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„Extreme Kopfschmerzen“: Frau klagt nach 4. Corona-Impfung über Symptome

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Von: Jason Blaschke

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Seit ihrer vierten Corona-Impfung klagt eine Frau über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit. Sind solche Symptome üblich? Ein Experte klärt auf.

Die Impfung wird von Experten mit als wirksamste Waffe im Kampf gegen das Coronavirus gesehen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt insgesamt drei Impfungen im Abstand zwischen drei und sechs Monaten. Eine zweite Boosterimpfung – also eine vierte Impfung wird Menschen ab 70 Jahren, Bewohnern und Mitarbeitern in Pflegeheimen und Personen mit Vorerkrankungen wie Autoimmunerkrankungen empfohlen.

RKI-Daten zeigen – knapp fünf Prozent der Bevölkerung sind vierfach geimpft

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben (Stand, 9. Mai) insgesamt 64,5 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung bekommen. Das entspricht einer Impfquote von 77,6 Prozent. Rund 63 Millionen Menschen gelten als Grund-immunisiert – 49,4 haben laut RKI zudem die erste Boosterimpfung bekommen. Die vierte Corona-Impfung haben bislang 4,3 Millionen Menschen (5,2 Prozent) in Anspruch genommen.

Empfohlen wird der zweite Booster gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens drei Monate nach der ersten Corona-Boosterimpfung – vorgesehen ist ein mRNA-Impfstoff, also Biontech oder Moderna. Mitarbeitern im Gesundheitswesen, die sich in Deutschland ebenfalls ein viertes Mal impfen lassen können, wird der zweite Impfbooster allerfrühestens sechs Monaten nach der ersten Auffrischungsimpfung empfohlen.

Frau klagt über neue Symptome nach zweiter Boosterimpfung – „Kurzatmigkeit“

In einer Fragerunde von RTL News teilte eine Zuschauerin vor mehreren Wochen mit, dass sie seit ihrer vierten Corona-Impfung an drei Symptomen leidet, die nicht mehr weggehen. Im Interview auf RTL spricht Reporterin Tamara Bilic mit Epidemiologe Professor Timo Ulrichs über das Thema. Die vierte Impfung habe die betroffene Frau vor 14 Tagen bekommen, sagte Bilic vor. Die ersten zwei Impfungen waren mit AstraZeneca, die letzten beiden mit Moderna.

„Davor hatte ich keine Nebenwirkungen“, textete die betroffene Frau an RTL. Von der vierten Impfung aber habe sie sich bis heute nicht wieder erholt. Die Symptome – an denen die betroffene Frau seither leidet – sind: extreme Kopfschmerzen, starke Müdigkeit und Kurzatmigkeit. Vom Experten will die Frau wissen, ob der Impfabstand von drei Monaten zur letzten Boosterimpfung zu knapp bemessen war. Von Ulrichs gibt es dazu eine klare Antwort.

Symptome nach 4. Corona-Impfung – Experte schließt Befürchtung der Frau aus

Am zeitlichen Abstand habe es sicher nicht gelegen, antwortet der Experte. Im Gegenteil – „man könnte die Abstände sogar noch weiter verkürzen.“ Auch ist sich der Epidemiologe im Interview mit RTL sicher, dass es keine Konsequenzen nach sich ziehen würde, wenn man sich schon einen Tag später nochmals impfen lassen würde. „Das Immunsystem würde beide Corona-Impfungen nur als einen Reiz wahrnehmen und es würde zu keinen Komplikationen kommen.“

Die Symptome der Frau nach der zweiten Boosterimpfung sollte man trotzdem gut untersuchen und dokumentieren, empfiehlt der Experte auf RTL. Und weiter: Wenn die Corona-Impfungen „dreimal gut vertragen wurden und jetzt das vierte Mal wie beschrieben auftritt, dann ist die Frage: Was könnte dahinterstecken?“ Eine Möglichkeit wäre, dass es sich hier um typische Long-Covid-Symptome in Folge einer Omikron-Infektion handelt, die möglicherweise nicht erkannt wurde.

Man könnte die Impfabstände sogar noch weiter verkürzen.

Professor Timo Ulrichs, Epidemiologe

Verschiedene Varianten, ähnliche Symptome: Fünf Anzeichen treten öfters auf

Der Krankheitsverlauf mit der Omikron-Variante ist meist mild, weshalb viele Betroffene auch wenig oder sogar gar keine typischen Corona-Symptome in der Inkubationszeit bemerken. Neuste Studien deuten an, dass die Symptome im Fall der neuen Deltakron-Variante sogar noch milder ausfallen, als unter der ursprünglichen Omikron-Variante. Experten gehen aber davon aus, dass die mit Corona einhergehenden Symptome variantenabhängig sind. Das sind in vielen Fällen:

Zudem können Husten, Gliederschmerzen und Geschmacksverlust auftreten. Manche Betroffene berichten auch über Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Auch Atemnot und eine allgemeine Schwäche können laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als seltene Symptome einer Omikron-Infektion auftreten. Nicht zuletzt deshalb raten Experten, auch leichte Anzeichen einer Infektion erst zu nehmen. 

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