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BW: Neue Regel für Johnson & Johnson – Ungeimpft trotz 2. Spritze?

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Von: Josefine Lenz

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Baden-Württemberg - Wer sich mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft hat, der wird sich jetzt wohl etwas überrannt fühlen. Denn die Einmalspritze reicht künftig nicht mehr aus:

Als die Impfkampagne in Baden-Württemberg gestartet ist, hatten viele Bürger die Qual der Wahl: BioNTech, Moderna, AstraZeneca oder doch Johnson & Johnson? Jeder Coronavirus-Impfstoff hatte seine Vorteile sowie seine Nachteile. So war AstraZeneca am häufigsten verfügbar, machte aber gleichzeitig Schlagzeilen wegen gefährlicher Nebenwirkungen und einer längeren Zeitspanne bis zum Erreichen des vollständigen Impfstatutes. BioNTech und Moderna waren extrem begehrt, dadurch aber auch seltener verfügbar. Johnson & Johnson hatte wiederum den Vorteil, dass es nur eine einmalige Impfung brauchte, um als vollständig geimpft zu gelten – jedoch wurden auch hier Fälle von Hirnvenenthrombose bekannt.

Corona-Impfung mit Johnson & Johnson: Neue Regel in Baden-Württemberg

Mittlerweile sind mehrere Monate vergangen und aktuell dreht sich alles um die Booster-Impfung. Es wird empfohlen, die dritte Spritze mit einem mRNA-Impfstoff zu bekommen – also BioNTech oder Moderna. Gleichzeitig schraubt die Regierung den Zeitraum des Impfstatus weit nach unten. Neu ist beispielsweise, dass Infizierte nur noch für drei Monate als genesen gelten, das berichtet Merkur*. Bei wem die Corona-Infektion schon länger her ist, der braucht künftig einen Corona-Test oder eine Booster-Impfung. Eine weitere neue Regel nennt nun das Sozialministerium Baden-Württemberg.

Impf-Hammer in Baden-Württemberg: Neue Regel für Johnson & Johnson – Einmal-Spritze reicht nicht

Das Sozialministerium beruft sich auf die kurzfristigen Änderungen des Bundes, die in der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) angepasst wurden und ab sofort gelten. Darin ist nun regelt, dass alle Bürger, die sich mit Johnson & Johnson geimpft haben, nicht länger als geimpft gelten! „Bei Johnson & Johnson reicht eine Einzelimpfung für die Grundimmunisierung nicht mehr aus. Es braucht eine zweite Impfung, idealerweise mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer bzw. Moderna), damit der vollständige Impfschutz vorliegt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Sozialministeriums am Dienstagnachmittag (18. Januar).

Das bedeutet gleichzeitig, dass Personen, die bereits eine Johnson & Johnson-Impfung UND eine Zweitimpfung erhalten haben, nicht mehr als geboostert gelten – sondern als „normal“ geimpft. „Alle Betroffenen, die bereits eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten haben, sollten nun drei Monate später eine Auffrischungsimpfung durchführen“, weist das Ministerium hin. Bis dahin gilt für die Betroffenen: Testpflicht! Wer jetzt ins Restaurant oder andere Bereiche, in denen die 2G-Plus-Regel gilt, will, der braucht also ab sofort einen negativen Corona-Test.

Impf-Wirrwarr in Baden-Württemberg: Wer gilt als „geboostert“?

Das Sozialministerium Baden-Württemberg weist in diesem Zusammenhang noch auf freie Impftermin hin. Für alle Genesenen und Johnson & Johnson-Geimpften wird diese Nachricht aber erstmal vor den Kopf stoßen. (jol/pm) *Merkur ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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