Eigener Cloud-Service

Kaufland-Mutter plant Angriff auf Amazon und Microsoft!

Eine Wolke symbolisiert die virtuelle Cloud.
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Die Schwarz-Gruppe will einen eigenen Cloud-Dienst anbieten.

Die Corona-Krise treibt die Digitalisierung voran. Vor allem mittelständische Unternehmen stehen unter Digitalisierungsdruck. Die Schwarz-Gruppe will Cloud-Lösungen anbieten:

  • Die Corona-Krise setzt viele deutsche Unternehmen unter Digitalisierungsdruck.
  • Bislang dominieren Amazon und Microsoft den Markt um Cloud-Services.
  • Lidl- und Kaufland*-Mutter Schwarz-Gruppe will den Marktführern Konkurrenz machen.

Deutsche Unternehmen stehen unter erheblichem Digitalisierungsdruck. Die Corona-Krise hat diese Last in den vergangenen Monaten noch weiter verschärft. Ein Umzug der unternehmenseigenen IT in die Cloud ist inzwischen für viele nicht nur mittelständische Unternehmen ein unabwendbares Muss.

Laut Handelsblatt zeigt eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg* (LBBW), dass Unternehmen aller Größen in Zukunft viel mehr in Cloud- und Portallösungen investieren und Geschäftsmodelle digitalisieren wollen. Derzeit ist der Cloud-Markt aber bei den Tech-Giganten Amazon, Google und Microsoft fest in US-amerikanischer Hand. Das führt bei vielen Mittelständlern zu Sicherheits-Bedenken. Amazon bietet mit AWS beispielsweise seit 2006 einen Cloud-Service an, die IT-Lösungen gegen Bezahlung ausschließlich über das Internet bereitstellt. AWS zählt den führenden internationalen Anbietern im Cloud Computing und gilt als wichtige Einnahmequelle für Amazon.

Kaufland-Mutter Schwarz-Gruppe bietet eigene Cloud-Lösung an

Wie HEIDELBERG24* berichtet, will die Schwarz-Gruppe (Kaufland, Lidl), der größte deutsche Handelskonzern mit Sitz in Neckarsulm, den amerikanischen Tech-Giganten in Sachen Cloud Konkurrenz machen. Die Konzern-eigene IT hat sich von den US-Anbietern gelöst und eine eigene Infrastruktur geschaffen. Mit „Stackit“ hat die Schwarz-Gruppe eine eigene Cloud-Plattform geschaffen. Diese soll der Gruppe helfen, für Herausforderungen und Geschäftsmodelle der Zukunft gerüstet zu sein.

Nachdem die Cloud-Struktur für den Konzern stabil läuft, will man diese jetzt auch anderen Unternehmen anbieten und andere Mittelständler gewinnen. „Wir hören immer wieder von Mittelständlern aus der Region, dass sie großes Interesse haben, für ihre IT eine Cloud-Lösung zu nutzen, dass sie aber Berührungsängste gegenüber den großen amerikanischen Anbietern haben“, sagt Schwarz-Manager Walter Wolf gegenüber dem Handelsblatt.

Für Kunden bieten Cloud-Lösungen wie „Stackit“ klare Vorteile. Sie helfen Unternehmen, Platz und Kosten (Aufbau, Implementierung Personal) zu sparen. Die Schwarz-Cloud soll an die speziellen Anforderungen der Unternehmen anpassbar sein. Wie chip.de berichtet, will die Schwarz-Gruppe seine Rechenzentren ausbauen. Drei seien bisher gebaut. Ein viertes soll bis 2025 in Bad Friedrichshall entstehen und 3.500 Arbeitsplätze schaffen. Amazon beginnt mit Tests zur Lieferung mit Drohnen. (rmx) *HEIDELBERG24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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