1. Heidelberg24
  2. Verbraucher
  3. Medizin & Vorsorge

Heuschnupfen oder Corona? Diese Symptome machen den Unterschied

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Fabienne Schimbeno

Kommentare

Die ersten Pollen fliegen bereits. Bei Allergikern treten die typischen Symptome auf. Aber, ist es wirklich Heuschnupfen oder vielleicht doch Corona? So erkennst Du den Unterschied:

Eine laufende Nase, Halskratzen und juckende Augen – für Allergiker ist der Frühling nicht immer unbedingt ein Spaß. Auch wenn der kalendarische Frühling offiziell erst am 20. März beginnt, sind die ersten Pollen bereits unterwegs. Hasel und Erle liegen in der Luft, gleichzeitig steigen aber auch wieder die Corona-Zahlen. Das unterscheidet eine Coronavirus-Infektion von einer Pollenallergie:

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina

Heuschnupfen: Das sind die typischen Symptome

Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Körpers auf bestimmte Pflanzenpollen. Am häufigsten reagieren Allergiker auf Bäume, Gräser und Kräuter. Symptome, die dabei auftreten können, sind unter anderem juckende und tränende Augen, geschwollene Augenlider, Niesreiz und Niesanfälle, starker Schnupfen – oft auch Fließschnupfen, also Schnupfen, bei dem ein dünnflüssig-wässriges Sekret aus der Nase läuft – sowie Halskratzen.

Oftmals treten auch Hautreaktionen auf. Seltener sind dagegen Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen. Eine Pollenallergie kann aber auch Husten hervorrufen, der sich zu einem allergischen Asthma entwickeln kann. Wer unter schlimmen Symptomen leidet, kann Medikamente einnehmen – das gilt auch für Schwangere, wie 24vita.de* berichtet.

Corona: Diese Symptome treten am häufigsten auf

Eine Corona-Infektion kann sich je nach Patient unterschiedlich äußern. Forscher haben seit Beginn der Pandemie die häufigsten Symptome ermittelt. Zu diesen zählen:

Weltweit dominiert die hochansteckende Omikron-Variante. Diese wurde erstmals im November 2021 in Südafrika festgestellt. Omikron unterscheidet sich von den Symptomen einer normalen Corona-Infektion. Zu den häufigen Anzeichen einer Erkrankung mit der Virusvariante zählen unter anderem klassische Erkältungssymptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Niesen, Halsschmerzen und eine laufende Nase, aber auch nächtliche Schweißausbrüche oder Appetitlosigkeit.

Heuschnupfen vs. Corona: Wo liegt der Unterschied?

Forscher haben in der Vergangenheit weitere häufig auftretende Symptome einer Omikron-Infektion aufgedeckt – manche von ihnen sind besorgniserregend. Wie erkenne ich aber nun, ob ich coronainfiziert bin oder an Heuschnupfen leide?

Fakt ist: Eine Pollenallergie ruft kein Fieber hervor. In den seltensten Fällen klagen Heuschnupfen-Patienten über eine erhöhte Temperatur. Auch juckende oder tränende Augen sind kein klassisches Corona-Symptom. Das gilt auch für starken Niesreiz und Fließschnupfen. Heikler wird es dagegen bei Husten und Atemnot:

Heuschnupfen oder Corona? So hast Du hundertprozentige Gewissheit

Laut Informationen von Öko-Test können (trockener) Husten und Atemnot sowohl auf eine Infektion mit dem Coronavirus als auch auf eine Pollenallergie hindeuten. Wie FOCUS Online berichtet, ist die Dauer der Beschwerden bei einer Omikron-Infektion erheblich kürzer als bei einer Allergie: Während Omikron bei Geimpften etwa drei bis fünf Tage dauert, kämpfen Heuschnupfen-Patienten den ganzen Frühling oder Sommer mit ihren Symptomen.

Wer sich unsicher ist, sollte daher unbedingt einen Test machen. Nur so erlangen Betroffene hundertprozentige Gewissheit. Corona-Tests können an jeder Teststation oder beim Arzt durchgeführt werden. Das sind die Teststationen in Heidelberg und Mannheim. Für Allergietests ist in der Regel der Haus- oder Hautarzt aufzusuchen.

Heuschnupfen-Symptome eindämmen: Eine Maske kann helfen!

Heuschnupfen-Symptome können zusätzlich durch einen Mund-Nasen-Schutz gehemmt werden. Durch das Tragen einer Maske dringen weniger Pollen in die Schleimhäute von Mund und Nase ein. Das hat eine Studie der Charité in Berlin gezeigt.

Dabei ist es egal, ob eine FFP2- oder OP-Maske getragen wird. „In der Praxis besteht kein wesentlicher Unterschied in der Wirkung beider Maskentypen - sie sind gleichermaßen hoch wirksam und sind beide zu empfehlen“, so Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Autor der Studie zur Wirkung von Masken bei COVID-19 und Pollenallergie.

Schwerer COVID-Verlauf durch Pollenallergie? Das ist die Antwort

Wie verschiedene Mediziner behaupten, hat eine Pollenallergie keinen Einfluss auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Heuschnupfen-Patienten oder Asthmatiker seien nicht von einem höheren Risiko für einen schweren COVID-Verlauf betroffen. Die Abwehr gegen Bakterien und Viren verlaufe bei Pollenallergikern normal, so Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann. 

In Deutschland sollen die Corona-Maßnahmen ab dem 20. März 2022 weitgehend fallen. Experten schlagen jedoch Alarm: Mit Hinblick auf die aktuellen Zahlen sei ein Fortbestehen der geltenden Corona-Regeln unerlässlich. Eine neue Virusvariante könnte dem sogenannten „Freedom Day“ zusätzlich einen Strich durch die Rechnung machen. (fas) *HEIDELBERG24 und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare