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Grund für Haarausfall gefunden: Vielversprechender Ansatz für Heilung

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Von: Teresa Knoll

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Die University of California hat ihn offenbar herausgefunden: den Grund, warum es zu Haarausfall kommt. Schuld ist ein Protein – und genau das könnte die Lösung für neues Haarwachstum sein.

Viele Menschen leiden unter Haarausfall, aber bisher gab es kaum ein Mittel dagegen. Die Experten der University of California haben eine Studie veröffentlicht, in der sie offenbar den Grund für Haarausfall gefunden haben. Ein Protein ist dafür verantwortlich. Kurios: Genau dieses Protein kann vielleicht bald dafür genutzt werden, die Haare erneut wachsen zu lassen.

Gibt es bald eine Heilung für Haarausfall? Studie aus Kalifornien macht Hoffnung

Das Protein trägt den Namen TGF-beta. Das Haar ist von den Haarfollikeln umgeben, Strukturen, die das Haar in der Haut verankern. Laut der Studie, die im Magazin „Biophysical Journal“ veröffentlicht wurde, steuert TGF-beta diese Haarfollikel. Ein Überschuss des Proteins führt dabei zum Haarausfall. Eine Form von Haarausfall ist Alopezie, worunter auch Sharon Battiste leidet.

„TGF-beta hat zwei entgegengesetzte Funktionen. Es hilft Haarfollikelzellen, neues Leben zu produzieren, und später hilft es, die Apoptose, den Prozess des Zelltods, zu steuern“, erklärt Qixuan Wang, Co-Autor der Studie. Das Protein hat also eine zwiegespaltene Aufgabe: Es ist sowohl für den Ausfall als auch für die Neubildung von Haaren zuständig.

Heilung für Haarausfall: Stammzellen können neue Haarfollikel bilden

Jetzt die gute Nachricht: In jedem Haarfollikel sind Stammzellen enthalten, die sich teilen und zu verschiedenen spezialisierten Zellen werden können. „Selbst wenn ein Haarfollikel sich selbst abtötet, wird sein Stammzellenreservoir nicht abgetötet“, so Qixuan Wang. Genau darin könnte die Heilung gegen Haarausfall liegen.

Denn die Stammzellen brauchen nur das Signal zur Regeneration, um sich zu einem Haarfollikel zu entwickeln – und ein neues Haar wachsen zu lassen. Damit können Wissenschaftler zukünftig abgestorbene Haarfollikel wiederbeleben – zumindest theoretisch. Denn damit das möglich wird, muss erst der TGF-beta-Spiegel einer Person bestimmt werden. Dann könnte vielleicht bald weltweit Kahlheit bei Menschen behandelt werden.

Haarausfall: Vielversprechender Ansatz für Heilung

Aber nicht nur das: Sogar bei der Wundheilung könnte man damit eine Beschleunigung erreichen. „Unsere Arbeit könnte möglicherweise Menschen helfen, die an einer Vielzahl von Problemen leiden“, zeigt sich Qixuan Wang optimistisch. Es müssten aber noch weitere Forschungen dazu betrieben werden, bis man etwas Konkretes zu dem Heilmittel sagen könnte, so Qixuan Wang weiter.

Aber warum töten sich die Haarfollikel überhaupt selbst ab? Es gibt Hypothesen, die es mit der vererbten Eigenschaft unserer tierischen Vorfahren erklären: Diese werfen ihr Fell ab, wenn die Sommertemperaturen zu heiß werden oder wenn sie sich tarnen wollen. (resa)

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