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Masken-Innovation: FFP2-Maske mit CO2-Sensor – was das bringen soll

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Von: Jason Blaschke

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Eine FFP2-Maske mit CO2-Sensor ist eine neue Erfindung aus Spanien. Maskenträger werden gewarnt, wenn ein kritischer Wert in der Atemluft überschritten wird.

Egal ob am Arbeitsplatz, in Bus und Bahn oder in der Schule – die Maske ist in der Corona-Pandemie unser ständiger Begleiter. Und wahrscheinlich wird das auch noch eine ganze Weile der Fall sein. Zwar sind neue Lockerungen ab März im Gespräch, Maßnahmen wie die Maskenpflicht in gewissen Bereichen werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit vorerst noch beibehalten werden. Einige Studien hatten zuletzt immer wieder die gute Wirksamkeit von Masken in Bezug auf ‚Omikron‘ nachgewiesen.

Und auch Experten sprechen sich dafür aus, die Maskenpflicht nicht als eine der ersten Maßnahmen zu kippen. Zwar ist das Tragen einer Maske nicht angenehm, eine Studie hatte aber vor wenigen Wochen gezeigt, dass FFP2-Masken nicht die Leistungsfähigkeit beeinflussen und auch unter sportlicher Belastung keine negativen Effekte begünstigen. Und trotzdem: Gerade, wer die Maske für einen längeren Zeitraum tragen muss, kennt die Auswirkungen, welche sich mit der Zeit einstellen, bloß zu gut.

FFP2-Maske mit CO2-Sensor: Forscher erfinden eine mobile Gasanalyse

Das Atmen wird schwerer, die Konzentration lässt nach oder Schwindel und Kopfschmerzen stellen sich ein – der Grund ist, dass das Atmen unter einer Maske mit der Zeit schwerer wird, weil der Atemwiderstand größer ist. Die Folge: Das Blut mit genügend Sauerstoff zu versorgen, wird anstrengender. Auch deshalb raten Experten, immer wieder Maskenpausen einzulegen und gerade nach einem längeren Aufenthalt in Innenräumen an die frische Luft zu gehen.

Doch wann ist der Zeitpunkt für eine Maskenpause gekommen? Eine Frage, die so mancher Träger am liebsten schon beantwortet haben möchte, ehe sich Beschwerden wie Müdigkeit oder auch Kopfschmerzen einstellen. Eine völlig neue Innovation aus Spanien könnte verängstigten Personen Sicherheit zu geben. Berichten von ‚heise.de‘ zufolge haben Wissenschaftler der Universität Granda eine mobile Gasanalyse entwickelt, welche über einen Tag an eine normale FFP2-Maske angebracht wird.

FFP2-Maske mit CO2-Sensor: Farbwechsel und App warnen Träger

Der Tag mit Sensor überwacht konstant den CO₂-Gehalt in der Atemluft und schlägt Alarm, sobald ein kritischer Wert erreicht wird, der individuell festgelegt werden kann. Kernstück der Erfindung ist „eine Platine, die den CO₂-Gehalt im Innern der FFP2-Masken in Echtzeit überwacht“, sagt der Elektronikfachmann und Doktorand Pablo Escobedo Araque. Groß ist der Sensor laut ‚heiser.de‘ nicht, vielmehr habe die Platine die Form eines flexiblen Etiketts, erklären die spanischen Forscher.

Und das Beste ist: Laut der Experten lässt sich jede handelsübliche FFP2-Maske mit dieser Technik ausstatten. Sollte der CO₂-Gehalt des Maskenträgers unter einen zuvor festgelegten Grenzwert fallen, verändert der Sensor seine Farbe und der Nutzer bekommt via App eine Warnung angezeigt. Bislang wurde der Masken-Sensor aus Spanien noch nicht in formalen klinischen Studien getestet, erste Versuche hätten aber gezeigt, dass der CO₂-Sensor präzise funktioniert, erklärten die Forscher.

FFP2-Maske mit CO2-Sensor: Untersuchung zeigt – So zuverlässig ist die Maske

Die Ergebnisse, welcher der Sensor liefert, seien vergleichbar mit Werten aus früheren klinischen Studien, erklärt das Forscherteam. Schon früher wurde untersucht, wie hoch der CO₂-Gehalt unter einer Maske ist und wie er sich – abhängig von einer Tätigkeit – mit der Zeit verändert. Wenn die ausgeatmete Luft etwa fünf Prozent CO₂ enthält, entspricht das der normalen CO₂-Konzentration, die der Mensch auch ohne Maske ausatmet. Ob die Innovation für die FFP2-Maske in Zukunft zum Einsatz kommt?

Zwar kann eine FFP2-Maske mit CO₂-Sensor mehr Sicherheit geben, aber ob der flächendeckende Einsatz Sinn ergibt, ist eine ganz andere Frage. Zumal einige Experten dafür plädieren, die FFP2-Masken künftig bloß im medizinischen Bereich und nicht wie bisher flächendeckend einzusetzen. Hinzu kommt, dass die Verwendung einer FFP2-Maske zeitlich befristet ist und daher auch der Sensor nicht ewig verwendet werden kann. Wer aber Wert auf wenig Atemwiderstand legt, kann aktuell schon aktiv werden.

FFP2-Maske: Auf diese zwei Merkmale sollten Verbraucher beim Einkauf achten

Die Stiftung Warentest überprüfte 2021 20 FFP2-Masken auf deren Filterleistung und den Atemwiderstand – dabei entdeckten die Tester teils große Unterschiede. Je größer der Atemwiderstand ist, desto schwerer fällt das Atmen und der Maske und Symptome wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit stellen sich ein. Ganz besonders bedenklich sei das Thema Atemwiderstand im Fall von Kinder-Masken, urteilt die Stiftung Warentest nach einer separaten Überprüfung. (jsn)

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