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Gefährliches Virus in BW – Impfung gegen Affenpocken startet

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Von: Marten Kopf

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Baden-Württemberg - Weil sich die gefährlichen Affenpocken immer weiter verbreiten, hat das Land vom Bund Impfstoff angefordert. Der soll noch in dieser Woche kommen.

Die Impfungen gegen Affenpocken können in Baden-Württemberg losgehen. Noch in dieser Woche würden die 2.980 Impfdosen des Bundes an die Apotheken der Unikliniken ausgeliefert, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mitteilt. Dann könnten Praxen, die vor allem Menschen mit HIV behandeln, Impfdosen dort abrufen.

ErkrankungAffenpocken
KlassifikationViren
Übertragungenger Kontakt mit Infizierten
SymptomeFieber, Pusteln, Kopfschmerz, geschwollene Lymphknoten

Affenpocken in Baden-Württemberg: Bislang 87 Infektionen im Südwesten

Hintergrund: Nach bisherigem Kenntnisstand wird das Affenpocken-Virus hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen wird. Laut Weltgesundheitsorganisation sind 99 Prozent der bisher Betroffenen Männer bis 65 Jahre, die Geschlechtsverkehr mit Männern haben. Generell kann sich aber natürlich jeder anstecken, der engen körperlichen Kontakt mit Infizierten hat. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte erstmals am 9. Juni eine Impfung für bestimmte Personengruppen empfohlen

Bislang wurden im Südwesten 87 Affenpocken-Infektionen in 25 Stadt- und Landkreisen bestätigt. Bundesweit waren es laut Robert-Koch-Institut Stand 20. Juli 2.110. Das Ministerium schätzt die Gefahr für die breite Bevölkerung weiter als gering ein. Der erste Affenpocken-Fall im Südwesten war Ende Mai nachgewiesen worden und betraf einen Mann aus dem Ortenaukreis. Es handelte sich um einen Reiserückkehrer aus Spanien.

Affenpocken: Krisenteam der Weltgesundheitsorganisation berät

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Experten hatten vor einer Weiterverbreitung des Virus, etwa bei bevorstehenden Festivals und Partys, gewarnt. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI 5 bis 21 Tage. Die Symptome (darunter zum Beispiel Fieber und Hautausschlag) verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.

Weil die Affenpocken mittlerweile aber in dutzenden Ländern weltweit nachgewiesen wurden, tagt an diesem Donnerstag (21. Juli) in Genf zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen ein Krisenteam. Die Experten beraten, ob die zuvor nur aus wenigen afrikanischen Ländern bekannten Infektionen bei Menschen wegen der weltweiten Ausbreitung eine „Notlage von internationaler Tragweite“ darstellt. Das ist die höchste Alarmstufe, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhängen kann. (mko/dpa)

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