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Affenpocken: Nächster Fall in Baden-Württemberg – Patient ist Reise-Rückkehrer

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Von: Daniel Hagen

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Baden-Württemberg - Von den rund 12 Affenpocken-Fällen in Deutschland leben zwei Patienten im Südwesten. Wie sich die zweite infizierte Person ansteckte:

Seit Anfang Mai sind über 300 Fälle der Affenpocken auf der ganzen Welt erfasst worden. Das Virus ist bis dahin fast nur in Zentralafrika und Westafrika in Erscheinung getreten, verbreitet sich jetzt aber auf der ganzen Welt. Die meisten Fälle gibt es bislang in Großbritannien, wo 90 Personen infiziert sind. In Spanien sind es zwar „nur“ 84, dafür gibt es aber noch 55 weitere Verdachtsfälle.

ErkrankungAffenpocken
KlassifikationViren
Übertragungenger Kontakt mit Infizierten
SymptomeFieber, Pusteln, Kopfschmerz, geschwollene Lymphknoten

Zweiter Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg

Der erste Fall in Deutschland wird am 19. Mai in München registriert. Mittlerweile soll es schon insgesamt 12 Infizierte in der Bundesrepublik geben. Hinzu kommt ein Verdachtsfall. In Freiburg wird ebenfalls ein mit Affenpocken infizierter Mann gemeldet und in ein Krankenhaus gebracht. Dieser hat zunächst Fieber, Husten und weist typische Hautveränderungen auf. Alles Symptome der Affenpocken.

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart der Deutschen Presseagentur am Freitag (27. Mai) mitteilt, gibt es nun einen zweiten Fall in Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um eine Kontaktperson des Patienten, der bereits in der Klinik liegt. Beide haben sich auf einer Reise in Spanien befunden und sind zusammen zurückgekehrt. Weitere enge Kontaktpersonen sollen aber nicht dazugekommen sein.

Zustand des Affenpocken-Infizierten aus Baden-Württemberg unbekannt

Der Zustand des zweiten Affenpocken-Infizierten in Baden-Württemberg ist derzeit noch unklar. Auch ob er sich in einer Klinik oder zu Hause befindet, ist nicht bekannt. Da die Inkubationszeit – also das Auftreten erster Symptom – bei Affenpocken bis zu 21 Tagen dauern kann, könnten noch weitere Fälle aus dem Ortenaukreis bekannt werden.

Obwohl die Zahl der Affenpocken-Infektionen auf der Welt steigt, gehen Experten nicht davon aus, dass es eine Affenpocken-Pandemie – ähnlich der Coronavirus-Pandemie – geben wird. Hierzu gehört auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der keinen „Vorabend einer neuen Pandemie“ sehe. Durch Nachverfolgung von Kontakten und Vorsicht könne man die Situation in den Griff kriegen.

Affenpocken-Infizierte müssen bald für 21 Tage in Quarantäne

Wie Merkur.de berichtet, will Lauterbach im Falle einer Affenpocken-Quarantäne „schnell und hart reagieren“. Betroffene müssen zudem damit rechnen, bis zu 21 Tage in Quarantäne zu müssen, sollte es zu einem Verdacht kommen. Diese Knallhart-Regel hat der Gesundheitsminister am Dienstag (24. Mai) angekündigt. In unserem Nachbarland Belgien gilt die Regelung bereits. (dh mit dpa)

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