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Sind FFP2-Masken aus Stoff zulässig? Auf dieses Detail muss man achten

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Von: Jason Blaschke

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Die FFP2-Maske ist in Baden-Württemberg in vielen Bereichen Pflicht. Doch muss es immer die öde, weiße Variante sein? HEIDELBERG24 klärt auf:

Erst vor kurzem hatte eine Studie die Wirksamkeit von FFP2-Masken in Bezug auf ‚Omikron‘ bestätigt, was zeigt, dass uns die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wohl noch längere Zeit erhalten bleibt. Auch in der neuen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ist sie deshalb wieder enthalten sein. Für viele Menschen ist das Tragen der FFP2-Maske an sich nicht das große Problem. Aber muss es ausgerechnet immer die gleiche Art von FFP2-Maske sein?

Sein Beginn der Pandemie ist die Nachfrage nach FFP2-Masken extrem angestiegen – und der Markt reagierte. Mittlerweile gibt es die FFP2-Masken in allen Form und Farben – aber aufgepasst: bloß, weil auf einer Verpackung „FFP2“, „echt“ oder „zertifiziert“ steht, heißt das nicht, dass das auch stimmt. Unter Umständen kaufen Verbraucher eine FFP2-Maske, die gar keine ist. Umso wichtiger ist es, die wichtigen Merkmale zu erkennen, damit man als Kunde auf einen Blick erkennt, ob das Produkt echt ist.

Vorgaben für FFP2-Masken: Auf solche Kennzeichnungen unbedingt achten

Im Fall der FFP2-Masken ist das ganz einfach, weil der Gesetzgeber vorgibt, welche Bezeichnung auf der Verpackung vermerkt sein muss. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte spricht von bestimmten „Anforderungen“, die eine richtige FFP2-Maske erfüllen muss. Das auffälligste Merkmal: Die FFP2-Maske muss nach der europäischen Norm EN 149:2001+A1:2009 zertifiziert sein. Produkte, welche die Zertifizierung haben, erkennen Verbraucher an der CE-Kennzeichnung.

Der CE-Kennzeichnung folgt immer eine vierstellige Prüfnummer. Aber auch KN95- und N95-Masken gelten als gleichwertig. KN95-Masken erfüllen die chinesische Norm, GB2626-2006 – N95-Masken die amerikanische. Sowohl KN95- als auch N95-Masken erfüllen alle Vorgaben der Bundesregierung und können überall dort getragen werden, wo eine FFP2-Maske in Baden-Württemberg* vorgeschrieben ist. Dabei ist es egal, auch welchem Material die Masken bestehen.

Vorgaben für FFP2-Masken: Zwei Buchstaben haben eine besondere Bedeutung

Jede Maske muss in Deutschland die gesetzlichen Anforderungen einer FFP2-Maske erfüllen, um als solche zu gelten. Von FFP2-Masken, auf der weder die Norm EN 149:2001+A1:2009 – oder alternativ GB2626-2006 bzw. NIOSH-42CFR84 – noch die wichtige CE-Kennzeichnung aufgedruckt ist, sollten Verbraucher lieber die Finger lassen. Wer also eine stylische Maske findet, sollte sich unbedingt vergewissern, dass das Produkt auch die Anforderungen an eine FFP2-Maske erfüllt.

Die FFP2-Masken sind zulässig:

Wer mit einer ungeeigneten Maske erwischt wird, wo eine FFP2-Maske vorgeschrieben ist, verstößt gegen die Maskenpflicht und riskiert ein Bußgeld. Es lohnt sich also, auf die wichtigen Kennzeichnungen zu achten. Neben der eben schon genannten, wichtigen Kennzeichnungen stehen auf der Verpackung oftmals noch andere Buchstaben, die ebenfalls eine interessante Bedeutung haben. Die beiden Buchstaben „NR“ oder das „R“ alleine sagen aus, wie oft die FFP2-Maske getragen werden kann.

Vorgaben für FFP2-Masken: Einweg- oder Mehrweg-Produkt? Wichtige Info

Das „NR“ (auf engl. not reusable) macht die Verbraucher auf die einfache (einmalige) Verwendung der FFP2-Maske aufmerksam. Das „R“ (auf engl. reusable) bedeutet das Gegenteil: Die FFP2-Maske kann mehrmals verwendet werden. Zumeist sind Produkte mit der „R“-Kennzeichnung teurer, als die Masken, die bloß zum einmaligen Gebrauch gedacht sind. Manche FFP2-Masken verfügen zudem noch über ein austauschbares Vlies, welches in die Maske gelegt wird und Feuchtigkeit aufnimmt.

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