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Corona-Verdacht: Bei diesen Symptomen sollte man zum Arzt

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Von: Jason Blaschke

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Omikron-Infektionen verlaufen in vielen Fällen mild – doch es gibt auch Corona-Symptome, die Patienten nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Immer mehr Menschen in Deutschland infizieren sich mit Corona. Stand 21. März registriert das Robert Koch-Institut (RKI) 92.314 neue Fälle – insgesamt sind laut der Behörde 18.772.331 aktive Fälle bekannt. Längst werden aber nicht mehr alle aktiven Infektionen erfasst. Die Dunkelziffer ist weitaus größer. Hinzu kommt, dass sich unter „Omikron“ auch immer häufiger Geimpfte und Genesene mit Covid-19 infizieren.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (B.1.1.529)
erstmals nachgewiesenSüdafrika

Trotz oft milderer Verläufe – auf typische Omikron-Symptome richtig reagieren

Die gute Nachricht ist, dass „Omikron“-Infektionen in vielen Fällen milder verlaufen, als mit Delta oder Alpha. Speziell, wer doppelt oder dreifach geimpft ist, muss laut Experten zumeist keinen schweren Krankheitsverlauf befürchten – zu 100 Prozent schützt die Immunisierung aber nicht. Auch deshalb sollten sowohl Geimpfte als auch Genesene auf typische Corona-Symptome achten und sich bei Bedarf testen lassen.

Wer positiv ist, muss aber nicht unbedingt zum Arzt. Mediziner appellieren auch, nicht in die Praxen zu kommen, sondern zunächst per Telefon Kontakt aufzunehmen. Die Krankmeldung kann – bei Bedarf – telefonisch ausgestellt und per Post zugeschickt werden. Wer zudem milde Corona-Symptome wie Fieber oder Schmerzen aufweist, kann auch im Falle von „Omikron“ zu rezeptfreien Medikamenten wie Ibuprofen oder Nasensprays greifen.

Corona-Symptome richtig deuten: Das sind die Anzeichen für schwere Verläufe

„Ein leichter Verlauf muss sich tatsächlich so anfühlen wie eine Erkältung“, erklärt Martin Scherer – der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) – im Gespräch mit Fokus Online. Sind die Symptome schlimmer, sollten Betroffene reagieren.

Das sind die typischen Symptome einer Corona-Infektion:

„In dem Moment, wo ich mich richtig krank fühle, erschöpft bin, hohes Fieber habe, kurzatmig bin und die Treppe nicht mehr nach oben komme, ist die Grenze des Selbstmanagements erreicht.“ Dann sei es an der Zeit, seinen Hausarzt zu kontaktieren, der über die nächsten Schritte entscheidet, sagt Scherer und ergänzt, dass dann gegebenenfalls auch eine Einweisung in ein Krankenhaus geprüft werden müsse.

Corona-Therapie mit „Paxlovid“ kommt bloß in bestimmten Fällen infrage

Rezeptpflichtige Medikamente zur gezielten ambulanten Behandlung stehen weiter nicht zur Verfügung. Zwar gibt es die Anti-Covid-Pille „Paxlovid“ von Pfizer, das Medikament ist als sogenanntes „Virostatikum“ allerdings bloß zu Beginn einer Coronavirus-Infektion wirksam, sprich: Liegen schon schwere Symptome vor, macht der Einsatz nicht mehr viel Sinn.

Mit Blick auf die potenzielle Gefahr einer schweren Infektion und die möglichen Langzeitfolgen appellieren Experten eindringlich an die Corona-Schutzimpfung. Seit einigen Wochen ist in Deutschland auch das Vakzin „Nuvaxovid“ von Novavax zugelassen, das in seiner Wirksamkeit an die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna rankommt.

Der erhoffte Impfbooster ist aber ausgeblieben – nach wie vor sind weniger als 80 Prozent der Bevölkerung grundimmunisiert. Aus RKI-Daten geht zudem hervor, dass etwa 58,2  Prozent eine Auffrischungsimpfung bekommen haben. Die empfehlen Experten rund drei Monate nach der zweiten Impfung, spätestens jedoch nach einem halben Jahr.

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