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Neue Omikron-Impfstoffe: Diese Symptome drohen nach der Impfung

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Von: Jason Blaschke

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Bald sollen die auf Omikron angepassten Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna verimpft werden. Auch nach dem Booster sind Impfreaktionen möglich.

Das Coronavirus in Deutschland ist nach wie vor ein präsentes Thema. Zum einen, weil die Sorge vor gefährlichen Virusmutationen wie Omikron-BA.2.75 groß ist, zum anderen, weil Experten von einer großen Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen in Deutschland ausgehen. Um im Herbst für eine mögliche neue Welle gewappnet zu sein, setzt die Politik auf eine Reihe von Maßnahmen – etwa eine FFP2-Maskenpflicht in gewissen Bereichen.

Lauterbach kündigt Auslieferdatum für Omikron-Impfstoffe an – wenige Wochen

Neben Masken-, Testpflicht und Co. setzt man in der Politik primär aber auch auf die Corona-Impfstoffe oder besser, ihre Upgrades. Gleich mehrere Impfstoff-Produzenten haben ihre Corona-Vakzine angepasst, Biontech und Moderna stehen mit ihren Impfstoffen kurz vor der Zulassung. „Die neuen Impfstoffe kommen, Auslieferung wahrscheinlich 5. September“, textet Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf Twitter.

Lauterbach geht davon aus, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) bald auch eine Empfehlung zum Einsatz der neuen Vakzine verabschieden wird. Für wen die Omikron-Impfstoffe ab Herbst infrage kommen, ist (Stand 30. August) noch nicht abschließend in Deutschland geklärt. Fest steht nur, dass es wie nach jeder Impfung zu Impfreaktionen in Form verschiedener Symptome kommen kann, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

Nach einer Impfung mit Omikron-Vakzin – ein Symptom tritt besonders oft auf

Experten gehen Berichten der Berliner Morgenpost zufolge davon aus, dass sich die verschiedenen Symptome infolge einer Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung nicht groß voneinander unterscheiden. Im Gegenteil, es wurde beobachtet, dass Patienten nach einer Boosterimpfung oft sogar mildere Impfreaktionen entwickelt haben, als nach der Grundimmunisierung. Studien zu typischen Covid-Symptomen nach der Boosterimpfung liegen der amerikanische Arzneimittelbehörde FDA vor.

Sowohl Biontech/Pfizer als auch Moderna haben in Studien untersucht, welche Symptome auftreten und wie oft. Das Ergebnis ist, dass sich die Impfreaktionen beider Corona-Impfstoffe gar nicht zu sehr voneinander unterscheiden – die am meisten beobachtete Impfreaktion nach einer Boosterimpfung mit Biontech oder Moderna waren Schmerzen an der Einstichstelle. Für das Biontech-Vakzin wurden zudem folgende weitere Symptome beobachtet:

Studie von Moderna: 10 Symptome, die nach Omikron-Impfung auftreten können

Die Symptom-Studie von Biontech umfasste Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 55 Jahren. Die Prozentzahl in den Klammern gibt an, wie oft das jeweilige Symptom nach der Boosterimpfung beobachtet wurde. Für Schmerzen an der Einstichstelle wird die Zahl übrigens mit 83 Prozent bei Biontech und 86 Prozent bei Moderna angegeben. Schwere Impfreaktionen wurden bei beiden selten festgestellt. Die Symptom-Liste für Moderna:

Zuvor hatte die Berliner Morgenpost über die Symptom-Studien von Biontech und Moderna nach einer Boosterimpfung berichtet. Für beide Studien gilt, dass die genannten Symptome auftreten können, aber es nicht müssen. Das heißt, wer seine letzten Corona-Impfungen gut vertragen hat, muss sich mit Blick auf eine mögliche Immunisierung mit einem der neuen Omikron-Vakzine keine allzu großen Sorgen machen.

Wirkprinzip der mRNA-Impfstoffe

Die menschlichen Körperzellen werden mithilfe von Erbgut-Schnipseln angeregt, selbst das Spike-Protein von Covid-19 zu produzieren und so wird dann eine Immunantwort ausgelöst. Beide mRNA-Impfstoffe enthalten sozusagen einen Bauplan des Coronavirus, der vom Körper ausgelesen wird. Die Immunantwort im Körper wird vom Spike-Protein ausgelöst, das der Körper jedoch selbst produziert.

Corona-Impfstoffe an Omikron angepasst: Das Wirkprinzip mit mRNA ist das gleiche

Zwar wurden beide Impfstoffe im Hinblick auf die neuen Virusmutationen angepasst, an der Wirkungsweise hat sich jedoch nichts verändert. Sowohl Biontech als auch Moderna sind nach wie vor mRNA-Vakzine (siehe Infobox). Die beiden Biontechunternehmen sind allerdings nicht die einzigen, die an auf Omikron angepassten Corona-Impfstoffen forschen. Auch Novavax, der Produzent des gleichnamigen Vakzins, arbeitet an einem Impfstoff-Update. (jsn)

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