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Omikron-Impfstoff ab März verfügbar? Testphase von zwei Vakzinen startet

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Von: Jason Blaschke

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Sowohl Biontech/Pfizer als auch Moderna haben eine klinische Studie gestartet. Untersucht werden die an Omikron angepassten Impfstoffe.

Die Corona-Zahlen in Heidelberg* und ganz Deutschland explodieren. Stand 27. Januar knackt die 7-Tage-Inzidenz erstmals die Marke von 1.000 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Mit der Hauptgrund ist, dass sich die Omikron-Mutation immer weiter ausbreitet. Mehrere Hersteller hatten deshalb schon Ende 2021 angekündigt, ihre Impfstoffe an „Omikron“ anzupassen zu wollen*, wie echo24.de* schreibt. Laut HEIDELBERG24* sind jetzt zwei Impfstoff-Updates fertiggestellt.

Am Dienstag (26. Januar) teilte zunächst Biontech/Pfizer mit, dass eine klinische Studie mit 1.420 Testpersonen starten soll, welche in drei Gruppen unterteilt werden. Berichten der Bild zufolge umfasst die erste Gruppe rund 600 Probanden, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie schon zwei Impfungen erhalten hatten und im Rahmen der Studie nun eine oder zwei Dosen des an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs erhalten sollen.

Bald Omikron-Impfstoff verfügbar? Biontech und Moderna starten Studien

Die zweite Gruppe von Probanden ist fast genauso groß, wie die erste. Der Unterschied: Die Teilnehmer der zweiten Gruppe haben alle schon eine Booster-Impfung erhalten und sollen im Rahmen der Studie entweder eine vierte Dosis des ursprünglichen Vakzins oder eine Dosis des an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs verabreicht bekommen. Die Probanden in der dritten Gruppe sind ungeimpft und waren bisher nicht an Covid-19 erkrankt. Sie sollen drei Dosen des Omikron-Impfstoffs bekommen.

„Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen ähnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig länger anhält“, erklärte Uğur Şahin, der Vorstandsvorsitzende von Biontech. Bis März wollen sowohl Biontech als auch Pfizer für erste Lieferungen bereit sein – Voraussetzung ist, dass das Impfstoff-Update in der Studie überzeugt und von der EMA in Europa zugelassen wird.

Corona-Impfstoffe: Zwei Vakzine sollen stark gegen Omikron wirken

Kurz nach Biontech/Pfizer kündigte am Mittwoch (27. Januar) auch Moderna an, einen an „Omikron“ angepassten Impfstoff in einer klinischen Studie untersuchen zu wollen. Insgesamt 600 Impflinge würden an 24 Orten der USA teilnehmen, kündigte der Konzern an. Genau wie in der Studie von Biontech/Pfizer hätten einige Teilnehmer der Moderna-Studie zuvor schon zwei oder drei Dosen des ursprünglichen Impfstoffs erhalten. Wann mit ersten Lieferungen gerechnet werden kann, ist nicht bekannt.

Neben Biontech und Moderna passen übrigens auch andere Hersteller ihre Vakzine an, die in Deutschland zum Teil noch gar nicht verimpft werden. So zum Beispiel der US-Hersteller Novavax, der laut eigenen Angaben schon an einem Update seines Impfstoffs arbeitet. Eine Studie hatte aber kürzlich ergeben, dass auch das ursprüngliche Vakzin von Novavax eine starke Wirkung gegen die Omikron-Variante* aufweist. Ebenso das Vakzin von Valneva*, das derzeit noch nicht in der EU zugelassen ist.

Auf Omikron-Impfstoff warten? Das raten Experten noch Ungeimpften

Dass neue Impfstoffe – angepasst an Omikron – in Entwicklung sind, bewerten Experten positiv. Trotzdem sollten noch Ungeimpfte nicht auf einen noch nicht zugelassenen Impfstoff warten. Zwar schützen die bisher zugelassenen Vakzine nicht zu 100 Prozent vor einer Omikron-Infektion, können aber zuverlässig einen schweren Verlauf der Erkrankung verhindern. Eine Immunisierung ist daher aus Sicht von Experten immer empfehlenswert (jsn). *HEIDELBERG24 und *echo24.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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