Verbraucherzentrale warnt Kunden

Corona-Mogelpackung: Bei diesem Produkt wird besonders dreist getrickst 

Mogelpackungen werden von Supermärkten wie Kaufland, Aldi und Co. gerne genutzt, um Preis-Erhöhungen zu verstecken. Bei diesen Produkten zahlen Kunden aktuell besonders viel drauf:

Das Coronavirus* hat Deutschland weiter fest im Griff. Auch im Supermarkt gelten für Kunden ganz neue Regeln, wie verschärfte Maskenpflicht oder Abstandsgebot. Dass man beim Einkaufen aber dringend noch auf etwas anderes achten sollte, zeigt die Liste der Mogelpackungen, die die Verbraucherzentrale Hamburg aufgedeckt hat. Diese zeigt, dass trotz der Corona-Pandemie bei Kaufland*, Aldi* und Co. ordentlich in die Trick-Kiste gegriffen wird. Dabei werden Preis-Erhöhungen bei Produkten nicht gleich deutlich – und Kunden können leicht in die Falle tappen. Wie HEIDELBERG24* berichtet, zählen zu den Mogelpackungen immer mehr auch die typischen Hamsterkauf-Produkte während der Corona-Pandemie.

Mogelpackung: Gleicher Preis, weniger Inhalt – der Supermarkt-Trick von Aldi, Kaufland und Co.

Das Prinzip von Mogelpackungen: Der Preis eines Produktes bleibt der gleiche – bei weniger Inhalt. Hersteller und Marken erklären diese versteckten Preis-Erhöhungen meistens mit neuen Verpackungen oder Rezepturen. Dies ist seit Jahren eine gängige Masche, über die die Verbraucherzentrale Hamburg die Supermarkt-Kunden intensiv aufklären möchte. Neben einer aktuellen Liste der Mogelpackungen küren die Verbraucher-Experten jährlich auch die „Mogelpackung des Jahres“, bei der 2020 ein besonders beliebtes Produkt als trauriger Sieger hervorging.*

Auf der Liste der Mogelpackungen finden sich während der Corona-Pandemie zunehmend auch besonders beliebte Hamster-Produkte, wie Klopapier oder Putzmittel. Darunter befinden sich auch beliebte Marken, die normalerweise besonderes Vertrauen bei den Supermarkt-Kunden genießen. Doch nicht nur die Hersteller tricksen gerne, um Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen – auch Supermärkte wie Kaufland oder Aldi benutzen gerne Tricks, um unser Einkaufsverhalten gezielt zu manipulieren.*

Corona-Mogelpackung: Hier greifen Kunden in der Pandemie besonders tief in die Tasche

Zu den größten Mogelpackungen des Monats März gehört beispielsweise das Pril Spülmittel der Maske Henkel. Laut Verbraucherzentrale Hamburg ist der Inhalt dieses Artikels von 500 ml auf 450 geschrumpft – bei gleichbleibendem Preis. Das entspricht einer versteckten Preiserhöhung von rund 11 Prozent. Bei einem anderen beliebten Putzmittel greifen die Kunden unbewusst noch tiefer in die Tasche: Das „Power WC-Kraftgel“ von Bref enthält nun rund 250 ml weniger Inhalt – der Preis liegt jedoch weiterhin bei rund 2 Euro. Die heimliche Preiserhöhung macht laut Verbraucherzentrale rund 33 Prozent aus!

Auch bei dem absoluten „Verkaufsschlager“ während der Corona-Pandemie gibt es versteckte Preiserhöhungen. Die dreisteste Mogelpackung beim Toilettenpapier sind laut Verbraucherzentrale die feuchten Toilettentücher von „Happy End“, die es bei Penny zu kaufen gibt. Hier hat der Hersteller ordentlich am Inhalt gespart. 10 Tücher weniger finden Kunden nun in der Verpackung, der Preis bleibt jedoch gleich. Das entspricht einer versteckten Preis-Erhöhung von 20 Prozent – die Verbraucher auf den ersten Blick noch nicht einmal bemerken.

Corona-Mogelpackung: Bei DIESEM Produkt wird besonders dreist getrickst

Wie dreist Kunden auch während der Corona-Pandemie abgezockt werden, zeigt der Sieger in der Abstimmung zur „Mogelpackung des Jahres 2020“. Hier gewann das beliebte Fruchtmüsli von Seitenbacher – wegen einer extremen Preiserhöhung, die für Kunden so jedoch gar nicht ersichtlich war. Laut Verbraucherzentrale Hamburg wurde das Müsli plötzlich rund 75 Prozent teurer – doch statt eines Kilos steckte nur noch 750 Gramm in der Verpackung. Seitenbacher hatte offenbar die Einführung der neuen Sorte genutzt, um den Preis ordentlich anzuheben. Doch laut Verbraucherzentrale unterscheidet sich das neue Produkt lediglich am Etikett von dem bereits bekannten Müsli. Diesen Trick fanden die Kunden besonders dreist – und wählten das Müsli prompt zur größten Mogelpackung des Jahres. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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