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Nach Omikron-Infektion: Wie lang Genesene immun sind

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Von: Katja Becher

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Die Omikron-Variante sorgt nicht nur für vermehrte Impfdurchbrüche – auch Genesene können sich wieder anstecken. Aber wie lange ist man nach einer Corona-Erkrankung noch immun?

Während die Corona-Maßnahmen fallen, sorgt die hochansteckende Omikron-Variante weiter dafür, dass sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus* infizieren. Aktuelle Studien zeigen, dass sich auch Genesene nicht in Sicherheit wiegen können – denn bei Omikron kommt es immer wieder auch zu Reinfektionen. HEIDELBERG24* erklärt, welche Erkenntnisse es bisher zum Zeitraum der Immunität gibt und ab wann man sich erneut anstecken kann:

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
MutationOmikron (B.1.1.529)
erstmals nachgewiesenSüdafrika

Omikron-Infektion bei Geimpften: Warum kommt es zu immer mehr Impfdurchbrüchen?

Mit der aktuell dominanten Omikron-Variante stecken sich zunehmend auch Geimpfte an. Zwar schützt vor allem die Dreifach-Impfung weiter vor schweren und tödlichen Verläufen, aber das Risiko für einen Impfdurchbruch bleibt. Das liegt auch daran, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlässt und die zugelassenen Corona-Impfstoffe unterschiedlich gegen die verschiedenen Virus-Varianten wirken.

Bei Omikron sind die Impfdurchbrüche nach aktuellen Erkenntnissen sogar noch größer – auch, weil die Impfstoffe zur Bekämpfung der ersten Corona-Variante entwickelt wurden und sich das Virus mittlerweile weiterentwickelt hat. Das zeigt sich auch an neuen Corona-Symptomen,* die nun immer mehr auftreten. Wie quarks.de berichtet, hätten erste Daten aus England außerdem gezeigt, dass die Wirkung von mRNA-Impfstoffen spätestens drei Monate nach der Booster-Impfung auf etwa 45 bis 50 Prozent sinken würde.

Nach Omikron-Infektion: Wie lange sind Genesene gegen Corona immun?

Die Omikron-Variante verursacht bei einer Corona-Erkrankung eher milde Verläufe,* macht also nicht so krank, wie andere Varianten. Das führt nach aktuellen Erkenntnissen aber auch dazu, dass unser Immunsystem nicht so stark reagiert – und damit weniger Antikörper bildet. Laut Experten sei es deshalb möglich, sich mehrfach mit Corona anzustecken.

Doch wie lange hält die Immunität bei Genesenen an? „Es existieren keine internationalen Schwellenwerte, die definieren, ab welchem Punkt man nicht mehr immun ist“, zitiert die „Apotheken Umschau“ Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Hinweise auf den Zeitraum der Immunität können aber bisherige Studien sowie die Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) geben.

Corona-Reinfektion: Immunität nach Omikron-Erkrankung wohl deutlich kürzer

Seit Anfang Februar 2022 beträgt der Genesenenstatus, dessen Zeitraum durch das RKI anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse gesetzt wird, für vor der Erkrankung geimpfte Personen wieder sechs Monate. Bei Ungeimpften, die von einer Corona-Erkrankung genesen sind, sind es drei Monate. Unterdessen plant die Bundesregierung eine Änderung des Impfstatus ab Oktober 2022.*

Eine US-amerikanische Studie vom Herbst 2021, über die der SWR berichtet, kam zu dem Ergebnis, dass sich Corona-Genesene nach drei Monaten bis fünf Jahren wieder anstecken könnten. Dieser Zeitraum könne sich mit der ansteckenderen Omikron-Variante sogar noch deutlich verkürzen. Fest steht, dass der Antikörperspiegel im Blut mit der Zeit immer weiter nachlässt. Je länger eine Corona-Infektion also her ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, sich erneut anzustecken. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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