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3G und Homeoffice bald Geschichte? Das ändert sich ab März

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Von: Jason Blaschke

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Im März sollen die allermeisten Corona-Maßnahmen enden – betrifft das auch die Testpflicht am Arbeitsplatz und die Homeoffice-Regelung?

Die Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland sind weiter hoch, aber konstant. Zwar infizieren sich täglich noch immer mehrere Tausend Menschen, die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der neuen Infektionen binnen einer Woche und auf 100.000 Einwohner gerechnet bewegt sich aber konstant über der 1.000er-Marke. Hinzu kommt, dass sich in Deutschland zwar noch immer viele Menschen mit Covid-19 infizieren, aber seltener auf einer Intensivstation behandelt werden müssen.

Auch deshalb wurde in der letzten Bund-Länder-Konferenz eine Öffnungsstrategie vereinbart, die vorsieht, dass ab Ende März in Deutschland massiv gelockert werden soll. Die ersten Bundesländer feilen deshalb schon an neuen Verordnungen und geben der Sache einen Rahmen, denn: Zwar sollen fast alle Einschränkungen fallen, einige wenige Maßnahmen werden aber beibehalten. In ihrer Videoschalte hatten sich Bund und Länder zum Beispiel auf die Beibehaltung der Maskenpflicht verständigt.

Wichtige Änderungen für Arbeitnehmer ab März – Testpflicht und Homeoffice

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Studie belegt, dass FFP2-Masken einen wirksamen Schutz vor „Omikron“ bieten und deshalb als Maßnahme vorerst noch erhalten bleiben sollen. Viele weitere Beschränkungen sollen stattdessen gestrichen werden. In Baden-Württemberg sieht die neue Corona-Verordnung vor, dass auch die Testpflicht ab März fallen soll. Das bedeutet folglich auch, dass ab 20. März auch die 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie die Homeoffice-Pflicht der Vergangenheit angehören wird.

Voraussetzung dafür ist aber, dass sich die Corona-Lage bis dahin nicht extremst verschlechtert und die Situation in Kliniken weiter machbar bleibt. Entwickelt sich die Corona-Lage aber weiter positiv, müssen ungeimpfte und nicht-genesene Arbeitnehmer ab 20. März kein negatives Testergebnis mehr mit sich führen. Und: Die Arbeitgeber wären nicht mehr verpflichtet, ihren Angestellten das Homeoffice zu ermöglichen – auf freiwilliger Basis können sie die Homeoffice-Möglichkeit natürlich beibehalten.

Umfassende Lockerungen ab 20. März – aber diese Maßnahme wird beibehalten

Zusammenfassend heißt das: Auch am Arbeitsplatz sollen ab 20. März voraussichtlich fast alle Corona-Maßnahmen wegfallen. Die Betonung liegt auf „fast“, denn: Genau wie in vielen anderen Bereichen wird die Menschen wahrscheinlich auch auf der Arbeit eine Maskenpflicht weiter begleiten. Unklar ist noch, ob in Baden-Württemberg an einer FFP2-Maskenpflicht festgehalten wird oder ob auch eine OP-Maske künftig ausreicht. Fakt ist, ein „Freedom Day“ wie in Großbritannien wird es nicht geben.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KV) rechnet mit einem baldigen Ende aller Corona-Maßnahmen in Deutschland. (Symbolbild)
Viele Corona-Maßnahmen sollen ab dem 20. März voraussichtlich enden – aber die Maskenpflicht (Archivbild) wird die Menschen noch eine Weile begleiten. © Kay Nietfeld/dpa

Aber trotzdem – die Lockerungen sind deshalb nicht ohne. Die Bundesregierung plant zum Beispiel eine neue Einreise-Verordnung, die Urlaubsreisen für Familien mit Kindern massiv erleichtern soll, sofern eine bestimmte Voraussetzung erfüllt ist. Und auch für die ungeimpften/nicht-genesenen gibt es in Sachen Einreise gute Nachrichten: Das RKI passte die Liste der Hochrisikogebiete an und strich in dem Zusammenhang auch einige beliebte Reiseziele der Deutschen von der Risikoliste.

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