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Positiver Corona-Test im Urlaub: So reagieren Infizierte richtig

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Von: Jason Blaschke

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Wer im Urlaub an Corona erkrankt oder typische Symptome entwickelt, muss einiges beachten, denn: Zum Teil unterscheiden sich die Auflagen sehr voneinander.

Auch in Baden-Württemberg rücken die Sommerferien 2022 immer näher und damit die Frage, ob und wohin man in Urlaub fahren oder fliegen möchte. Gerade Flugreisen erfreuen sich nach mehr als zwei Jahren Coronavirus großer Beliebtheit. Und auch, wenn in vielen Ländern die meisten Beschränkungen aufgehoben wurden, kann einem das Coronavirus doch noch den Urlaub vermiesen – denn in vielen Regionen klettern die Fallzahlen aktuell wieder nach oben.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (B.1.1.529)
erstmals nachgewiesenSüdafrika

Gefahr einer Corona-Infektion im Sommerurlaub – Zahlen steigen an

Hinzu kommen lange Warteschlange an Flughäfen, wo infolge der Coronavirus-Pandemie viel Personal fehlt – auch am Stuttgarter Flughafen klagten Urlauber über ein Flughafen-Chaos, das auch in der baden-württembergischen Landeshauptstadt starke Nerven erforderte. Als Urlauber kann man nur hoffen, dass sich die Situation bis zum Start der Sommerferien entspannt. Und dass man sich nicht kurz vor der Abreise doch noch mit Covid-19 infiziert.

Auch in Deutschland war die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt wieder stärker angestiegen. Wer eine Covid-19-Infektion noch vor der Urlaubsreise feststellt, kann daheim bleiben und bei vielen Anbietern seinen Urlaub umbuchen oder kostenfrei stornieren. Was aber tun, wenn man plötzlich im Urlaubsland an SARS-CoV-2 erkrankt oder ganz typische Symptome der Corona-Erkrankung wie Husten, Fieber oder Halsschmerzen bemerkt?

Die ADAC-Übersicht zeigt verschiedene Medikamente, die in eine Reiseapotheke gehören.
Gerade in Zeiten steigender Corona-Zahlen ist eine gut bestückte Reiseapotheke wichtig – wichtige Medikamente sollten nicht fehlen. © ADAC

Positiver Corona-Test im Ausland – die ersten Schritte für Betroffene

In solchen Fällen ist es ratsam, erst einmal einen kühlen Kopf zu bewahren und sich über die vor Ort geltenden Corona-Auflagen im Urlaubsland schlau zu machen. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, einen Schnell- oder Selbsttest mit einem PCR-Test bestätigen zu lassen. Wo genau sich eine Teststelle befindet, erfahren Urlauber im Hotel oder auch im Tourismusbüro. In größeren Ferienanlagen werden PCR-Tests auch oft direkt vor Ort angeboten.

Fällt der Test positiv aus, sollte man sich als Infizierter an den vor Ort geltenden Covid-Auflagen orientieren, die der ADAC für viele Länder in Europa zusammenfasst. Denn wer die Regeln missachtet, muss vielerorts mit Bußgeldern rechnen. Wer schwere Corona-Symptome entwickelt, sollte – wie in Deutschland auch – einen Arzt aufsuchen. Wer bloß einen leichten Verlauf entwickelt, kann sich mit Medikamenten aus der Reiseapotheke behelfen, über die BW24 berichtet.

Corona-Quarantäne und Mehrkosten: Worauf Urlauber gefasst sein müssen

Ob und wie lange man sich in Quarantäne begeben muss, ist von Land und Land unterschiedlich geregelt, eine pauschale Antwort gibt es somit nicht. In Österreich etwa müssen Infizierte Berichten von Öko-Test zufolge für fünf Tage in Quarantäne, die aber erst dann endet, wenn der Infizierte keine Symptome mehr hat. Wieder andere Länder wie Spanien oder die Schweiz verzichten ganz auf eine Quarantäne – hier ist Corona Krankheiten wie der Grippe gleichgesetzt.

Vom Land hängt auch ab, ob man als Infizierter nach Hause fahren kann. Wer mit seinem eigenen Pkw angereist ist, hat in der Regel gute Chancen, das Urlaubsgebiet verlassen zu können. Wer stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist, muss sich im Urlaubsgebiet in Selbstisolation begeben, sofern vorgeschrieben. Zusätzliche Kosten für Hotelübernachtungen oder Storno bei der Fluggesellschaft müssen selbst getragen werden.

Corona-Reise-Versicherung im Urlaub: Experten geben wichtigen Hinweis

Gerade für solche Fälle gibt es mittlerweile spezielle Covid-Versicherungen, die zusätzlich zur normalen Auslandskranken- oder der Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden kann. So eine Corona-Versicherung kommt dann auch für Kosten auf, die etwa wegen der Quarantäne entstehen. Doch auch hier raten Experten, auf das Kleingedruckte zu achten. Zu klären ist zum Beispiel, ob auch die Kosten für Mitreisende übernommen werden, die Corona-negativ sind.

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