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Keine Symptome aber positiver Corona-Test – so reagieren Betroffene richtig

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Von: Jason Blaschke

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Auch wer keine typischen Corona-Symptome zeigt, kann Corona-positiv getestet werden. Das kann mehrere Gründe haben. Wichtig ist, richtig zu reagieren.

Trotz tendenziell sinkender Corona-Zahlen in Deutschland infizieren sich täglich immer noch viele Menschen neu mit Covid-19. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig Analysen, die grafisch veranschaulichen, wie sich die Pandemie entwickelt. Ein Diagramm zeigt die Entwicklung der Reproduktionszahl, auch R-Wert genannt. Der Wert gibt an, wie viele Personen ein SARS-CoV-Infizierter im Schnitt ansteckt.

Neue Omikron-Variante XE entdeckt – auch auf leichte Corona-Symptome achten

Liegt der R-Wert über eins, ist das ein Zeichen dafür, dass eine neue Welle bevorsteht. Aktuell aber sinkt der Wert und beträgt bloß noch (Stand, 8. April) 0,81 – das sind laut RKI 0,04 Punkte weniger als nach der letzten Schätzung. Positiv entwickelt sich auch die 7-Tage-Inzidenz, die Stand 12. April 1.087,2 beträgt – in der Vorwoche hatte der Wert noch 1.481,6 betragen. Ein Grund zur Entwarnung ist das aber nicht.

Neue Corona-Varianten wie Omikron XE oder schwere Folgeerkrankungen wie PIMS zeigen bloß allzu deutlich, dass Covid-19 auch weiter ein wichtiges Thema sein wird. Eine wichtige Empfehlung ist, sich auch dann zu testen, wenn man bloß milde Symptome in der Inkubationszeit entwickelt. Für einen PCR-Test ist aufgrund einer Vielzahl an Fällen vielerorts ein positiver Antigen-Schnelltest Voraussetzung.

Corona-Schnelltest ist falsch-positiv – das sind die möglichen Gründe

Als Antigen-Schnelltests werden sowohl kostenlose Bürgertests als auch Selbsttest bezeichnet, die in Supermärkten, Discountern oder auch Apotheken gekauft werden können. Ist ein Schnelltest positiv, ist das in vielen Fällen auch der genauere PCR-Test. Doch die Betonung liegt bewusst auf „vielen“, denn: Speziell die Antigen-Schnelltests können falsch-negativ sein. Wie Betroffene richtig reagieren, fasst HEIDELBERG24* im eben verlinkten Artikel zusammen.

Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, also dass ein Schnelltest positiv ist, obwohl der Getestete keine Corona-Symptome zeigt. Solche falsch-positiven Tests können laut BR24 zwei Gründe haben: Einmal kann der Antigen-Test falsch angewendet werden und die Probeentnahme falsch sein. Gerade bei Selbsttest ist die Gefahr groß, da viele die nasale Testung als äußerst unangenehm und manchmal sogar als schmerzhaft empfinden.

Untersuchung von Schnelltests „erschüttert“ – Omikron schlecht nachgewiesen

Als zweiten Grund, weshalb ein Test falsch-positiv sein kann, nennt BR24 die Testqualität, die von Produkt zu Produkt teils massiv abweicht. Auch, wenn eine große Viruslast zugrunde liegt, seien die Ergebnisse mancher Antigen-Tests „ernüchternd“, sagt Oliver Keppler von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der zahlreiche Schnelltests auf Herz und Nieren überprüft hatte. Acht von neun Tests würden eine Omikron-Infektion schlechter nachweisen, als Delta.

Zudem können andere Faktoren wie essen, trinken, Kaugummi kauen, rauchen oder Zähne putzen das Testergebnis beeinflussen. Wichtig zu wissen: Ob die genannten Faktoren einen Einfluss auf das Ergebnis haben, ist anhand von Studien noch nicht deutlich nachgewiesen – viele Untersuchungen laufen noch. Umso wichtiger ist es, richtig auf ein positives Testergebnis zu reagieren, am besten mit einem PCR-Test.

Antigen-Schnelltest richtig anwenden

Zunächst sollte der Abstrichtupfer in beide Nasenlöcher langsam eingeführt werden – ungefähr 2,5 Zentimeter weit und ohne Druck. Circa 15 Sekunden lang sollte der Tupfer in der Nase sein und dabei langsam gedreht werden. Danach kommt der Tupfer für etwa 30 Sekunden in die Lösung, die dann auf die Testkassette getröpfelt wird. Nach circa 15 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Quelle: BZgA

Keine Symptome aber positiver Corona-Test: Wie Betroffene reagieren sollten

PCR-Tests gelten als sehr zuverlässig und können Corona-Infektionen auch bei geringer Viruslast gut nachweisen. Zwar kann auch ein PCR-Test falsch-positiv sein, das ist laut der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA) aber nur in seltenen Fällen möglich, zum Beispiel, wenn die Probe falsch entnommen wird oder ein Transportfehler erfolgt. Die Ergebnisse von PCR-Tests sind in der Regel sehr zuverlässig.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass ein Corona-Test immer nur eine Momentaufnahme ist. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, gerade mit Blick auf die Corona-Schnelltests auf eine angemessene Qualität und eine korrekte Probeentnahme zu setzen. Welche Antigen-Tests auch Omikron gut erkennen, hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vor Wochen untersucht und in einer Liste veröffentlicht. Was noch wichtig ist, ist die richtige Interpretation eines Tests.

Corona-Testergebnis richtig deuten – auch einen blassen T-Strich beachten

Wie speziell ein blasser T-Strich auf der Testkassette zu bewerten sind, verrät Merkur.de* in einem separaten Artikel. Viele Fragen in Bezug auf das Coronavirus werden auch auf der FAQ-Seite der BZgA und auf der Infoseite vom Bundesministerium für Gesundheit beantwortet. Über viele Themen wie die Omikron-Hausapotheke für milde Symptome informiert auch HEIDELBERG24* in Service-Beiträgen. *HEIDELBERG24 und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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