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Hamsterkäufe bei Penny: Kundin ist fassungslos – „Leute verblöden im Sekundentakt“

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Von: Marten Kopf

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Die Sache mit den Hamsterkäufen ist man inzwischen ja einigermaßen gewöhnt. Vor nicht allzu langer Zeit war es da Klopapier, jetzt ist die Milch an der Reihe.

Deutschland, deine Hamsterkäufer. Ist schon wieder so weit. Wir erinnern uns, denn wir hatten das vor nicht allzu langer Zeit schon mal. Schuld war damals das böse Coronavirus* und aus unerfindlichen Gründen begannen die Menschen, Klopapier zu horten. Und Mehl. Und Hefe. Man weiß ja schließlich nie. Und irgendwie will‘s am Ende auch wieder keiner gewesen sein.

DiscounterPenny
HauptsitzKöln (Nordrhein-Westfalen)
Jahresumsatz12,4 Milliarden Euro (2018)
Gründung1973

Hamstern: Kaufen, solange der Preis noch stimmt

Diesmal sind es andere Produkte. Speiseöl zum Beispiel* oder Honig. Obwohl, auch Mehl ist wieder mit dabei. Grund ist diesmal nicht etwa das Coronavirus – das ist zwar immer noch nicht aus der Welt, nur versuchen wir bekanntermaßen inzwischen zunehmend erfolgreich, es schlicht zu verdrängen –, nein, diesmal ist es der Krieg in der Ukraine. Der nämlich sorgt in verschiedenen Bereichen für Versorgungsknappheiten.

Die wiederum lassen die Preise steigen und veranlassen die Leute so, lieber gleich ein bisschen mehr zu kaufen, solange alles noch gewohnt günstig ist. Und aktuell besonders hoch im Kurs stehen wohl auch Milch und Milchprodukte. Kann man verstehen, muss man aber nicht. Findet auch eine Twitter-Nutzerin, die ihrem Ärger mit einem Foto ihres letzten Einkaufs Luft macht.

Hamsterkäufe bei Penny: Milch-Regal wie leergefegt – „wer hamstert denn Milch?“

Im Fokus des Bildes: nichts. Und genau das ist der Knackpunkt, denn eigentlich hätten an dieser Stelle Milchkartons stehen sollen. Mit Betonung auf „hätten“ – denn sie tun es nicht. Während die Regale ringsum gut gefüllt scheinen, sind die Milchpaletten leergekauft. „Ich lass das mal unkommentiert hier: Milchregal, Penny, heute...“ schreibt sie da, versehen mit dem Hashtag #Hamstern.

Während sie selbst nun also nicht kommentiert, tun andere das dann aber durchaus: „Unglaublich. Die Leute verblöden im Sekundentakt.“ ist da dann beispielsweise zu lesen. Oder: „Ernsthaft? Wer hamstert denn Milch? Sind die Leute jetzt endgültig komplett verblödet?“ Wir nehmen das mal als rhetorische Frage.

Milch auf Vorrat: „Unsolidarisches Verhalten einiger“

Wieder andere interessieren sich für die genaueren Umstände: „Ist (bzw. war) das die haltbare?“. Und ja, es war die Haltbare, kommt prompt die Antwort – Frischmilch wäre auch etwas sinnfrei.

„Leere Regale zeigen in einem Land wie Deutschland keinen Versorgungsnotstand an. Sie zeigen das Ego und unsolidarisches Verhalten einiger. Und ja doch, wenn hier was passiert, stehen wir alle am Herd und kochen...was sonst?“, befindet dann noch eine Nutzerin und trifft damit zweifelsohne einen Nerv. Aber immerhin: „Klopapier für die Folgen der sauren Milch ist ja wohl noch ausreichend vorhanden....“. Und da schließt sich der Kreis. (mko)

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