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Omikron: Neues Corona-Symptom entdeckt? Das sollten Betroffene wissen

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Von: Jason Blaschke

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Husten, Niesen oder Fieber sind typische Symptome einer Coronavirus-Infektion. Experten haben jetzt ein neues Symptom entdeckt, das ungewöhnlich ist.

Immer mehr Menschen in Deutschland infizieren sich mit der Omikron-Variante, die noch einmal deutlich ansteckender sein soll, als die Delta- oder Alphamutation. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können (Stand 14. Januar) 155.729 COVID-19-Fälle in Deutschland der Omikron-Variante zugeordnet werden. Das sind 21.427 Fälle mehr, als am Donnerstag. Und die Entwicklung der letzten Tage zeigt, dass sich tagtäglich immer mehr Menschen mit der neuen Coronavirus-Variante infizieren.

Experten gehen mittlerweile davon aus, dass eine Infektion mit Omikron milder im Verlauf ist, als mit Alpha oder Delta. Besonders all die Menschen – die vollständig geimpft oder genesen sind – erkrankten in seltenen Fällen so schwer, dass sie in ein Krankenhaus müssen. Und welche Booster-Impfung am besten vor Omikron schützt, verrät HEIDELBERG24 im eben verlinkten Artikel zur Corona-Impfung. Die schlechte Nachricht ist, dass es somit schwerer ist, Omikron-Infizierte zu finden.

Neues Corona-Symptom entdeckt: Ab wann Betroffene zum Arzt gehen sollten

Denn wer keinen schweren Verlauf entwickelt, bemerkt zumeist auch bloß leichte oder in manchen Fällen sogar keine Symptome. Hinzu kommt, dass Corona-Schnelltest die Omikron-Variante nicht immer zuverlässig erkennen und Infizierte daher nicht immer so schnell erkannt werden. Umso wichtiger ist es, auf die typischen Symptome einer Coronavirus-Infektion zu achten – auch, wenn sie bloß leicht ausgeprägt sind. Experten in Berlin haben jetzt ein neues Symptom entdeckt, auf das man auch achten sollte.

Der Anlass für die Entdeckung war der Fall eines 35-Jährigen, der wegen wiederkehrender Ohnmacht in die Notfallaufnahme eines Krankenhauses in Berlin gekommen ist. Das schreibt die Bild in Berufung auf einen Artikel in der Ärztezeitung zu der Entdeckung – und die verblüfft. Ohnmachtsanfälle und Covid-19? Wie passt das zusammen? Auch die Ärzte im Krankenhaus in Berlin machten erst viele Untersuchungen und Tests, ehe sie feststellten, dass eine Covid-19-Infektion die Kreislaufstörungen auslöste.

Neues Corona-Symptom entdeckt: Es tritt oft im Frühstadium der Infektion auf

Die Ohnmachtsanfälle (auch Synkopen genannt) hätten im Fall des Mannes einen klaren Zusammenhang zur Covid-Infektion, so die Ärzte in Berlin. Die Begründung dazu: „Der reproduzierbaren Umstände, unter denen sich die Synkope manifestiert, der eindeutigen chronologischen Korrelation der Symptome mit der SARS-CoV-2-Infektion und dem Nichtvorhandensein von Eigenschaften, die auf eine strukturelle Herzerkrankung deuten.“

Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten hält die Mitarbeiterin einer Intensivstation die Hand eines Patienten.
Ein von Experten neu entdecktes Symptom (Symbolbild) kann auf eine Coronavirus-Infektion deuten. © Bernd Wüstneck/picture alliance/dpa

Zudem seien in der Vergangenheit schon ähnliche Phänomene beobachtet worden, was die Mediziner aus Berlin in ihrer Diagnose bekräftigte. So würden laut Ärztezeitung auch bei Long-Covid-Patienten häufiger Fälle dieser Art auftreten. Die Synkope als neues Corona-Symptom? Nicht so ganz, denn laut Bild wurden Synkopen im Frühstadium der Coronavirus-Infektion in Studien tatsächlich schon beobachtet. Ganze 4,2 Prozent von insgesamt 14.438 Studienteilnehmer hätten Synkopen entwickelt.

Neues Corona-Symptom entdeckt: Deshalb sollte man Synkopen ernst nehmen

Die Daten beziehen sich auf eine im August 2021 begonnene Studie, in der Forscher aus Spanien, Portugal und Italien in 37 Studien insgesamt 14 438 Corona-Patienten untersucht hatten. Die Synkopen hätten besonders die Probanden im Alter über 60 Jahren im Frühstadium der Infektion gezeigt, heißt es in der Studie. Die Autoren der Studie glauben, dass die Synkope kein typisches Corona-Symptom ist, in manchen Fällen aber zusätzlich auftreten kann und deshalb ernst genommen werden sollte. 

Eine andere Studie zum Coronavirus hatte erst vor wenigen Wochen offenbart, dass auch eine leichte Omikron-Infektion schwere Organschäden verursachen kann. Zudem sind Synkopen immer ein Problem, über das Patienten mit einem Arzt sprechen sollten. In vielen Fällen ist es zwar keine Covid-Infektion, aber vielleicht eine andere, ernstzunehmende Krankheit. Betroffene sollten daher im Falle einer Synkope einen Arzt aufsuchen und der Ursache der Ohnmachtsanfälle abklären lassen. (jsn)

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