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Omikron-Varianten: Husten, Schwäche – typische Symptome in der Inkubationszeit

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Von: Jason Blaschke

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Neben der ursprünglichen Omikron-Mutation gibt es inzwischen drei Subvarianten: BA.1, BA.2 und BA.3. Die Symptome sind ähnlich, doch es gibt Unterschiede.

Die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Deutschland geht kontinuierlich zurück. Mittlerweile bewegt sich die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) unter der 1.000er-Marke, das heißt: Weniger als 1.000 Menschen haben sich binnen sieben Tagen und auf 100.000 Einwohner gerechnet neu mit Covid infiziert. Ein Grund zur Entwarnung sehen Experten in der positiven Wende aber nicht – auch mit Blick auf neue Omikron-Varianten.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
MutationOmikron

Diskussion wegen Omikron-Mutationen – Experte spricht von „Killer-Variante“

In Großbritannien wurde Anfang April die Corona-Mutation Omikron XE nachgewiesen. Für Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist das Auftreten immer neuer Subvarianten ein Grund zur Sorge. „Die Abstände – in denen neue Varianten die alten ablösen – werden immer kürzer“, sagte Lauterbach im Gespräch mit der Bild am Sonntag und warnte zugleich vor einer gefährlichen Omikron-Mutation in Deutschland ab Herbst.

Möglich sei, dass wir eine stark ansteckende Variante von Omikron bekommen, „die so tödlich wie Delta ist“. Lauterbach: „Das wäre eine absolute Killer-Variante.“ Für seine düstere Prognose erntete der Gesundheitsminister viel Kritik. „Ob es sich bei neuen Corona-Mutationen um gefährliche Variante handelt, kann heute niemand prognostizieren“, sagt Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) zum Interview mit Lauterbach.

Subvarianten BA.1, BA.2 und BA.3 – eine ist in Deutschland dominant

Fakt ist, mittlerweile gibt es schon einige Corona-Subvarianten, also Mutationen, die sich aus der ursprünglichen Omikron-Variante (B.1.1.529) gebildet haben. Berichten der Apotheken Umschau zufolge sind das aktuell die Subvarianten BA.1, BA.2 und BA.3. Derzeit dominiert davon BA.1 in vielen Ländern weltweit. BA.3 spielt praktisch nirgendwo eine tragende Rolle. Mit Blick auf BA.2 sieht das aber schon anders aus.

Laut RKI dominiert der BA.2-Anteil auch das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik. Einer Grafik der Behörde ist zu entnehmen, dass der Anteil an BA.2-Fällen seit Anfang März stark zugenommen hatte und (Stand, Kalenderwoche 12) sogar noch vor Omikron-BA.1 dominiert. Hier stellt sich die Frage, bedeuten unterschiedliche Varianten automatisch auch unterschiedliche Symptome? Die Antwort dazu ist nicht ganz eindeutig.

Symptome einer Omikron-Infektion in der Inkubationszeit – was bekannt ist

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) listet bloß die typischen Omikron-Symptome in der Inkubationszeit auf, die Betroffene haben können. Das sind:

Tatsächlich seien der Mund-, Nasen- und Rachenbereich bei einer Omikron-Infektion stärker betroffen, als unter alten Varianten wie Alpha oder Delta, heißt es auf der Infoseite der BZgA noch.

Subvariante Omikron-BA.2: Das ist zu Verlauf und Krankheitsschwere bekannt

Eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob die Corona-Symptome auch Varianten-spezifisch sind, findet sich auf der Infoseite nicht. Mit ein Grund ist, dass die Studienlage noch sehr dünn ist. Forscher aus Japan kommen in einer vorab veröffentlichten Covid-Studie zu der Erkenntnis, dass BA.2 ansteckender ist, als die ursprüngliche Omikron-Mutation. Und auch aus Dänemark gibt es Erkenntnisse zu BA.2, wie Virologin Sandra Ciesek in der Augsburger Allgemeinen verrät.

„Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 sowie BA.2 in der Krankheitsschwere keine Unterschiede zu erkennen sind.“ Gestützt wird Cieseks Aussage vom RKI, das schon im Februar 2022 mitgeteilt hatte, dass es für Geimpfte sowie Genesene keinen Unterschied bei der Schwere der Corona-Erkrankung mit Omikron gebe – ganz gleich, ob mit BA.1 oder BA.2. Das Portal kreiszeitung.de* hatte zuerst darüber berichtet.

Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 sowie BA.2 in der Krankheitsschwere keine Unterschiede zu erkennen sind.

Sandra Ciesek, Virologin Universitätsklinik Frankfurt

Keine eindeutigen Omikron-BA.2-Symptome – trotzdem auf Anzeichen achten

Eindeutige Corona-Symptome, die sich speziell Omikron-BA.2 zuordnen lassen, gibt es also nicht. Betroffene sollten sich daher an den allgemeinen Symptomen orientieren. Zudem empfiehlt es sich, schon bei leichten Symptomen einen Corona-Test zu machen. Welche Antigen-Tests auch Omikron zuverlässig erkennen, hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vor mehreren Monaten untersucht und in einer Liste zusammengefasst.

Wie wichtig es ist, eine Infektion mit Covid-19 erst zu nehmen, führt der Serviceartikel von HEIDELBERG24* zu möglichen Corona-Spätfolgen auch nach milden Verläufen bloß allzu deutlich vor Augen. Speziell Kinder können zudem das „PIMS“-Syndrom im Rahmen einer Infektion entwickeln, das ebenfalls nicht zu unterschätzen ist. Typische Symptome hier sind neben Fieber auch Magen-Darm-Probleme. *kreiszeitung.de und HEIDELBERG24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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