Zu viel Nickel

Öko-Test: Veganer Brotaufstrich-Vergleich 2020 – Marke erschreckt mit Inhalt

Vegane Brotaufstriche sind eine Alternative zuWurst und Käse. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
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Veganer Brotaufstrich wird immer beliebter (Symbolfoto).

Öko-Test hat 22 vegane Brotaufstriche mit Tomate-Paprika-Geschmack getestet. Über ein Drittel schneidet „sehr gut“ ab. Aber ein Brotaufstrich enthält zu viel Nickel! 

  • Öko-Test hat 22 vegane Brotaufstriche geprüft.
  • Der Großteil der getesteten Produkte schneidet mit „sehr gut“ oder „gut“ ab.
  • Allerdings enthält ein pflanzlicher Aufstrich zu viel Nickel!

Vegane Brotaufstriche werden immer beliebter. Inzwischen bieten auch Discounter pflanzliche Brotaufstriche - und die zumeist auch noch „bio“. Da vegane Brotaufstriche im Trend liegen, hat „Öko-Test“ nach 2017 zum zweiten Mal Aufstriche der beliebten Geschmacksrichtung Tomate-Paprika überprüft. Wie HEIDELBERG24* berichtet, schneiden die meisten der 22 getesteten Produkte mit „gut“ oder sogar „sehr gut“ ab. Dennoch haben die Tester auch etwas zu bemängeln: vier Brotaufstriche bekommen wegen zu wenig Gemüse, zu viel Fett, zu viel Salz oder zu viel Nickel Minuspunkte.

Öko-Test: Kaum noch Mineralöl in veganen Brotaufstrichen

Neben bedenklichen Inhaltsstoffen prüfte „Öko-Test" in 22 veganen Brotaufstrichen Gemüseanteil, Geschmack sowie den Fett- und Salzanteil. Insgesamt bekamen acht Brotaufstriche im Test die Note „sehr gut“, immerhin zehngut“. Geschmacklich hatten die Tester an keinem Produkt etwas auszusetzen. Die angegebenen Zutaten waren in Geruch und Geschmack erkennbar.

Gegenüber dem letzten Aufstrich-Test 2017 zeigt sich laut Öko-Test, dass sich in den jetzt überprüften Produkten kein oder kaum noch Mineralöl findet. War vor drei Jahren noch jeder dritte Brotaufstrich stark mit Mineralöl belastet, konnten 2020 „nur vereinzelt Mineralöl – und zudem in geringen Spuren“ nachgewiesen werden, so die Tester. Anders verhält es sich beispielsweise in Mehlen, die auch von Öko-Test überprüft wurden: Drei Mehle wiesen starke Mineralöl-Belastungen auf*. Zudem konnten in den untersuchten Proben keine Pestizide nachgewiesen werden. Auch erfreulich: Chlorat, das bei der Trinkwasserdesinfektion anfällt und die Jodaufnahme der Schilddrüse negativ beeinflussen kann, kam in den geprüften Brotaufstrichen nur in geringen Mengen vor.

Brotaufstrich im Öko-Test: Zu viel Nickel, Fett und Salz - zu wenig Gemüse

Zu viel Nickel bemängeln die Tester bei einem Produkt. Laut „t-online.de“ handelt es sich bei dem stark mit Nickel belasteten Brotaufstrich um „Aufstrich Rucola Tomate“ von Bio-Zentrale. Mit 30 Gramm dieses Aufstrichs „nimmt ein Erwachsener mehr als die Hälfte der Menge auf, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als Obergrenze für einen Tag empfiehlt.“, heißt es bei Öko-Test. Tierversuche hatten ergeben, dass Nickel Fortpflanzung und Entwicklung stören kann. Der betreffende Aufstrich erhielt als einziger die Note „ausreichend“.

Mit „befriedigend“ wurden drei weitere Produkte bewertet, da sie entweder zu hohen Fett- oder Salzanteil aufwiesen oder zu geringe Mengen an Gemüse. Ein Drittel Fettanteil (33,5 Gramm von 100 Gramm) finden sich in „Gut Bio Vegetarische Streichcrème Paprika Chili“ (Aldi Nord). Mit einer Leberwurst oder einem Doppelrahmfrischkäse als Aufstrich lägen Verbraucher unter der 30-Gramm-Fett-pro-100-Gramm-Marke.

Den höchsten Salzgehalt mit 2,5 Gramm auf 100 Gramm fanden die Prüfer in „Brotauftsrich Tomate mit Basilikum“ von Basic. Auch hier lautet das Gesamturteil „befreidigend“. Ebenso wie bei „Bio Sonne Bio-Brotaufstrich Tomate-Basilikum“ von Norma, in dem die Forscher zu hohen Salzgehalt (1,9g/100g) und zu geringen Gemüseanteil kritisieren. Mit 17 Prozent hat der Aldi-Aufstrich Rucola Tomate den geringsten Gemüseanteil. Den höchsten enthält „Sanchon Bio Brotaufstrich Antipasti Olive“ von Petersilchen mit 84 Prozent. Generell gilt laut Öko-Test: „Wenig Gemüse bedeutet meist auch viel Fett im Glas.“ (rmx) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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