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Listeriose: Diese Symptome weisen auf Infektion hin

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Von: Josefine Lenz

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Jährlich erkranken hunderte Menschen in Deutschland an Listeriose. Für die meisten Betroffenen verläuft die Krankheit mit milden Symptomen. Sie kann aber auch lebensgedrohlich sein:

2019 erkrankten über 450 Menschen als Listeriose, 23 davon starben an der Krankheit. Doch was steckt genau hinter Erkrankung? Wie wird sie verursacht und welche Symptome treten auf? Listeriose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Für Menschen mit einem guten Immunsystem verläuft sie meist mild. Allerdings besteht für Personen, die bereits an einem geschwächten Immunsystem leiden, Lebensgefahr!

Infektionskrankheit\tListeriose
UrsacheVerunreinigte Lebensmittel
Inkubationszeit3 bis 70 Tage

Listeriose: Diese Lebensmittel können Infektion verursachen

Listeriose wird meist durch Lebensmittel ausgelöst – oftmals durch das Essen von tierischen Produkten. Aber auch Obst und Gemüse können die Krankheit verursachen. Das Bakterium Listeria monocytogenes, das überall auf der Welt vorkommt, gelangt in den Körper und löst dann die Krankheit aus. Lebensmittel, bei denen Listerien häufig auftreten, sind:

Listeriose: Meist milde Verläufe – diese Symptome deuten auf Infektion hin

Zwar ist eine Erkrankung relativ selten, dennoch kann sie lebensgefährlich enden. Jährlich erkranken in Deutschland zwischen 300 und 600 Personen an Listeriose, meistens sind mehr Männer als Frauen davon betroffen. Allerdings sind rund 10 Prozent der Erkrankten Schwangere.

Wer sich mit Listeriose infiziert, wird die ersten Symptome innerhalb der nächsten drei bis 70 Tage spüren. Bei schwangeren Frauen beträgt die Inkubationszeit 17 bis 67 Tage. Wie schon erwähnt, verläuft die Krankheit bei Menschen mit einem gesunden Immunsystem meistens milde. Die Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage wieder von alleine ab. Die Betroffenen beklagen dann folgende Symptome:

Listeriose-Erkrankung: Schwere Verläufe – diese Symptome drohen

Anders sieht es bei Personen aus, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben. Hier kann eine Blutvergiftung (Sepsis) auftreten. In rund einem Fünftel dieser Fälle verläuft Listeriose tödlich. Auch können Gehirn und Hirnhäute befallen werden. Hier können Bewusstseins- und Gleichgewichtsstörungen auftreten. 13 Prozent der Erkrankten sterben an einer Gehirnhautentzündung. Das Bakterium kann aber auch auf andere Organe überlaufen.

Wenn sich Schwangere mit Listeriose infizieren, verläuft die Krankheit meist symptomarm. Manche Betroffenen berichten von dem Gefühl eines grippalen Infekts. Allerdings: Im schlimmsten Fall gelangt das Bakterium über den Mutterkuchen an das ungeborene Kind. Es besteht dann die Gefahr für eine Früh- oder Totgeburt.

Listeriose vorbeugen – darauf sollte man achten

Listerien können sich bei Temperaturen zwischen -0,5 bis 45 Grad halten. Es ist also wichtig, dass Lebensmittel erhitzt und gekocht werden. Man sollte deshalb immer rohes Fleisch gut durchbraten, Fisch vollständig durchgaren, Gemüse waschen und verderbliche Lebensmittel schnell aufbrauchen. Auch sollten Hände und Küchenutensilien sauber sein. Listeriose wird mit Antibiotika behandelt. (jol)

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