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Omikron BA.5: Infektion mit BA.1 und BA.2 schützt nicht vor Corona-Variante

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Von: Yannick Hanke

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Wer sich bereits mit Corona infiziert hat, ist immun gegen weitere Infektionen? Falsch. Bei Omikron BA.5 greift das nicht. Doch woran liegt das?

Göttingen – Eine „alte“ Corona-Infektion mit Omikron BA.1 oder BA.2 schützt nicht vor einer Ansteckung mit Omikron BA.5 oder der Omikron-Variante BA.4 – oder nur bedingt. Das ist das Ergebnis einer Corona-Studie des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen in Kooperation mit Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Denn wer im Frühjahr 2022 bereits mit Omikron BA.2, deren Symptome nach der Inkubationszeit einer Erkältung ähneln, infiziert war, hat offenbar kaum nennenswerten Schutz vor einer weiteren Ansteckung mit der aktuell vorherrschenden Variante des Coronavirus.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (BA.2.75)
erstmals nachgewiesenIndien

Omikron BA.5: Wer bereits mit BA.1 oder BA.2 infiziert war, ist gegen Corona-Variante nicht besser geschützt

Folgendes haben Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen gemeinsam mit Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nachgewiesen: Die Antikörper, die durch „Alt-Infektionen“ mit den Omikron-Varianten BA.1 oder BA.2 erworben wurden, können eine neue Ansteckung mit der aktuell grassierenden Omikron-Subvariante BA.5 nur schwach oder gar nicht hemmen, berichtet kreiszeitung.de.

Bei den Varianten BA.4 und BA.5 handele es sich nämlich um sogenannte Immunflucht-Varianten, berichtet der NDR unter Berufung auf die Forschenden. Bedeutet schlichtweg, dass manche Corona-Varianten, darunter Omikron mit Subvarianten wie BA.4 und BA.5, den alten Antikörpern zumindest teilweise ausweichen können. Doch würden T-Zellen weiterhin vor schweren Verläufen schützen.

Omikron BA.5: Mutationen verändern das Spike-Protein der Corona-Variante – und machen es ansteckender

Varianten entstehen, weil bei der Replikation von Viren in Wirtszellen Fehler entstehen. Diese Fehler führen den Angaben zufolge zu Mutationen, die die Proteine des Virus verändern – und somit auch das Spike-Protein, das der zentrale Angriffspunkt für die Antikörper-Antwort ist.

So kann es sein, dass die Antikörper, die ein Mensch nach einer durchgemachten Corona-Infektion erworben hat, schlechter an das Spike-Protein andocken können. Somit könne es zu einer erneuten Infektion kommen – auch bei Menschen, die geimpft sind oder durch ihre Boosterimpfung und zurückliegende Infektionen bereits immunisiert wurden.

Omikron BA.5: Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit der Corona-Variante hin?

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist in seinen Wochenberichten immer wieder aus, dass Omikron BA.5 in Deutschland auf dem Vormarsch ist. Die Omikron-Subvariante überträgt sich enorm schnell, Boosterimpfungen schützen nicht zwingend vor der Omikron-Subvariante BA.5, die mit dem Moderna-Impfstoff bekämpft werden soll. Doch durch welche Symptome äußert sich eine Infektion mit der Corona-Variante Omikron BA.5 eigentlich?

Wer sich mit Omikron BA.5 infiziert hat, ist womöglich stärker und permanent am Husten, ähnlich wie bei einer Bronchitis. Darauf verweisen Forscher. Noch unklar ist, ob die Symptome nach einer Infektion mit Omikron BA.5 denen nach einer Infektion mit Omikron BA.1 und Omikron BA.2 ähneln könnte. Hiermit sind Schnupfen und Kopfschmerzen, in seltenen Fällen auch Fieber gemeint.

Omikron BA.5: Wie viele Tage beträgt die Inkubationszeit bei der Corona-Variante?

Wird über die Symptome nach einer Infektion mit Omikron BA.5 gesprochen, muss auch auf die Inkubationszeit eingegangen werden. Beim Coronavirus im Allgemeinen und den Omikron-Subvarianten im Speziellen muss per se von verschiedenen Inkubationszeiten ausgegangen werden. Gemutmaßt wird zumindest, dass sich die Symptome nach einer Infektion mit Omikron BA.5 erst nach einer Woche zeigen könnten.

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Übertragung bis hin zum Ausbruch der Erkrankung, soll beim Coronavirus durchschnittlich fünf bis sechs Tage betragen.  Doch schon die Inkubationszeit bei der Omikron-Variante BA.1, also die Zeit von der Übertragung bis hin zum Ausbruch der Erkrankung, wird deutlich kürzer geschätzt. Nach verschiedenen Studien ist hier die Rede von durchschnittlich drei Tagen. Und wie eingangs erwähnt, könnte die Inkubationszeit bei Omikron BA.5 nochmal anders ausfallen.

Omikron BA.5: Wie ansteckend ist die Corona-Variante?

Sowohl Omikron BA.4 als auch Omikron BA.5 sind deutlich ansteckender als bisherige Corona-Varianten, darunter auch die sehr infektiöse Omikron-Subvariante BA.2. De facto ist es Omikron BA.4 und Omikron BA.5 möglich, den Immunschutz, der beispielsweise durch eine Impfung oder eine bereits überstandene Corona-Infektion vorhanden ist, noch besser zu umgehen, als es bei Omikron BA.1 und BA.2 der Fall war.

Wie schon erwähnt, liegen bei Omikron BA.4 und Omikron BA.5 Mutationen im Spike-Protein des Virus vor, mit denen es letztendlich an menschliche Zellen andockt. Aus Kreisen der Wissenschaft wird vermutet, dass hieraus auch das größere Infektionsrisiko für den Menschen resultiert. Vorsicht ist also auf jeden Fall geboten.

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