1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Netz feiert „Ehrenjulius“ aus Heidelberg – ehrlicher Finder hinterlässt kuriose Notiz

Erstellt:

Von: Pauline Wyderka

Kommentare

Ein netter Zettel in Heidelberg sorgt für Belustigung im Netz. Ein ehrlicher Finder sucht den Besitzer von verloren gegangenem Geld.

Eine Ehrlichkeit, die sich jeder Schussel nur wünschen kann, wird einer unbekannten Person in Heidelberg zuteil. Ein Finder mit Namen Julius, bei dem man nur davon ausgehen kann, dass es sich um einen eher jungen Zeitgenossen handelt, hat dem Unglücksraben eine Notiz hinterlassen: Der rechtmäßige Besitzer des gefundenen Gelds solle sich bei ihm melden.

„Wenn jemand Geld verloren hat...“ – ehrlicher Finder in Heidelberg schreibt kuriosen Zettel

Geld liegt nicht auf der Straße – außer das tut es eben doch. Wer hat nicht schon einmal eine Münze gefunden und diese eingesteckt mit dem Gedanken, dass man heute wohl einen Glückstag hat? Doch Vorsicht! Man kann sich mit Geld, das man von der Straße aufsammelt, auch schnell strafbar machen. Manche Menschen bringen sich jedoch gar nicht erst in die fragwürdige Situation.

So wie diese Person in Heidelberg, die anscheinend Geld auf der Straße gefunden hat – aber gar nicht plant, es zu behalten! Zumindest schreibt der Finder auf ein kariertes Papier: „Wenn jemand Geld verloren hat Meld dich unter julius.(...)@web.de“ Rechtschreibung und vorbildliche Grundschul-Schreibschrift lassen schwer vermuten, dass es sich bei Julius um ein Kind handelt. Ob der Besitzer des Geldes sich so finden lässt?

Netz feiert „Ehrenjulius“ – kurioser Zettel in Heidelberg

Das könnte unter den aktuellen Witterungsbedingungen ein Problem werden, denn ganz entgegen der deutschen Tradition der Hinweisschilder ist das Blatt Papier mit der E-Mail-Adresse nicht einmal laminiert! Stattdessen liegt die Notiz sichtbar durchweicht auf dem nassen Asphalt. Dreck sammelt sich bereits um die krakeligen Buchstaben, ein Fahrradreifen hat einen Abdruck hinterlassen. Dennoch hat der Tollpatsch mit dem Loch im Portemonnaie vielleicht Glück.

Immerhin hat es die wohlgemeinte Botschaft nun ins Netz geschafft. Und da sorgt sie auf dem Instagram-Account notesofgermany für einiges an Belustigung. Während die meisten Nutzer den Finder feiern, der direkt zum „Ehrenjulius“ getauft wird, hofft so manch einer vielleicht, seinen Hut in den Ring zu werfen. So schreibt einer: „Ist meins. Ich kann‘s auch ganz genau beschreiben“. Eine andere Nutzerin scherzt: „749473 Mails incoming“. 749.473 Mails treffen gerade ein.

„Ehrenjulius“@web.de – ehrlicher Finder in Heidelberg schreibt kuriosen Zettel

Die private E-Mail-Adresse auf einen Zettel zu schreiben, den man irgendwo auf der Straße zurücklässt, zeugt von einem Vertrauen in die Menschheit, das nur haben kann, wer nach dem Besitzer von Geld sucht, das er auf der Straße findet. Immerhin ist die genaue E-Mail-Adresse im Instagram-Post unkenntlich gemacht.

Ob es nun zwei Euro waren oder 2.000, die da herumlagen, man kann ja trotzdem hoffen, dass sich bei dem ehrlichen Finder auch ein ehrlicher Besitzer meldet. Es muss sich dabei auch gar nicht um große Scheine handeln, um viel Geld wert zu sein, denn manche Groschen, wie diese 2-Euro-Münze, sind ein wahrer geheimer Schatz im Geldbeutel. (paw)

Auch interessant

Kommentare