleiben die Mieten in zentraler Lage hoch. Während das Onlinegeschäft einen nie dagewesenen Boom erlebt, müssen immer mehr Kaufhäuser in den Innenstädten schließen. Erwartungsgemäß trifft die Krise auch Ceconomy, Mutterkonzern von MediaMarkt-Saturn. Beide Fachmarktketten unterscheiden sich lediglich durch ihren Standort. Media Märkte findet man am Stadtrand, Saturn-Filialen sind in den Innenstädten angesiedelt. Letztere werden von der Coronakrise besonders hart getroffen.

„Restrukturierung“ heißt es dann in Konzernsprache, wenn Filialschließungen in Planung sind und unzählige Mitarbeiter ihre Entlassung erwartet. „Das Unternehmen treibt die Digitalisierung seines Geschäftsmodells insgesamt weiter voran – online wie auch in den stationären Märkten“, gibt Ceconomy in einer Pressemitteilung bekannt.

KonzernMedia Markt Saturn Retail Group
BrancheElektronikfachhandel
Mitarbeiteretwa 53.000
Filialenrund 1.000 Märkte weltweit

Trotz eines Umsatzplus im laufenden Geschäftsjahr plant Ceconomy die Schließung von insgesamt 13 Saturn-Filialen, wie HEIDELBERG24* verrät:

Media Markt und Saturn: Filialen sollen auch verkleinert werden      

Nach Angaben von „24RHEIN*“ hat es sich um folgende Saturn-Filialen:

Welche vier weiteren Märkte noch geschlossen werden und ob auch Filialen aus Baden-Württemberg* betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

Allerdings steht fest, dass auf alle Kunden große Veränderungen zukommen werden. Denn Media-Markt-Saturn plant neben Stellenabbau und Filialschließungen auch die Verkaufsflächen insgesamt zu verkleinern, um auf diesem Weg Mietkosten einzusparen. Die freigewordenen Flächen könnten dann weiter vermietet werden. Folglich muss das Sortiment in den Filialen schlanker gestaltet werden.

Für Kunden bedeutet das: Das stationäre Angebot vor Ort fällt weniger abwechslungsreich aus. Beispielsweise wird man anstatt drei Dutzend Waschmaschinen lediglich die Bestseller persönlich begutachten können. Das übrige Angebot soll dann über den Online-Handel ergänzt werden – ganz im Sinne der Digitalisierung des Geschäftsmodells. (esk) *HEIDELBERG24 und RHEIN24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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