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Omikron: Während und nach Infektion – so lange ist man ansteckend

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Von: Teresa Knoll

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Omikron ist derzeit die vorherrschende Coronavirus-Variante weltweit. Neben der Resistenz gegen Impfstoffe ist auch die erhöhte Ansteckungsgefahr ein Problem.

Bereits zwei Tage nach seiner Entdeckung stufte die WHO die Coronavirus-Variante Omikron als sogenanntes „Virus of concern“, also „besorgniserregendes Virus“ ein. Weltweit ist es inzwischen die vorherrschende Variante, mit der Menschen sich infizieren. Omikron ist deswegen besonders gefährlich, weil trotz vollständiger Impfung das Risiko hoch ist, sich damit anzustecken. Darüber berichtet HEIDELBERG24.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron XE

Höhere Ansteckungsgefahr mit Omikron schon vor Krankheitsbeginn

Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in dem Zeitraum, kurz bevor oder nachdem die Krankheitszeichen auftreten. Auch wichtig: Menschen können zwar infiziert sein, es kann aber sein, dass sie gar nicht erkranken. Übertragen können sie das Virus trotzdem. Einzelne Fälle zeigen, dass man bereits einen Tag nach der eigenen Infektion andere anstecken kann, möglicherweise sogar bereits am selben Tag.

Wie lange es dauert, bis Krankheitssymptome auftreten, ist von Person zu Person stark unterschiedlich. Das Tückische: Kurz bevor ein Infizierter Omikron-Symptome zeigt, ist er bereits hoch ansteckend. Die meisten Menschen stecken sich deshalb innerhalb von ein bis zwei Tagen bei Kontaktpersonen an, die das Virus zwar in sich tragen, aber noch keine Anzeichen zeigen. 

Omikron-Ansteckungsgefahr: Ansteckung noch Tage nach Ausbruch der Krankheit

Die Inkubationszeit deckt sich dabei nicht mit der Zeit, in der man ansteckend ist. Als Inkubationszeit bezeichnet man die Zeitspanne zwischen der Infektion und dem Ausbrechen der Krankheit. Sie beträgt normalerweise vier bis sechs Tage. Allerdings gibt es Hinweise, dass diese Zeit bei einer Ansteckung mit Omikron kürzer ausfällt.

Die Ansteckung kann auch weit danach noch erfolgen. Etwa zehn Tage nachdem sich Symptome gezeigt haben, geht die Ansteckungsgefahr deutlich zurück. Diese Zahl gilt allerdings nur, wenn die Krankheit mild bis moderat verlaufen ist. Bei schwerem Krankheitsverlauf oder wenn bei einem Infizierten eine Immunkrankheit vorliegt, kann die Ansteckungsgefahr auch noch erheblich länger sein. 

Impfung als Schutz vor Ansteckung mit Omikron

Die Corona-Impfung gewährt gegen die Omikron-Variante weniger Schutz und auch die Übertragung kann dadurch nicht ganz eingedämmt werden. Ein Lichtblick: Wer dreimal statt zweimal geimpft ist oder genesen ist und sich dann impfen lässt, hat vermutlich einen deutlich erhöhten Schutz gegen Omikron. Wie lange dieser Effekt nach der Impfung anhält, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Laut dem Robert-Koch-Institut kann man sich nach einer Erkrankung mit Omikron deutlich schneller wieder anstecken als bei der Deltavariante. Auch deshalb betonte Infektiologe Christoph Spinner im BR-Podcast, dass Menschen sich nach einer Infektion „nicht nur auf den alleinigen Genesenen-Status verlassen sollten“. In jedem Fall sollte man sich zweimal impfen lassen, damit ein Immunstatus besteht. Nach einer Infektion drohen außerdem Spätfolgen, wie Experten herausfanden. (resa)

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