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Tanzverbot an Karfreitag: Der „stille Feiertag“ an Ostern – das steckt dahinter

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Von: Daniel Hagen

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Ostern ist das höchste Fest im Christentum. Vor allem der Karfreitag ist ein Tag der Andacht und absolut heilig. Weshalb an diesem Tag ein Tanzverbot herrscht:

Das Osterfest 2022 ist da und damit auch wieder die Feiertage. Zeit, um die Akkus aufzuladen und Zeit mit der Familie zu verbringen, lecker zu essen und Ostereier für die Kinder zu verstecken. Anders als am Ostersonntag – an dem die Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus feiern – ist der Karfreitag eher ein Tag der stillen Andacht.

FeiertagDatum
Gründonnerstag14. April
Karfreitag15. April
Karsamstag16. April
Ostersonntag17. April
Ostermontag18. April

Tanzverbot am Karfreitag: Das steckt hinter der Regel

Aus diesem Grund gilt in einigen Bundesländern sogar ein Tanzverbot am Karfreitag, das – wie der Name schon sagt – tanzen und laute Musik verbietet. Doch auch andere öffentliche Veranstaltungen sind davon betroffen. Dazu können zum Beispiel Sportveranstaltungen zählen. Im Grunde soll an diesem „stillen Feiertag“ alles verhindert werden, was das religiöse oder sittliche Empfinden stören könnte.

Neben einem Tanzverbot dürfen daher am Karfreitag auch Filme wie „Das Leben des Brian“, „Ghostbusters“, „A Nightmare on Elm Street“ und sogar „Heidi in den Bergen“ nicht öffentlich gezeigt werden. Insgesamt stehen fast 700 Filme auf der Verbots-Liste. Ostern ist übrigens der höchste Feiertag des Christentums, da Jesus Christus am Karfreitag stirbt und drei Tage später wieder aufersteht.

So wird das Tanzverbot in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz umgesetzt

In Baden-Württemberg gilt das Tanzverbot bereits am Donnerstagabend (14. April) ab 18 Uhr und endet erst am Karsamstag (16. April) um 20 Uhr. Der Karfreitag – an dem Christus gekreuzigt wurde – ist komplett tabu für laute Musik und Tanz. Hier regelt das Feiertagsgesetz die Verbote.

Rheinland-Pfalz nimmt die Sache sogar noch ernster. Dort beginnt das Tanzverbot bereits am Donnerstag um 4 Uhr morgens und endet am Ostersonntag (17. April) um 16 Uhr. Der Karfreitag und Karsamstag fallen komplett unter das Verbot.

Diese Strafen drohen durch Tanzverbot am Karfreitag

Doch was passiert eigentlich, wenn man sich nicht an das Tanzverbot hält? Eine vorsätzliche oder fahrlässige Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann bis zu 1.500 Euro teuer werden. Es werden aber eher Ladenbesitzer oder Veranstalter damit bestraft, als einzelne Leute, die dort tanzen und Musik hören.

Karfreitag ist übrigens nicht der einzige „stille Feiertag“ in Baden-Württemberg. Auch an Allerheiligen, dem Volkstrauertag, dem Buß - und Bettag sowie am Totensonntag gelten die Regeln für mehrere Stunden. In Rheinland-Pfalz sind neben Ostern auch Allerheiligen, der Volkstrauertag, Totensonntag sowie an Heiligabend und dem 1. Weihnachtsfeiertag für mehrere Stunden laute Musik und Tanz verboten. (dh)

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