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Extreme Umweltbelastung durch Netflix und Co. – So streamst Du mit weniger Strom

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Von: Madlen Trefzer

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Die CO2-Emissionen sind weltweit viel zu hoch, die Strompreise eskalieren immer weiter. Hilf der Umwelt und streame smarter mit Netflix und Co.

Wusstest Du, dass auch das Streamen von Filmen jede Menge Strom kostet? Um Deine Stromrechnung zu reduzieren und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes zu tun, solltest Du unsere Tricks kennen: Schließlich werden laut Ruhr24 per Streams abrufbare Filme und Musik auf riesigen Serverfarmen gespeichert. Damit rund um die Uhr gestreamt werden kann, befinden sich diese Server alle im Dauereinsatz. 

Netflix, Amazon Prime, YouTube und Co. verbrauchen Unmengen an Strom

Um die Server zu betreiben, wird viel Energie verbraucht und dabei Unmengen an CO2 freigesetzt. Das einstündige Streamen eines Films soll laut Verbraucherzentrale Energieberatung in etwa der Emission eines Kleinwagens bei einem Kilometer Autofahrt entsprechen. Im Internet seien Bewegbilder neben Webseiten, E-Mails und sozialen Netzwerke laut Verbraucherzentrale „besonders energieintensiv“.

Darüber hinaus soll das Streamen mindestens einen Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantworten. Laut Bitkom streamen 79 Prozent der deutschen Internetnutzer Videos im Internet. Videoportale wie YouTube und Co. sowie Mediatheken von TV-Sendern liegen dabei ganz weit vorne. Aber auch Anbieter wie Netflix und Amazon Prime nutzt fast jeder zweite Deutsche. All das verbraucht mehr Strom als man denkt. 

Der Stromverbrauch für Streaming-Anbieter steigt fortwährend an

Laut 123energie.de werden inzwischen weltweit knapp 200 Milliarden Kilowattstunden (kWH) im Jahr für Video-Streaming bezogen. Französische Wissenschaftler sind sich einig, wenn es um die Zukunft des Streamings geht – Der Stromverbrauch für Netflix und Co. steigt immer weiter an. Mit der Einführung von 5G könnte der Streamingverbrauch sich sogar noch verschärfen, denn mit einem besser ausgebauten Mobilfunknetz wird das noch einfacher. 


All das soll aber auch stromsparender gehen. Bedenke dabei, dass je höher die Auflösung der gestreamten Videos ist, desto höher auch der Daten- und Energieverbrauch ist. Wer also über ein Smartphone oder ein Tablet streamt, benötigt automatisch weniger Energie als jemand der Filme und Videos auf einem SmartTV schaut. Auch innerhalb der verschiedenen Bildschirmgrößen können Nutzer die Auflösung und Qualität der Videos ändern. 

Fast die Hälfte aller Deutschen nutzt regelmäßig Streaming-Dienste

Eine Stunde Streaming auf dem Tablet soll laut 123energie.de im Vergleich zum Fernseher einen Bruchteil der Energiekosten verursachen. polarstern-energie.de schreibt auch, dass nicht jeder Streaming-Dienst gleichermaßen klimaschädlich sei. Das britische Vergleichsportal Save on Energy hat die Werte beliebter Netflix-Serien genauer unter die Lupe genommen. Es zeigt sich, dass allein das Streamen von „Stranger Things” von insgesamt 64 Millionen Menschen die gleiche Menge CO2 verursacht wie etwa 56.700 deutsche Autofahrer pro Jahr.

Übrigens: Mehr nützliche Spartipps für Zuhause findest Du auf unserer Themenseite.

Bei der Umfrage einer Studie von ARD/ZDF geben 47 % der Befragten an, Steaming-Dienste zu nutzen. Täglich verbringen Deutsche 204 Minuten im Internet – 6 % mehr als 2019. Der Medienkonsum sollte also dringend hinterfragt werden, doch das hat jeder einzelne von uns selbst in der Hand. Auch mit dem Fernseher kann über 35 Euro Strom gespart werden. (mad)

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