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Penny: Emotionaler Werbespot löst heftige Impf-Diskussion aus

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Von: Daniel Hagen

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Die neue Werbung von Penny thematisiert das Leid von Minderjährigen in der Pandemie. In den Kommentaren wird unterdessen Stimmung gegen Impfungen, ARD und ZDF gemacht!

Weihnachten steht wieder vor der Tür und Discounter und Supermärkte wetteifern erneut darum, wer in diesem Jahr einen viralen Hit mit einem Werbespot landen wird. Dabei müssen Werbetreibende auch immer auf die Zeichen der Zeit und das passende Thema achten. So hat Edeka im Jahr 2015 mit seinem Spot „Heimkommen“ Millionen von Menschen zu Tränen gerührt, weil das Thema Einsamkeit im Seniorenalter aufgegriffen worden ist. Das komplette Gegenteil passiert 2020, als der Discounter einen rechten Shitstorm erhält*, weil eine junge Frau in dem Werbeclip wechselnde Partner mit einer anderen Hautfarbe hat.

Für das kommende Weihnachtsfest scheint Penny die Nase vorn zu haben. In ihrem am 11. November erschienen Video „Der Wunsch“ geht es um die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen für Kinder und Jugendliche. Innerhalb weniger Tage wird der Clip über 3 Millionen Mal angeklickt und erhält über 39.000 Likes! Die zahlreichen Kommentare sind voll mit Danksagungen an das Unternehmen und Menschen, die beim Anblick der Werbung weinen mussten. Andere hingegen sehen in „Der Wunsch“ eine Bestätigung für ihre Anti-Impf-Einstellung und ihre Abneigung gegen den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Was genau dahinter steckt, verrät HEIDELBERG24*.

NamePenny-Markt
HauptsitzKöln
DachorganisationRewe Group
SchlüsselpersonLionel Souque

Penny: Neuer Weihnachts-Werbespot bringt Millionen Menschen zum Weinen

Der Werbespot von Penny beginnt ganz unspektakulär. Ein Jugendlicher setzt sich zu seiner Mutter an den Tisch und fragt, was sie sich zu Weihnachten wünsche. Die Antwort sorgt nicht nur bei ihrem Sohn für Verwunderung. „Ich wünsche mir, dass du nicht immer zu Hause rumhängst. Dass du dich einfach rausschleichst, wir nicht wissen, wo du bist. Ich wünsche mir, dass Papa dich abholen muss, weil du viel zu viel getrunken hast“, erklärt die Mutter nach kurzem Überlegen. Was wie der Albtraum für viele Eltern klingt, wird in der Penny-Werbung nun also zum Wunschtraum einer Mutter.

Doch es geht noch weiter. Die Frau wünscht sich für ihren Sohn eine verbotene Party im eigenen Haus, erste Erfahrungen mit einem Mädchen und anschließendem Herzschmerz. Oder kurz gesagt: alles, was ein Teenager in seinem Leben durchmacht. „Ich wünsche mir einfach, dass du deine Jugend zurückbekommst“, erklärt die Mutter anschließend. Wer die Werbung nur durch Zufalle einschaltet und nicht weiß, worum es geht, wird kurz darauf über den Sinn dahinter aufgeklärt.

Weihnachts-Werbung von Penny beschäftigt sich der Corona-Pandemie

„Während Corona konntet ihr viele Erfahrungen nicht machen. Wir wollen euch ein Stück eurer Jugend zurückgeben und verschenken 5.000 unvergessliche Erlebnisse“, heißt es gegen Ende der Penny-Werbung. Dadurch wird schlagartig klar, dass die Mutter nur eine normale Jugend für ihren Sohn haben möchte. Denn alles, was in den bisherigen zwei Jahren der Corona-Pandemie passiert ist, kann nicht mehr so einfach nachgeholt werden!

Während zahlreiche Menschen die Message des Spots feiern und über ihre Kinder während der Pandemie berichten, nutzen andere die Situation, um ihre kruden Ansichten zu teilen. So äußern sich auch zahlreiche Impfgegner in den Kommentaren, die sich sicher sind, dass ihre ungeimpften Kinder in Zukunft nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen. Denn eher friere die Hölle zu, als dass der eigene Nachwuchs gegen das Coronavirus geimpft werde.

Impf-Diskussionen unter Weihnachts-Video von Penny

Andere kritisieren in den Kommentaren die Medien und vor allem den öffentlich rechtlichen Rundfunk, der rund um die Uhr „Impf-Propaganda“ verbreite. „Ein Discounter zeigt in seinen Werbespots Empathie und verzichtet auf die mittlerweile üblichen Belehrungen und politisch korrekten Lektionen, die man im TV reingedrückt bekommt“, schreibt ein User auf YouTube. Wie Merkur.de* berichtet, wird aktuell vor allem die Wissenschafts-Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim wegen ihrer Meinung zum Impfen angefeindet.

So mancher Kommentator fürchtet aber auch hinter der Penny-Werbung einen düsteren Plan: „Was unternimmt diese Kette konkret für die Umsetzung seiner „Botschaft“ ? N I C H T S ! ! ! Sie machen diesen ganzen Wahnsinn komentarlos mit. Vermutlich kommt bald ein Lösungsvorschlag in Form von dringenden Impfaufrufen für Kinder und Jugendliche als der einzigerm Weg, um ihnen ihr Leben wiedergeben zu können“, schreibt ein User unter dem Video. (Alle Kommentare sind unbearbeitet und mit Fehlern übernommen worden). (dh) HEIDELBERG24 und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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