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Affenpocken: Erster Fall in Baden-Württemberg – hat er sich in Spanien infiziert?

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Von: Fabienne Schimbeno, Katja Becher

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Weltweit werden immer mehr Fälle von Affenpocken gemeldet. Jetzt ist auch ein Patient aus Baden-Württemberg von dem Virus betroffen:

Update vom 23. Mai: Wie verschiedene Medien berichten, ist nun auch der erste Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg bestätigt worden. Nach Informationen des Gesundheitsministeriums in Stuttgart handelt es sich bei dem Patienten um einen Reiserückkehrer aus Spanien. Der aus dem Ortenaukreis stammende Patient wird am Uniklinikum Freiburg stationär versorgt.

ErkrankungAffenpocken
KlassifikationVirus
Übertragungenger Kontakt mit Infizierten

Affenpocken in Baden-Württemberg: Gesundheitsministerium meldet ersten Fall

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag berichtet, habe der Patient Fieber, Husten und weise typische Hautveränderungen auf. Sein Zustand sei stabil, er befinde sich in Isolation.

Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises untersucht einen weiteren Verdachtsfall und versucht, die Kontaktpersonen des Patienten
nachzuvollziehen, wie es vom Gesundheitsamt des Ortenaukreises hieß. Gegebenenfalls würden Quarantäneanordnungen ausgesprochen. 

Affenpocken in Baden-Württemberg: Landesgesundheitsamt hält Infektionsrisiko für gering

Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, schätze das Landesgesundheitsamt das allgemeine Infektionsrisiko für die Bevölkerung in Baden-Württemberg derzeit als gering ein. Man verfolge die Situation im Land weiter sehr aufmerksam, teilte Minister Manfred Lucha (Grüne) laut SWR-Bericht mit. Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg seien bereits informiert worden und entsprechend sensibilisiert.

Im Zuge der gestiegenen Aufmerksamkeit für die Erkrankung werden in immer mehr Ländern Fälle der eigentlich selten auftretenden Affenpocken nachgewiesen. Der erste Fall in Deutschland überhaupt war aus Bayern gemeldet worden. Am Sonntag (22. Mai) wurden in Berlin zwei weitere Fälle gemeldet. Ermittlungen zu Kontaktpersonen laufen. (fas mit dpa)

Drei Affenpocken-Fälle in Deutschland – Kontaktpersonen werden ermittelt

Update vom 22. Mai: Neben dem Fall aus München sind mittlerweile zwei weitere Menschen in Deutschland an Affenpocken erkrankt. Die Betroffenen kommen aus Berlin. Der Zustand der beiden Patienten sei stabil. Derzeit liefen Ermittlungen zu Kontaktpersonen. An welcher der beiden bekannten Varianten des Erregers die Patienten leiden, ist noch nicht bekannt.

Affenpocken in Deutschland: Erster Infizierter leidet an milden Verlauf

Der Patient in München, bei dem erstmals in Deutschland überhaupt eine Affenpocken-Infektion bestätigt worden war, leidet an der milderen westafrikanischen Variante. Das hat die Genom-Analyse des Erregers am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr ergeben, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Nach Angaben der München Klinik Schwabing vom Freitag ging es dem Patienten gut.

Der aus Brasilien stammende 26-Jährige war von Portugal über Spanien nach München gereist und hatte sich zuvor in Düsseldorf und Frankfurt am Main aufgehalten. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums in Nordrhein-Westfalen liegen Hinweise „auf mögliche Kontakte von Personen mit dem Affenpockenvirus“ vor. Diesen Hinweisen werde nachgegangen, sagt ein Sprecher des Ministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Erster Affenpocken-Fall in Deutschland: Patient zeigt typische Hautveränderungen

Erstmeldung vom 20. Mai: Seit Anfang Mai werden weltweit immer mehr Fälle von Affenpocken gemeldet. Nach gemeldeten Infektionen in vielen europäischen Ländern wurde nun auch der erste Fall der Viruserkrankung in Deutschland bestätigt. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits Ärzte in Deutschland für die Virusinfektion sensibilisiert.

Das Affenpocken-Virus sei am Donnerstag bei einem Patienten nachgewiesen worden, teilte das Institut für Mikrobiologie am Freitag in München mit. Die betroffene Person hat Hautveränderungen gezeigt, die bei Symptomen von Affenpocken typisch seien.

Mittlerweile wurden in mehreren europäischen und nordamerikanischen Ländern etliche Verdachtsfälle sowie bestätigte Erkrankungen mit Affenpocken gemeldet – so auch in Spanien, den USA, Australien, Schweden und Italien. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis Affenpocken auch in Deutschland nachgewiesen werden“, teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu dem Fall mit.

Bestätigte Affenpocken-Infektion in Deutschland: Das sind die Symptome der Erkrankung

Die Erkrankung verursacht nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Angency (UKHSA) meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. Zu den Symptomen bei Affenpocken zählen demnach Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost und Erschöpfung.

Es könne sich ein Ausschlag entwickeln, der sich oft ausgehend vom Gesicht auf andere Körperteile ausbreite. Der Ausschlag sehe je nach Phase unterschiedlich aus und könne Windpocken und Syphilis ähneln. In einem vom RKI veröffentlichten Beitrag heißt es, Affenpocken sollten auch dann bei unklaren pockenähnlichen Hautveränderungen als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, wenn die Betroffenen nicht in bestimmte Gebiete gereist seien. Die Inkubationszeit von Affenpocken beträgt einige Tage.(kab)

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