1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Katzenstreu im Öko-Test: Produkt von diesem Discounter ist Testsieger

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marten Kopf

Kommentare

Katzenstreu muss viele Eigenschaften mitbringen: Es soll saugstark sein, Gerüche binden und möglichst wenig stauben. „Öko-Test“ hat jetzt 20 beliebte Produkte durchgecheckt.

Katzen sind die liebsten Haustiere der Deutschen. Und das mit einigem Abstand. Laut „Industrieverband Heimtierbedarf e. V.“ lebten Ende 2020 rund 15,7 Millionen Samtpfoten in 26 Prozent der bundesdeutschen Haushalte. In 34 Prozent hiervon sogar gleich zwei oder gar mehr. Entsprechend groß (und nicht zuletzt auch krisenfest) ist der Markt für Heimtierbedarf jeglicher Art, schließlich wollen die vierbeinigen Mitbewohner verwöhnt werden. „In alten Zeiten wurden Katzen als Götter verehrt; das haben sie nicht vergessen“, soll der 2015 verstorbene englische Autor Terry Pratchett – selbst großer Katzenfan – einmal gesagt haben.

VerbrauchermagazinÖko-Test
SitzFrankfurt
Erste Ausgabe1985

Neben einem ausgeprägten Spieltrieb ist es aber vor allem eines, was Katzen auszeichnet: Sie gehören zu den reinlichsten Tieren, die man sich vorstellen kann, das wissen nicht nur ihre Besitzer. Neben stundenlanger ausgiebiger Fellpflege ist auch beim Gang aufs Katzenklo penible Reinlichkeit Programm. Katzen nämlich verscharren ihre Exkremente instinktiv. In freier Wildbahn in der Erde, um keine Feinde anzulocken. Für Stubentiger braucht es dazu die passende Streu. Und das sollte dementsprechend möglichst saugfähig und geruchsbindend sein – auch im Interesse der Besitzer. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat jetzt 20 beliebte Katzenstreumarken genauer unter die Lupe genommen. Welche Marken dabei besonders gut abschneiden und welche von den Experten eher weniger gut bewertet werden, verrät HEIDELBERG24*.

Katzenstreu: So testen die Experten

„Öko-Test“ untersuchte 20 Katzenstreumarken aus Discountern, Supermärkten, Drogerien und Fachmärkten. Die Produkte bestehen aus verschiedenen Materialien, 16 davon sind klumpend, vier nicht klumpend. Bewertet wurde hauptsächlich im Praxistest nach Klumpenbildung bzw. Flüssigkeitsbindung (bei nicht klumpendem Streu). Außerdem wurde die Verpackung auf Handhabung, Umweltverträglichkeit und eventuell fehlende bzw. irreführende Deklarationen hin untersucht. Im Labor analysierten die Experten das Streu darüber hinaus auf mögliche Schwermetalle und Anteile mikroskopisch kleiner, lungengängiger Fasern. Nicht zuletzt flossen Geruchsbindung (gemessen wurde hier mittels einer Urinersatzlösung der Ammoniakgehalt nach 30 Stunden) sowie der Staubgehalt beim Einfüllen der Streu ins Katzenklo in die Bewertung mit ein. Auch wurde selbstverständlich überprüft, wie gut sich Verschmutzungen am Ende beseitigen lassen.

Im Ergebnis zieht das Verbrauchermagazin eine durchweg positive Bilanz: „Zehn Produkte können wir empfehlen“, so schreiben die Tester. Tatsächlich erhält kein einziges eine schlechtere Bewertung als „befriedigend“, insgesamt wird diese Note zehn Mal vergeben. Neun Marken erhalten ein „gut“, eines ein „sehr gut“. Besonders positiv fällt das Fazit bei der Überprüfung auf problematische Inhaltsstoffe wie etwa Schwermetalle und mikroskopisch kleine Fasern aus: „In beiden Punkten können wir Entwarnung geben“.

Katzenstreu im Öko-Test: Das ist der Testsieger

Der Testsieger kommt laut Öko-Test nicht aus dem Fachmarkt, sondern vom Discounter: Als einzige Streu erhält Lidls „Coshida Katzenstreu (klümpchenbildend, ultra-weiß)„ die Bestnote „sehr gut“. Geringe Staubentwicklung, gute Geruchsbindung, gute Verpackung. Einzig einen fehlenden Hinweis darauf, dass Schwangere/Stillende/Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem Katzenstreu meiden sollten, haben die Tester zu beanstanden.

Folgende Marken wurden im Test verglichen. Weitere Testberichte* von Öko-Test und Co. findest Du übrigens auf unserer Themenseite.

(mko) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare