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Omikron: Kein Hunger? Dieses Symptom kann auf Infektion hindeuten

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Von: Fabienne Schimbeno

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Viele der gängigen Omikron-Symptome sind bereits bekannt. Forscher haben in der Vergangenheit neue Entdeckungen gemacht. Können Rückenschmerzen ein möglicher Hinweis auf eine Infektion sein?

Omikron ist die vorherrschende Coronavirus-Variante in Deutschland. Seit Ausbruch der Mutante haben sich Forscher intensiv mit den Symptomen der hochansteckenden Virusvariante auseinandergesetzt. Neu entdeckte Symptome überraschen. Diese ungewöhnlichen Anzeichen können auf eine Infektion mit Omikron hindeuten:

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (B.1.1.529)

Omikron: Das sind die klassischen Anzeichen einer Infektion

Während das Coronavirus Symptome wie Husten, Fieber und den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hervorruft, konnten bei einer Omikron-Infektion Erkältungssymptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Niesen, Halsschmerzen und eine laufende Nase festgestellt werden. Das ergaben erste Analysen mithilfe der ZOE Covid Symptom Study App aus Großbritannien.

Patientinnen und Patienten können hier seit März 2020 ihre Corona-Symptome melden. Mit Ausbruch der Omikron-Variante haben Forscher die App auf die häufigsten Symptome der neuen Virusvariante untersucht. Dabei verglichen sie den Zeitraum vom 3. bis 10. Dezember 2021, als Omikron in Großbritannien bereits auf dem Vormarsch war, mit dem Zeitraum vom 3. bis 10. Oktober 2021, als die Delta-Variante noch dominierte. Die Auswertungen zeigten, dass die für die Delta-Variante typischen Symptome wie Husten und Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns offensichtlich nicht mehr zu den klassischen Anzeichen einer Infektion gehören.

Omikron: Forscher entdecken neue Symptome – nächtliche Schweißausbrüche als Indikator

Forscher sind in der Vergangenheit aber auf weitere ungewöhnliche Symptome einer Omikron-Infektion gestoßen. Eines davon sind nächtliche Schweißausbrüche:

Wie Auswertungen der ZOE-App gezeigt haben, zählen nächtliche Schweißausbrüche zu den häufigen Symptomen einer Infektion mit der Omikron-Variante. „Das ist die Art von Schweißausbrüchen, bei denen man das Gefühl hat, aufstehen und seine Kleidung wechseln zu müssen“, beschreibt der britische Arzt Amir Khan in einem TV-Interview mit dem Sender ITV.

Kein Appetit? Auch dieses Symptom kann auf eine Omikron-Infektion hindeuten

Personen mit diesem Symptom sollten sich einem PCR-Test unterziehen. Khan forderte zudem, dass Nachtschweiß offiziell in die Liste des britischen Gesundheitsdienstes NHS aufgenommen wird.

Auch Appetitlosigkeit kann ein Anzeichen für eine Infektion mit der Omikron-Variante sein. Laut der ZOE-Covid-Studie gaben Patientinnen und Patienten häufig an, dass sie während ihrer Erkrankung keinen Appetit hatten. Wie viele Personen von diesem Symptom betroffen waren, geht aus der Studie nicht hervor. Allerdings gehen Forscher davon aus, dass Appetitlosigkeit ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sein könnte, selbst wenn keine weiteren Symptome erkennbar sind.

Omikron-Symptom überrascht: Rückenschmerzen als möglicher Hinweis auf eine Infektion

Ein weiteres, immer häufiger auftretendes Symptom sind Rückenschmerzen: Wie die ZOE-Studie zeigt, zählen Rückenschmerzen mittlerweile zu den 20 meistgenannten Symptomen der Omikron-Variante. Die Schmerzen sind insbesondere im unteren Rücken angesiedelt. Patientinnen und Patienten klagen darüber, dass sich die Schmerzen wie Regelschmerzen oder Muskelkater anfühlen würden.

Warum Rückenschmerzen mittlerweile zu den 20 meistgenannten Symptomen einer Omikron-Erkrankung gehören, ist bislang noch unklar. Experten vermuten, dass das vermehrte Auftreten dieses Symptoms mit der hohen Infektionsrate zusammenhängt. Dadurch könnten sich auch mehr Symptome entwickeln. Eine andere Theorie ist, dass Patientinnen und Patienten sowie Ärzte ihren Fokus mittlerweile mehr auf einzelne Symptome legen würden, als noch zu Beginn der Pandemie. Weitere Forschungen stehen aber noch aus. Unterdessen haben sich Wissenschaftler mit der Frage auseinandergesetzt, ob Corona das Gehirn schrumpfen lässt – die Antwort erstaunt, wie 24vita.de* berichtet.

Omikron: Weitere ungewöhnliche Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten können

Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) listet weitere für eine Omikron-Infektion typische Symptome auf. Zu diesen zählen:

Insbesondere das Verfärben von Haut, Lippen oder Nagelbetten stuft das CDC als besorgniserregendes Symptom ein. Betroffene sollten sich umgehend von einer ärztlichen Fachperson untersuchen lassen.

Experten machen Hoffnung: Mildere Verläufe von Omikron machen Ende der Pandemie absehbar

Trotz neu auftretender Symptome sind Experten optimistisch: Virologe Christian Drosten, zum Beispiel, machte bereits im Dezember 2021 Hoffnungen mit Ergebnissen einer Studie des Imperial College London. Demnach soll das Risiko einer Hospitalisierung bei einer Omikron-Infektion im Vergleich zur Delta-Variante 20 bis 25 Prozent geringer sein – darüber berichtet auch fr.de*. Auch die Lunge soll bei einer Omikron-Infektion deutlich seltener angegriffen werden.

Experten haben herausgefunden, dass die Inkubationszeit bei Omikron kürzer ist als bei einer normalen Corona-Infektion. Auch das könnte sich positiv auf den Verlauf der Pandemie auswirken. Virologe Klaus Stöhr bewertet die verkürzte Inkubationszeit sowie den weniger schweren Verlauf von Omikron als „Zeichen der Anpassung an den Menschen“. Mit Blick auf die Entwicklung der Viren sei ein Ende der Pandemie absehbar, so Stöhr Anfang 2022 bei Phoenix. Eine neue Corona-Variante könnte dieser Prognose aber jetzt einen Strich durch die Rechnung machen. (fas) *HEIDELBERG24, 24vita.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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