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Deltakron: Diese Symptome deuten auf die neue Corona-Variante hin

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Von: Jason Blaschke

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Seit Anfang März tritt vermehrt die neue Corona-Mutante „Deltakron“ auf – ein Hybrid aus Delta und Omikron. Aus der Forschung gibt es neue Erkenntnisse.

Seit wenigen Wochen nimmt die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Deutschland wieder zu. Stand 15. März registriert das für die Erfassung der Fallzahlen zuständige Robert Koch-Institut (RKI) 17.432.617 Infektionen – das sind 198.888 mehr, als am Montag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 1.585,4 weiter über der 1.500er-Marke, nach wie vor dominiert die Omikron-Mutation von SARS-CoV-2.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
Neue MutationDeltakron
Erstmals nachgewiesenGroßbritannien

„Deltakron“ in Deutschland nachgewiesen: Corona-Hybrid schlimmer als Omikron?

Die Frage ist bloß: Wie lange noch? Unlängst wurde auch in Deutschland die „Deltakron“-Variante nachgewiesen. Genauer gesagt in NRW, wo ein Mann laut RKI positiv auf die Hybridform aus Omikron und Delta getestet wurde. Wie der Name schon verrät, geht es also nicht um eine völlig neue Variante, sondern vielmehr um eine „Mischmutation“.

Delta war lange die vorherrschende Variante in Deutschland und verursachte speziell in Risikogruppen öfters schwere Verläufe, was die Kliniken massiv belastet hatte. Die zunächst in Südafrika aufgetretene Omikron-Mutation von löste später die Delta-Variante ab und dominiert aktuell in Deutschland das Infektionsgeschehen. Im Unterschied zu Delta ist Omikron deutlich ansteckender, was sich auch in den derzeitigen Corona-Fallzahlen widerspiegelt.

Know-How zu „Deltakron“

Die neue Corona-Variante ist eine Kombination aus „Delta AY.4“ und „Omikron BA.1“ und wurde erstmals in Großbritannien nachgewiesen. Dass sich ein Virus „Rekombinanten“ baut und sich damit weiterentwickeln, ist nichts Ungewöhnliches. Die können entstehen, wenn sich eine Person mit zwei unterschiedlichen Virusvarianten gleichzeitig infiziert – im jetzigen Fall also mit Omikron und Delta. Solche „Rekombinanten“ hatten Experten erwartet.

Experte mit neuen Erkenntnisse zu „Deltakron“ – „bisher nur Sequenzen“

Die Sorge mancher Experten ist, dass eine Mischform die ungünstigen Eigenschaften von Omikron und Delta vereinen könnte – heißt: Ansteckend wie Omikron und gefährlicher im Verlauf wie Delta. „Das Virus könnte sich so schnell verbreiten wie Omikron und so krank machen wie Delta“, sagt Luca Cicin-Sain, der am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung die Abteilung virale Immunologie leitet, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Er selbst ist wegen der „Deltakron“-Variante aber nicht in größter Sorge, denn: Bisher wurden bloß Sequenzen von einem „Virusisolat“ entdeckt, die schon im Januar kursierten. HEIDELBERG24 hatte über die Entdeckung der Corona-Variante B.1.640.2 berichtet.

„Deltakron“: Wie schnell breitet sich die Corona-Variante in Deutschland aus?

„Wäre das eine Variante, die sich wirklich schneller ausbreitet und sehr krank macht, gäbe es mittlerweile schon viel mehr Proben“, meint Cicin-Sain im RND-Gespräch und ergänzt, dass er deshalb nicht alarmiert sei. Zum Hintergrund: Schnell- oder auch PCR-Tests können lediglich eine Infektion mit Covid-19 nachweisen, sie sagen aber nichts über die Variante aus. Um festzustellen, mit welcher Virusvariante eine Person infiziert ist, muss der PCR-Test im Labor sequenziert werden.

In Deutschland werden nicht alle positiven Proben sequenziert. Das RKI teilt mit, dass die zu sequenzierenden PCR-Tests „zufällig“ ausgewählt werden oder der Verdacht auf eine neue Variante besteht. Im Übrigen geht Cicin-Sain davon aus, dass in Zukunft neue Coronavirus-Varianten keine allzu großen Probleme mehr machen werden: „Die Corona-Boosterimpfung bewahrt die allermeisten Menschen vor einem schweren Covid-19-Verlauf, Tod und Long Covid.“

Infektion mit „Deltakron“-Variante – welche Corona-Symptome typisch sind

Ob man mit „Deltakron“ infiziert ist, lässt sich also gar nicht einmal so leicht feststellen. Erst recht nicht, wenn man als Geboosterter oder Genesener keinen allzu schweren Verlauf entwickelt und die Probe nicht gerade zufällig sequenziert wird.

Stand heute gehen Experten davon aus, dass die Symptome einer „Deltakron“-Infektion mit denen von Omikron oder auch Delta vergleichbar sind. Aus England stammende Daten zeigen, dass die folgenden fünf Omikron-Symptome die häufigsten sind:

Vor kurzem hat die britische Gesundheitsbehörde NHS auch eine Liste mit neun neuen Corona-Symptomen veröffentlicht.

Ende vieler Corona-Auflagen ab 20. März – Experten sind alarmiert

Neuste Forschungen zeigen zudem, dass auch bestimmte Anzeichen auf der Haut auf Omikron-Infektion deuten können. In vielen Fällen weisen Infizierte – gerade wenn sie dreifach geimpft sind – auch gar keine Symptome auf. Ab 20. März sollen viele Corona-Auflagen wegfallen – in einigen Bereichen auch die Maskenpflicht. In Augen vieler Experten ist das ein Fehler, der fatale Folgen haben könnte.

Zuletzt hatten die Corona-Fallzahlen in Deutschland wieder angezogen – und das, obwohl sich die Lockerungen noch in Grenzen gehalten hatten. Simple Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Abstands- und Hygieneauflagen sollten aus Sicht von Experten deshalb nicht übereilt abgeschafft werden. Auch lässt sich Berichten von 24hamburg.de* zufolge noch nicht endgültig sagen, wie gefährlich die neue „Deltakron“-Variante wirklich ist. *HEIDELBERG24 und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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