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Omikron: Neues Symptom entdeckt – es tritt oft bei Kindern auf

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Von: Daniel Hagen

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In einer Studie in den USA wurde ein neues Corona-Symptom entdeckt, das sich auf die Omikron-Variante zurückführen lässt. Davon betroffen sind vor allem Kinder.

Lange Zeit haben Kinder, die sich mit dem Coronavirus* infiziert haben, kaum Symptome und eher milde Verläufe gezeigt – natürlich mit Ausnahmen. Doch wenn es um schwere Verläufe auf Intensivstationen oder Long-Covid geht, waren bisher meist ältere Menschen betroffen. Mit dem Aufkommen der Omikron-Variante könnte sich das aber geändert haben.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (B.1.1.529)
erstmals nachgewiesen\tSüdafrika

Omikron: Studie zeigt neues Symptom – besonders oft bei Kindern

Wie HEIDELBERG24* informiert, bringt eine neue Studie aus den USA schlechte Neuigkeiten zu uns. Dabei geht es um ein neues Symptom, das bei Kindern mit Covid-19 gefunden worden sein soll. Diese Symptome treten übrigens meist bei einer Omikron-Infektion auf*.

Eine Laryngotracheitis – auch als Pseudokrupp bezeichnet – ist eine Entzündung des Kehlkopfes und der Schleimhaut der Luftröhre. Diese virale Atemwegsinfektion tritt meist bei Säuglingen und Kleinkindern auf, da deren Atemwege enger sind als bei Erwachsenen. Betroffene haben einen „bellenden“ Husten und machen pfeifende und zischende Geräusche beim Atmen – genannt Stridor.

Omikron-Studie zu Symptomen – so wurde sie durchgeführt

Eine Studie aus den dem US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts zeigt nun, dass Fälle von Pseudokrupp mit der Omikron-Variante zusammenhängen könnten. Grundlage für diese These ist eine Beobachtung in einem Kinderkrankenhaus in Boston. Wie lange die Inkubationszeit bei Omikron-Fällen ist, erklärt wa.de*.

Dort haben Mediziner Fälle untersucht, in denen Kinder zwischen März 2020 und Januar 2022 sowohl wegen Covid-19 als auch wegen einer Laryngotracheitis behandelt worden sind. Dabei ist festgestellt worden, dass mit Auftreten der Omikron-Variante im Dezember 2021 eine Häufung der Fälle aufgetreten ist.

Das Ergebnis der Omikron-Studie

So haben von insgesamt 75 im kompletten Zeitraum untersuchten Kindern 61 seit Ausbruch der Omikron-Welle eine Pseudokrupp entwickelt. Das sind 81 Prozent. „Zusammengenommen liefern unsere vorläufigen Ergebnisse überzeugende Beweise für die Hypothese, dass die Omicron-Variante Laryngotracheobronchitis verursacht“, heißt es in der amerikanischen Studie.

Die Mediziner sind sich aber auch bewusst, dass ihr Studie „mögliche Einschränkungen“ aufweist, da sie nur an einem einzigen Krankenhaus mit einer kleinen Gruppe durchgeführt worden ist. „Weitere Forschungen sind notwendig, um die zugrunde liegenden Mechanismen der COVID-19-assoziierten Krupp zu charakterisieren“, heißt es in der Studie.

Mögliches Symptom bei Kindern: Pseudokrupp bei Omikron nicht unterschätzen

Lebensgefahr bestehe durch den Pseudokrupp für die Kinder aber nicht. Denn auch, wenn die Atemwege verengt sind, droht in der Regel kein Ersticken. Die Symptome können zudem schnell gelindert werden, wenn Kortikosteroide inhaliert werden. In schweren Fällen kann zudem eine Inhalation mit Adrenalin (Epinephrin) verwendet werden. Diese Medikamente sollte man bei Omikron übrigens zu Hause haben*.

Auf die leichte Schulter nehmen sollte man den Pseudokrupp aber dennoch nicht. So müssen in dem Bostoner Krankenhaus vier der Kinder auf der Intensivstation behandelt und eines sogar über eine Maske beatmet werden. Eine invasive Beatmung ist allerdings nicht nötig gewesen. Zudem haben alle Kinder die Erkrankung überlebt. Auch andere Corona-Symptome sollte man nicht unterschätzen*. (dh) *HEIDELBERG24 und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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