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Novavax ab Februar in Baden-Württemberg: Wer zuerst einen Termin bekommt

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Von: Jason Blaschke

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Der Hersteller Novavax liefert seinen Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ ab Februar aus. Bund und Länder haben beschlossen, wer bald vorrangig damit geimpft wird.

Update, 26. Januar: Nach der Bund-Länder-Konferenz vom Montag (24. Januar) will Baden-Württemberg die Corona-Verordnung anpassen* und an einigen Stellen sogar lockern. Noch vor der letzten Bund-Länder-Runde hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern getroffen und einige Eckpunkte im Kampf gegen das Coronavirus* festgelegt. Mit ein Thema war dabei der neu in der EU zugelassene Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ von Novavax*, der laut HEIDELBERG24* ab Februar zum Einsatz kommen soll.

Über die Themen Impfstart und Online-Registrierung für eine Novavax-Impfung in Baden-Württemberg* informiert HEIDELBERG24* im eben verlinkten Serviceartikel. Doch wer soll zuerst die Möglichkeit haben, sich mit ‚Nuvaxovid‘ impfen zu lassen? Eine wichtige Frage, die vor einer möglichen Online-Anmeldung* erst einmal geklärt werden muss. In der Erstmeldung vom 20. Januar hatten wir schon über eine mögliche Impfreihenfolge in Bezug auf Novavax geschrieben – sicher war diese aber noch nicht.

Novavax-Impfstoff: Bund und Länder einigen sich auf eine Impfreihenfolge

Das Problem war, dass sich Bund sowie Länder noch nicht auf eine Strategie in Bezug auf Novavax geeinigt hatten. Doch nach der letzten Konferenz der Gesundheitsminister herrscht endlich Klarheit. Berichten der Bild zufolge sollen Deutschlands Ärzte, Pfleger, Hebammen und Sanitäter zukünftig bevorzugt mit ‚Nuvaxovid‘ immunisiert werden. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Samstag beschlossen. Die ersten Dosen vom Novavax-Impfstoff sollen bald ankommen.

Der Tagesspiegel schreibt, dass ab 21. Februar 1,75 Millionen Dosen für medizinisches Personal zur Verfügung stehen sollen. Weitere 3,25 Millionen Dosen sollen 2022 noch folgen. Für die oben genannte Personengruppe soll ab März 22 auch eine Impfpflicht greifen, die einige Bundesländer aber solange aussetzen wollen, bis genügend Impfstoff-Dosen von Novavax auf Halde sind. Wer sich trotz geltender Impfpflicht nicht immunisieren lässt, riskiert, seinen Job im Gesundheitssektor zu verlieren.

Hersteller/EntwicklerNovavax
ForschungsnameNuvaxovid (NVX-CoV2373)
ImpfstoffartProteinimpfstoff
ApplikationsformIntramuskuläre Injektion
KrankheitCovid-19 (SARS-CoV-2)

Auch deshalb hoffen Experten, dass der neue Novavax-Impfstoff eine Option für all diejenigen sein könnte, die sich bisher aufgrund von Skepsis gegenüber der mRNA- und Vektorimpfstoffe* nicht haben immunisieren lassen. Denn anders als Biontech oder Johnson & Johnson ist ‚Nuvaxovid‘ ein proteinbasierter Impfstoff, welcher in seiner Wirkung schon länger bekannt ist und vielfach eingesetzt wird – zum Beispiel als Grippeimpfstoff (Influenza). Für einen vollständigen Impfschutz werden zwei Dosen benötigt.

Novavax-Impfstoff: Erste Lieferung kommt – Diese Personen dürfen zuerst!

Erstmeldung, 20. Januar: Die in ganz Baden-Württemberg* steigen aktuell rasant an. Am Mittwoch (19. Januar) teilte das für die Erfassung der Datensätze zuständige Landesgesundheitsamt (LGA) aus Stuttgart mit, dass die wichtigen Werte erneut extrem angestiegen sind. Die 7-Tage-Inzidenz knackt mit 616,9 die 500er-Marke, nachdem der Wert in der Vorwoche noch 347,5 betragen hatte. Anlass zur Sorge ist Berichten von HEIDELBERG24* zufolge auch der rasante Anstieg an Omikron-Fällen.

Allein in Baden-Württemberg wurden am Mittwoch (19. Januar) insgesamt 37.916 Fälle der neuen Coronavirus-Variante an das LGA gemeldet. Zudem registrierte die Behörde 16.890 neue Infektionen binnen 24 Stunden sowie 17 weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid-19. Aufgrund der explodierenden Zahlen soll Baden-Württemberg bald eine neue Corona-Verordnung* bekommen – mit verschärften Maßnahmen, aber auch vorsichtigen Lockerungen in bestimmten Bereichen.

Novavax-Impfstoff: Neues Vakzin soll Impfquote ab Februar deutlich erhöhen

Um die Corona-Pandemie aber auf lange Sicht in Griff zu bekommen, setzt die Politik auf die Impfung. Zwar schützt auch die nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion mit Covid-19, aber vor schweren Verläufen der Erkrankung. Ein ganz entscheidendes Argument – gerade mit Blick auf die in Studien nachgewiesenen Organschäden in Folge Corona-Infektion*, über die HEIDELBERG24* vor einigen Tagen geschrieben hatte. In Baden-Württemberg sind (Stand 19. Januar) 7.919.848 Menschen vollständig immunisiert.

Laut LGA entspricht das einer Impfquote von 80,5 Prozent in Baden-Württemberg. Doch nicht in allen Regionen in Deutschland ist die Zahl der vollständig geimpften Menschen so hoch, wie in Baden-Württemberg. Schlusslicht ist Sachsen, wo die Impfquote bloß knapp über 60 Prozent liegt. Insgesamt ist die Impfquote mit 73,1  Prozent in Deutschland aus Sicht vieler Experten noch zu niedrig, um von einer ‚Herdenimmunität‘ zu sprechen. Doch genau die strebt Deutschland an und wirbt deshalb für die Impfung.

Novavax-Impfstoff: Hier können schon erste Impftermine vereinbart werden

Ein Hoffnungsträger in der Impfkampagne ist der Corona-Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ von Novavax*, der laut echo24.de* seit Dezember in der Europäischen Union zugelassen ist. Anders als die mRNA- und Vektorimpfstoffe ist Novavax ein Proteinimpfstoff und basiert auf – wie der Name schon verrät – Proteinen, welche im Labor produziert werden. Die Hoffnung vieler Experten ist, dass das Vakzin die noch ungeimpften Menschen in Deutschland zu einer Immunisierung gegen das Coronavirus bewegt.

Know-how zu Novavax

Für einen vollständigen Impfschutz müssen zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt werden. Das Vakzin ist vergleichbar mit anderen Proteinimpfstoffen – zum Beispiel der Grippeschutzimpfung. Im Labor wird eine Kopie des Spike-Proteins produziert, welche das Coronavirus umhüllt. Das Protein ist so verändert, dass es weder eine Infektion im Körper auslösen, noch in irgendeiner Form gefährlich werden kann. Der Körper erkennt das Protein aber als Erreger und bildet Antikörper gegen das Coronavirus. Die Impfung täuscht eine Infektion vor und baut so einen Immunschutz gegen Covid-19 auf. Um eine ausreichend starke Immunantwort zu erzeugen, wird Saponin als Impfverstärker zugesetzt.

Hintergrund ist, dass die Protein-Methode nicht neu ist und andere bekannte Impfstoffe ebenfalls auf die Weise funktionieren. Wer also bisher skeptisch gegenüber MRNA- und Vektorimpfstoffen ist, lässt sich womöglich auf eine Impfung mit Novavax ein. Schon bald könnte in Baden-Württemberg und ganz Deutschland ‚losgeimpft‘ werden. In NRW und RLP können sich Impfwillige schon für einen Novavax-Impftermin online anmelden und sich so eine der begehrter ersten Dosen sichern. Los gehts Ende Februar.

Novavax-Impfstoff: Erste Lieferung kommt – Wer zuerst geimpft werden soll

Laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach wird der Corona-Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ ab 21. Februar 2022 in Deutschland verfügbar sein. Zunächst sollen 1,75 Millionen Dosen in die Bundesrepublik geliefert werden – weiterer 3,25 Millionen Dosen sollen 2022 folgen. Ab der dritten Februar-Woche könne in Arztpraxen und Impfzentren das Vakzin gespritzt werden, sagte Lauterbach am 14. Januar in Berlin zum Impfstart mit Novavax. Doch mit Beginn der Impfungen kommt noch eine ganz andere Frage auf.

Wer soll die Corona-Impfung bevorzugt bekommen, wenn die Nachfrage zu Beginn größer ist, als die Zahl verfügbarer Dosen? Eine eindeutige Antwort auf die Frage gibt es noch nicht. Lauterbach und viele seiner Länderkollegen sprechen sich aber dafür aus, dass vorrangig Mitarbeiter im Gesundheitswesen eine Novavax-Impfung bekommen sollen. Für eine Priorisierung spricht sich auch Karl-Josef Laumann –Gesundheitsminister in NRW – aus, sollte der Impfstoff anfangs knapp sein.

Novavax-Impfstoff: Auf Impftermin warten? Experten haben klare Haltung

Doch gerade mit Blick auf eine mögliche Priorisierung raten Experten, nicht auf eine Impfung mit Novavax zu warten, sondern auf einen anderen Corona-Impfstoff auszuweichen. Auch die Vakzine von Biontech sowie Moderna sind gegen Omikron* wirksam, wie mehrere Studien belegen. Welche Nebenwirkungen nach einer Impfung* gegen das Coronavirus generell immer auftreten können, fasst HEIDELBERG24* im eben verlinkten Artikel zusammen.

Sofern ausreichend Impfstoff verfügbar ist, könnte Novavax auch als Booster interessant sein. Der Grund: Eine US-Studie zeigt eine gute Wirkung von Novavax auf ‚Omikron‘* und macht Hoffnung auf einen besseren Impfschutz im Hinblick auf mögliche neue Varianten von Covid-19. *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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