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Eigene „Rettungsgasse“: Welche Kunden bei REWE nicht mehr an der Kasse warten müssen

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Von: Madlen Trefzer

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Rewe hat sich mal wieder etwas Neues einfallen lassen. Eine bestimmte Personengruppe hat nun Vortritt an der Kasse und muss nicht mehr anstehen.

Ein Leben auf der Überholspur – heißt es für diese Rewe-Kunden nun nicht nur im Verkehr, sondern auch an der Kasse. Es geht hierbei um Rettungskräfte, die, um richtig arbeiten zu können, nicht nur eine Rettungsgasse der klassischen Art benötigen, sondern auch eine beim Einkaufen. Denn niemand sollte auf leeren Magen Leben retten müssen. Ein Rewe-Markt in der Nähe von Hanau startet einen Versuch.

Neu an der Rewe-Kasse – damit Notfallsanitäter nicht auf leeren Magen arbeiten müssen

Wenn über Funk ein Einsatz kommt, müssen Sanitäter alles stehen und (auch an der Kasse) liegen lassen, um schnellstmöglich am Einsatzort zu sein. Ob sie gerade Mittagspause machen oder nicht, spielt hierbei absolut keine Rolle. Deshalb kommt es auch vor, dass Rettungssanitäter im Tagesverlauf keine Chance haben, sich zu stärken. Bei einem solch verantwortungsvollen Beruf eigentlich unvorstellbar. 

In einem Interview mit RTL äußern sich zwei Rettungssanitäter aus der Stadt Freigericht zum Stand der Dinge. Tatsächlich käme es häufig dazu, dass sie hungrig losziehen müssen: „Aufgrund der gestiegenen Einsatzzahlen durch die aktuelle Situation kommt es schon fast täglich vor, dass wir unser Essen an den Kassen liegen lassen müssen und dann wieder zum nächsten Einsatz fahren“, sagt Notfallsanitäterin Kristina Seifert.

Neben Rewe auch Restaurantbetreiber: Hier sollen Sanitäter ebenfalls nicht warten müssen

Der Rewe in Freigericht hat sich nun etwas einfallen lassen, um Rettungssanitätern bei ihrer Arbeit zu unterstützen. An der Kasse gibt es nun eine sogenannte „Rettungsgasse“, damit Einsatzkräfte nicht in der Schlange stehen müssen, wenn sie sich ihr Mittagessen besorgen. Bisher soll die Idee bei allen gut ankommen. Die Einsatzkräfte sind überwältigt und auch die Kunden unterstützen die Aktion, so die Einschätzung des Marktleiters. Hier kommst du zu den allgemeinen Änderungen in Supermärkten ab 2023.

Ein örtlicher Pizzabäcker ist von dieser Idee begeistert und will die Notfallsanitäter aus seiner Nachbarschaft unterstützen. Er bearbeitet die Bestellungen der Rettungskräfte, bevor er sich an die anderen macht. „Die haben einen sehr schweren Job und ich finde, dieser Job wird nicht genug wertgeschätzt, deswegen dachten wir uns: Wir schließen uns an, vielleicht tun wir auch was Gutes damit“, sagt Restaurant-Betreiber Luca Terranova gegenüber RTL. Ob der Pizzabäcker aus Freigericht den Sanitätern auch ein Freigericht spendieren wollen würde? (mad)

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