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Zu viele Keime: Seifen-Rückruf – Hersteller warnt vor Infektionen

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Von: Josefine Lenz

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Das sollte natürlich nicht passieren! Derzeit wird eine Arztseife zurückgerufen, weil die Keimzahl zu hoch ist. Das Produkt wird in mehreren Bundesländern verkauft:

Wer sich die Hände wäscht, der benutzt normalerweise Seife. Sie soll Keime und Bakterien von den Handflächen entfernen und so die Anwender schützen. Aktuell ist jedoch eine Arztseife von einem Rückruf betroffen, weil sie die Verbraucher krankmachen könnte. Lebensmittelwarnung.de, ein Portal vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, macht nun auf den Produktrückruf aufmerksam.

Rückruf von Seife: Keimzahl zu hoch! Hersteller warnt vor Infektionen

Arztseife zeichnet sich damit aus, dass sie besonders mild für die Haut ist. Sie ist unparfümiert und ungefärbt, gilt gleichzeitig aber als pflegend und hochwertig. Aktuell wird jedoch die Arztseife von dem Hersteller Ahrenshof GmbH mit Sitz in Sachsen zurückgerufen. Grund: Die Keimzahl der Seife ist zu hoch!

„Die Gesamtkeimzahl des Produkts ist zu hoch“, heißt es in der Rückrufmeldung. Dies kann vor allem für Menschen gefährlich sein, die die Seife aus gesundheitlichen Gründen anwenden. „Der Mikroorganismus kann bei einigen Verbrauchern, insbesondere bei solchen mit einem geschwächten Immunsystem, möglicherweise Krankheiten verursachen. Bei Anwendung auf geschädigter Haut kann das Produkt Infektionen hervorrufen. Das Produkt entspricht nicht der Verordnung über kosmetische Mittel“, heißt es weiter.

Die Arztseife von Ahrenshof GmbH wird zurückgerufen
Die Arztseife von Ahrenshof GmbH wird zurückgerufen © Imago/Ahrenshof GmbH

Arztseife von Rückruf betroffen – Produkt wird in diesen Bundesländern verkauft

Das Produkt entspreche mit der hohen Keimzahl (Messwert bis zu 340 000 KBE/g) weder der Verordnung über kosmetische Mittel noch der europäischen Norm EN 17516.

Die vom Rückruf betroffene Seife umfasst 500 Milliliter und hat die Kennzeichnung 158/IJ/U3 36/2020. Sie wird in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen verkauft. Aktuell werden zahlreiche Produkte zurückgerufen. Eine Liste mit den wichtigsten Rückrufen in Deutschland findest Du hier. (jol)

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