20 Packungen im Vergleich

Salami-Pizzen im Öko-Test: Ekel-Fund bei Tiefkühl-Produkten – beliebte Marke fällt spektakulär durch

Tiefkühl-Pizza im Öko-Test: Wie gut sind eigentlich die Pizzen von Aldi, Rewe und Co.? Öko-Test nimmt 20 Salami-Pizzen unter die Lupe und kommt zu einem erschreckendem Ergebnis:

Wer kennt das nicht: Man kommt abends von der Arbeit nach Hause, hat großen Hunger, aber keine Lust zu kochen. Schnell greift man dann zur Tiefkühl-Pizza, die in rund 15 Minuten fertig ist. Mit einem frischen Belag und knusprigen Boden soll sie wie beim Italiener schmecken, wie so manche Marken suggerieren. Aber wie gut sind eigentlich die Tiefkühl-Pizzen, die wir bei Rewe, Aldi, Kaufland und Co. kaufen können? Öko-Test hat sich diese Frage auch gestellt und deshalb 20 Packungen Tiefkühl-Pizza unterschiedlicher Hersteller gekauft. Alle haben Salami als Belag. Das Ergebnis von Öko-Test ist eindeutig: Nur zwei Pizzen erhält die Bestnote, viele schneiden wegen ihrer Inhaltsstoffe sehr schlecht ab. Darüber berichtet HEIDELBERG24*.

Öko-Test: Experten vergleichen 20 Tiefkühl-Pizzen von diesen Marken

Aber erst einmal der Reihe nach: Öko-Test nimmt für die Analyse 20 Salami-Pizzen folgender Marken aus den Tiefkühlregalen: Alnatura, Ökofrost, Bofrost, Dennree, Dr. Oetker, Eismann, Franco Fresco, Edeka, BioTropic, Rewe, Kaufland, Netto, Demeter, Wagner, Penny, Aldi, Lidl und Norma.

Salami Pizza im Öko-Test - Mineralöl gefunden

Die Tiefkühl-Pizzen werden auf Geschmack und Inhaltsstoffen geprüft. „Fazit: Es gibt erstaunliche Unterschiede hinsichtlich der Qualität der Inhaltsstoffe und Konsistenz der zubereiteten Pizzen“, heißt es im Bericht von Öko-Test. Im Detail nennt das Verbrauchermagazin zu viel Salz und Mineralöl, das in den Salami-Pizzen gefunden werden.

Öko-Test: Experten vergleichen 20 Salami-Pizzen – Mineralöle gefunden

Öko-Test kritisiert in sechs von 20 Tiefkühl-Pizzen, dass sie Verunreinigungen mit Mineralöl beinhalten. Die Experten finden gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH), die sich in Organen anreichen können. Zwar ist noch unklar, welche Folgen das für den Menschen bedeutet, aber Öko-Test stufen den Fund negativ ein.

In einer Salami-Pizza bewerten die Tester den Mineralöl-Gehalt als „stark erhöht“, in fünf weiteren als „erhöht“. Wie das Mineralöl in die Pizza kommt, ist den Experten noch unklar. „Ein denkbarer Eintragsweg sind technische Fette, die an Maschinen in der Produktion der Pizza oder von Zutaten eingesetzt werden“, heißt es weiter.

Öko-Test: Salami-Pizzen enthalten oft zu viel Salz, können aber mit Geschmack punkten

Den Testern ist außerdem aufgefallen, dass eine Pizza Salami den Zusatz Calciumphosphat enthält. Auch das kritisieren die Experten, da zu viel davon den Nieren schädigen kann. Genauso schlecht ist zu viel Salz, was wiederum Bluthochdruck verursachen kann. Der Wirtschaftsverband der deutschen Tiefkühlindustrie der Regierung will deshalb, dass alle Tiefkühl-Pizzen bis 2025 ihren Salzwert auf 1,25 pro 100 Gramm reduzieren. Laut Öko-Test liegen aktuell drei der 20 Salamipizzen unter diesem Wert. Außerdem enthalten nur drei Pizzen kein Nitritpökelsalz. Nitrit kann krebserregend sein.

Öko-Test kann aber auch ein erfreuliches Ergebnis präsentieren: Alle Salami-Pizzen schmecken fehlerfrei. Sensorikexperten haben die unterschiedlichen Pizzen probiert. Ihr Fazit: In fünf Fällen ist der Pizzaboden noch „leicht teigig“, während der Rand „deutlich knusprig“ ist.

Öko-Test: Tiefkühl-Pizza im Vergleich – das sind die Gewinner und Verlierer

Öko-Test verteilt die Tiefkühl-Pizzen mithilfe des Nutria-Systems (ein Kennzeichensystem für gesunde Ernährung). Dabei landen 13 auf C im gelben und sechs mit D im organgenen Bereich. Zwei Pizzen erreichen den zweitbesten Wert (hellgrünes B).

Also jetzt zum spannenden Ergebnis. Laut Öko-Test gewinnt „Pizza‘Ah Steinofen-Pizza, 3 Stück“ von Aldi, der Verlierer ist „Ja! Steinofen Pizza Salami“, 3 Stück. (jol) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Peter Rees/dpa

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