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Corona-Symptome richtig deuten: Unterschied zwischen Long-Covid und Infektion

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Von: Jason Blaschke

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Die Symptome einer Corona-Infektion und die Anzeichen für Long Covid sind sich ähnlich. Aber es gibt ein Detail, womit sich die Diagnosen differenzieren lassen.

Trotz sinkender Fallzahlen ist das Coronavirus in Deutschland weiter ein omnipräsentes Thema. Auch, weil zunehmend die Corona-Spätfolgen die Mediziner beschäftigen. Wie viele Fälle es in Deutschland genau gibt, ist nicht bekannt. Die Informationsseite Long Covid Deutschland und die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS berichten, dass mindestens zehn Prozent aller COVID-19-Erkrankten an gesundheitlichen Beschwerden nach ihrer Genesung leiden.

Immer mehr Menschen leiden an Long Covid – auch nach milden Verläufen

Auf die Zahl Bürger in Deutschland gerechnet sind also schon mehr als 500.000 Menschen von Long Covid betroffen. Jener Begriff steht für die Spätfolgen, die nach einer SARS-CoV-2-Infektion auftreten. Die Krankheitsbilder sind vielfältig. Neuen Berichten von MDR Brisant zufolge können Organe wie Lunge, Muskeln, Gehirn, Herz oder Nieren betroffen sein. Long-Covid-Patienten würden oft an chronischer Müdigkeit oder gar Haarausfall leiden.

Treten solche Symptome nach einer Corona-Infektion auf, sprechen Mediziner von „Long Covid“ oder auch „Post Covid“. Die WHO schreibt, dass weltweit etwa fünf bis zwanzig Prozent der Covid-Patienten über anhaltende Langzeitfolgen klagen – unabhängig davon, wie stark sie erkrankt waren. Längst ist bekannt, dass die Corona-Spätfolgen auch nach milden Infektionen mit „Omikron“ auftreten können, auch wenn man die Infektion nicht mitbekommen hat.

Long Covid und akute Infektion unterscheiden – auf die Symptome kommt es an

Umso wichtiger ist es, die Symptome einer Corona-Infektion in der Inkubationszeit und die von Long Covid zu unterscheiden. Ist eine Person akut mit SARS-CoV-2 infiziert, treten laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Beschwerden wie Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Störungen des Geruchs- oder auch des Geschmackssinns auf.

Auch Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche oder auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Durchfall können laut der BZgA als Symptome einer akuten Corona-Infektion auftreten. Die Experten empfehlen, sich auch dann auf das Coronavirus testen zu lassen, wenn nur leichte Beschwerden wie Halsschmerzen oder Husten beobachtet werden.

Corona-Symptome deuten: Der Unterschied von Long Covid und Post Covid

Von „Long Covid“ sprechen die Mediziner, wenn die Symptome mindestens vier Wochen nach einer Infektion oder Erkrankung mit Covid-19 fortbestehen. Von „Post Covid“ ist die Rede, wenn die Symptome oder Gesundheitsstörungen mindestens zwölf Wochen nach der Erkrankung bestehen oder neu auftreten. Der Unterschied zu den Symptomen, die auf eine akute Infektion weisen, ist die Zeitspanne. Symptome einer akuten Infektion verschwinden meist schneller wieder.

Zur Therapie akuter Corona-Symptome empfehlen Mediziner Medikamente, die Betroffene bei Bedarf rezeptfrei in der Apotheke bekommen, sofern im Einzelfall notwendig. Schwieriger ist es, Long Covid oder Post Covid zu therapieren, denn: Es existiert noch kein gezieltes Medikament. Laut MDR machen Mediziner stattdessen von einer Vielzahl an Therapieoptionen Gebrauch, das sind: Physiotherapie, Ergotherapie oder auch Atemtherapie.

Long Covid
Physiotherapie, Ergotherapie oder auch Atemtherapie kommen in der Behandlung von Long-Covid-Patienten zum Einsatz. © Sina Schuldt/dpa

Therapie von Long- und Post-Covid: Wie Betroffene im Ernstfall reagieren sollten

Auch können gewisse Trainingsarten die Symptome von Long Covid positiv beeinflussen, wie erst kürzlich eine US-Studie ergeben hatte. Je früher „Long Covid“ oder „Post Covid“ erkannt werden, desto besser lassen sich die Beschwerden therapieren. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt Betroffenen, im Verdachtsfall zunächst eine Hausarztpraxis aufzusuchen. Weitere Informationen fasst zudem die BZgA im Ratgeber zu Long Covid zusammen.

In gewissen Fällen von Long Covid oder Post Covid kann Berichten von kreiszeitung.de zufolge auch eine Rhea helfen, die Corona-Spätfolgen zu bewältigen und die Symptome der Erkrankung zu verbessern. Grundsätzlich ist es deshalb ratsam, bei Beschwerden, die über mehrere Wochen anhalten, einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn es kein Corona ist, kann eine Erkrankung vorliegen, etwa Virusinfektionen übertragen von der Tigermücke in Baden-Württemberg.

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