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Corona: Alte Masken und Tests richtig entsorgen ‒ Das ist der häufigste Fehler

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Von: Jason Blaschke

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Gebrauchte Masken und Corona-Selbsttests laden täglich in der Mülltonne – aber auch in der richtigen? Das ist der häufigste Fehler, den man unbedingt vermeiden sollte:

Die Zahl der Covid-19-Infektionen in Heidelberg sowie ganz Baden-Württemberg steigt weiter rasant an – zwar nicht mehr ganz so stark wie noch vor ein paar Wochen, aber immer noch kontinuierlich. Umso größer ist daher auch die Wahrscheinlichkeit, auf einen Infizierten zu treffen. Mehr Sicherheit versprechen hier Schnell- oder auch Selbsttests, die innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis anzeigen. Mittlerweile sind sie ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen das Coronavirus weltweit.

Ende 2021 hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mehrere Corona-Schnelltests überprüft und ermittelt, welche Produkte qualitativ für die Testung geeignet sind. Dabei wurde festgestellt, dass ein Großteil der überprüften Schnelltests auch eine ‚Omikron‘-Infektion nachweisen kann – vorausgesetzt, die getestete Person weist eine ausreichend große Viruslast auf. Händler wie Aldi Süd oder zum Teil auch die Hersteller werben mittlerweile sogar damit, dass die Tests auch ‚Omikron‘ erkennen.

Masken und Corona-Selbsttests richtig entsorgen – Zwei wichtige Gründe

Es spricht also vieles dafür, sich auch als Geimpfter und Genesener ab und an auf das Coronavirus zu testen. Dafür muss man auch nicht mehr zwingend in der Nase bohren, denn: Auch die neueren „Lolli“-Tests sind mittlerweile in Supermärkten oder Apotheken erhältlich. Eines haben aber alle Testarten gemein: Sie produzieren eine ganze Menge Müll – und weil die meisten Teile aus Plastik bestehen, liegt es nahe, Dinge wie Testkassette oder Stäbchen in der gelben Tonne (Plastikmüll) zu entsorgen.

Aber genau das sollten Verbraucher nicht tun. Masken und auch Corona-Schnelltests gehören nicht in Bio-, Papier- oder Plastikmüll. Weil gebrauchte Masken oder auch Corona-Selbsttests können andere Menschen gefährden, wenn sie damit in Kontakt kommen – zum Beispiel Mitarbeiter von Entsorgungsunternehmen. Hinzu kommt, dass Masken und Tests Kleinteile enthalten, welche ohnehin nicht recycelt oder kompostiert werden können. Daher lässt sich die Frage auch schnell beantworten:

Masken und Tests gehören nicht in Straßenpapierkörbe – Das ist der Grund

Gebrauchte Masken und Tests gehören in die Restmülltonne! Dabei ist es Berichten von CHIP 365 zufolge auch völlig egal, ob es um eine FFP2- oder OP-Maske geht – am Ende wird beides gleich entsorgt. Der Grund dafür ist in beiden Fällen das Vlies, welches um Beispiel Polypropylen enthalten kann, eine nicht-recycelbare Kunststofffaser. Die FFP2-Masken sowie die Masken-Modelle mit der Kennung KN95/N95 müssen daher im Restmüll landen, erklärt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Einmalhandschuhe, FFP2-Maske und benutzte Corona-Antigen-Testkits liegen auf der Straße vor einem Corona-Testzentrum.
Im Zuge der Corona-Pandemie entsteht auch mehr Müll. Wichtig ist, Masken, Tests und Co. richtig zu entsorgen. © Kay Nietfeld/dpa

Zudem bitten Städte wie München oder Berlin die Verbraucher, gebrauchte Masken und Tests gut verschlossen in einem Extra-Plastikbeutel zu entsorgen. Hier ist der Hintergrund, dass die benutzten Corona-Produkte infektiös sein können und somit andere Menschen gefährden. Und dass alte Masken und Tests nicht einfach auf der Straße entsorgt werden, versteht sich von selbst. Und auch in die öffentlichen Abfallbehälter gehören Masken und Selbsttests nicht, erklärt eine VKU-Sprecherin.

Alte Masken und Selbsttests: Das sollten Verbraucher auf gar keinen Fall tun

„Bitte entsorgen Sie die Gesichtsmasken am besten nicht in loser Form über die Straßenpapierkörbe, sondern idealerweise in einer Plastiktüte verknotet über die Restmülltonne.“ Was Verbraucher außerdem auf gar keinen Fall tun sollten, ist die Maske über die Toilette zu entsorgen. Berichten von CHIP 365 zufolge bestehen die allermeisten Masken aus Materialien, das sich – im Gegensatz zu normalen Toilettenpapier – im Abwasser nicht auflösen. Die Entsorgung über das WC kann deshalb schwere Folgen haben.

Zunächst einmal können alle Masken die Abwasserrohre verstopfen – aber: Auch für die Pumpen in Kläranlagen sind die Masken eine Gefahr. Denn wie auch feuchtes Toilettenpapier können sie die Maschinen verstopfen und lahmlegen. Kurz und gut: Egal, ob Maske oder Test – beides gehört in Restmüll, am besten gut verschlossen in einem separaten Beutel. Davon ausgenommen sind lediglich die äußeren Verpackungen sowie die Gebrauchsanweisung, die separat entsorgt werden können.

FFP2-Masken mehrmals benutzen – mit ein paar Tricks bares Geld sparen

Gut zu wissen: Manche Hersteller liefern in ihren Selbsttests-Sets sogar schon einen verschließbaren Plastikbeutel mit, in welchem Stäbchen und Testkassette entsorgt werden können. Und: Wer ein diese Tricks in Sachen Pflege beherzigt, kann seine FFP2-Maske sogar bis zu fünfmal wiederverwenden*, wie aus Berichten von Merkur.de* hervorgeht. Es lohnt sich daher, sich über das Thema zu informieren. *HEIDELBERG24 und Merkur.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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