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Omikron: Quarantäne-Pflicht für Reise-Rückkehrer – diese Regeln gelten jetzt

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Von: Eliran Kendi

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„Omikron“ ist auch in Deutschland angekommen. Jetzt zieht die Bundesregierung für Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika die Reißleine – auch Geimpfte müssen lange in Quarantäne.

Die im südlichen Afrika entdeckte neue Coronavirus-Variante besorgt derzeit die Pandemie-Experten. Angesichts der Verbreitung von „Omikron“ wächst die Beunruhigung auch in Deutschland. Am Samstag (27. November) soll die Corona-Mutante bei zwei Reiserückkehrern in München nachgewiesen worden sein. Sie waren am 24. November mit einem Flugzeug aus Südafrika eingeflogen. Auch in Hessen bestätigte sich am Sonntag der Omikron-Fall* eines weiteren Reiserückkehrers aus Südafrika.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest. HEIDELBERG24* verrät, auf welche drastischen Maßnahmen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten jetzt einstellen müssen:

SARS-CoV-2-Variante:Omikron / B.1.1.529
Erstmals nachgewiesen:9. November 2021
WHO-Einstufung:besorgniserregend

Corona-Variante „Omikron“: Lange Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikoländern

Die Variante breitet sich offenbar schnell aus. Viele Länder vermelden inzwischen „Omikron“-Fälle und reagieren mit knallharten Maßnahmen. Auch die Bundesregierung schränkt die Einreise aus acht Risikoländern im südlichen Afrika drastisch ein: Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho sind seit Sonntag als Virusvarianten-Gebiete eingestuft. Fluggesellschaften dürfen im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern.

Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Diese kann nicht durch negative Tests verkürzt werden – die Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zwei Wochen gilt für Geimpfte und Genesene gleichermaßen.

Corona-Variante „Omikron“: Südafrika kritisiert internationale Corona-Maßnahmen gegen das Land

Das mutmaßliche Ursprungsland von „Omikron“ kritisiert jedoch die Corona-Einschränkungen der anderen Länder. So sieht sich Südafrika durch die zahlreichen Reisebeschränkungen zu Unrecht bestraft. „Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden“, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen. Dabei wird auf die Arbeit südafrikanischer Wissenschaftler verwiesen, die die „Omikron“-Variante entdeckt hatten.

Aus diesem Grund lobte US-Außenminister Antony Blinken in einem Telefonat mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Südafrika für sein Handeln im Zusammenhang mit der „Omikron“-Variante als vorbildlich.

Unterdessen spitzt sich die Corona-Lage in Deutschland weiter zu: Angesichts steigender Corona-Zahlen müssen hier vor allem Ungeimpfte mit immer schärferen Einschränkungen rechnen – auch beim Einkaufen. Könnte bei Aldi und Co. bald 2G gelten?* (esk/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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