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Creme im Öko-Test: Vorsicht! Diese Marken fallen kläglich durch

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Öko-Test untersucht in der Oktober-Ausgabe mehrere Hautcremes. Während einige Produkte die Experten überzeugen können, fallen mehrere Marken kläglich durch:

Wahrscheinlich hat jeder von uns mindestens eine davon im Badezimmerschrank liegen: Eine Hautcreme. Manche benutzen die Allzweckcreme fürs Gesicht, andere für den Körper oder nur ab und zu für trockene Hautstellen. In Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten gibt es zahlreiche unterschiedliche Hautcremes. Von Naturkosmetik über billige Produkte – den Verbrauchern steht eine große Auswahl zur Verfügung. Doch welche Hautcremes sind gut – und welche schlecht? Oder gibt es gar keine großen Unterschiede zwischen No-Name und Markenprodukt? Öko-Test hat sich diese Fragen auch gestellt und nach Antworten gesucht. Wie HEIDELBERG24* berichtet, finden die Experten von Öko-Test in einigen Hautcremes bedenkliche Stoffe, mit zahlreichen Produkte sind die Tester aber zufrieden.

VerbrauchermagazinÖko-Test
SitzFrankfurt
Erstausgabe1985

Hautcreme bei Öko-Test: Diese Inhaltsstoffe sind in den Produkten enthalten

Öko-Test* ist ein Verbrauchermagazin, das es bereits seit über 35 Jahren in Deutschland gibt. Monatlich werden neue Testergebnisse zu den unterschiedlichsten Produkten vorgestellt. Nun haben sich die Experten mehrere Hautcremes angeschaut. Wie Öko-Test in der Oktober-Ausgabe berichtet, unterscheiden sich die meisten Allzweckcremes nur gering. Die Zusammensetzung in den Produkten sei bei den meisten gleich und einfach gehalten: Ölen oder Fetten wie Sonnenblumenöl, Mandelöl oder Sheabutter sowie Glycerin und Wasser sind in den meisten Hautcremes zu finden. Der Fettgehalt der Cremes reicht von 14 bis 48 Prozent. Zum Vergleich: Eine normale Tagescreme hat ein Fettgehalt von 14 Prozent.

Ein Mann nimmt Creme aus einer Dose
Öko-Test untersucht 21 Hautcremes (Symbolfoto) © Christin Klose/picture-alliance/dpa

„Wie ‚rückfettend‘ eine Creme tatsächlich ist – also wie gut sie in die Haut einzieht und verloren gegangene Lipide ersetzt –, hängt letztlich auch nicht nur mit ihrem Fettgehalt zusammen“, erklärt Öko-Test. Unter anderem spielen die Eigenschaften der Wachse, Öle und Fette eine Rolle und wie diese im Zusammenspiel funktionieren.

Hautcreme bei Öko-Test: Experten finden Mineralöle und weitere bedenkliche Inhalte

Die Experten von Öko-Test finden in fünf Hautcremes aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Die Mineralöle gelten als krebserregend und können das Erbgut schädigen. Von Öko-Test wird dieser Fund ganz klar bemängelt, zumal andere Produkte zeigen, dass es auch ganz gut ohne Mineralöle geht.

Die Mineralöle stammen laut Öko-Test aus den Paraffinen, die in allen belasteten Produkten aufgeführt werden. „Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt in seiner jüngsten Stellungnahme zwar, dass von über die Haut aufgenommenen MOAH nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand kein Risiko ausgehe. Doch in unseren Augen sind hier noch nicht alle Fragen hinreichend geklärt. Deshalb finden wir es bedenklich, dass noch immer viele umsatzstarke Produkte auf Basis von Mineralölfetten hergestellt sind“, meint Öko-Test.

Die Tester finden außerdem weitere problematische Inhaltsstoffe. So verwenden zwei Hautcremes in ihrer Rezeptur PEG-Verbindungen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können. Einige Hersteller setzen außerdem auf synthetische Polymere, die in die Umwelt gelangen können. Auch beanstandet Öko-Test Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Diese sind in zwei Hautcremes gefunden worden.

Hautcreme bei Öko-Test: 13 von 21 Produkten mit Note „sehr gut“

Dennoch: Öko-Test zeigt sich zufrieden mit den Testergebnissen. Von 21 Hautcremes schneiden 13 mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Die Produkte sind für Gesicht, Hände und Körper geeignet und beinhalten nur die nötigsten Zutaten. „Sie machen vor, dass man auf erdölbasierte Fette verzichten kann, weil es gute Alternativen dafür gibt. Natürliche Öle und Wachse wie etwas Sonnenblumenöl oder Sheabutter haben den Vorteil, sich besser ins Gleichgewicht der Haut einzufügen. Auf diese Weise können sie verloren gegangene Lipide in der Hautschutzbarriere ersetzen, während Paraffine oder Silikone auf der Hautoberfläche liegen bleiben“, erklärt Öko-Test.

Hautcremes bei Öko-Test: Die Gewinner und Verlierer – beliebte Marken mit schlechten Noten

Die 21 getesteten Hautcremes kosten zwischen 76 und 23,97 Cent pro 200 ml. Bei allen Produkten handelt es sich um „Basic“-Cremes. Zu den 13 Gewinnern von Öko-Test zählen vier Naturkosmetik-Cremes.

Zu den Testsiegern zählen unter anderem:

Insgesamt gibt es fünf Verlierer beim Hautcreme-Vergleich von Öko-Test. Vier erhalten die Note „mangelhaft“, eine sogar „ungenügend“. Untere anderem fallen diese bekannten Marken durch:

Öko-Test hat ebenfalls Gesichtscremes* genaustens unter die Lupe genommen. 20 Produkte sind dabei untersucht worden. Das Ergebnis: Vier Marken fallen durch! (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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