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Rückruf von Kartoffel-Produkt: Supermarkt-Riese schlägt Alarm – auf keinen Fall essen

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Der Supermarkt-Riese REWE muss ein Kartoffel-Produkt zurückrufen, da es möglicherweise Plastik enthalten könnte. Es wird dringend vom Verzehr abgeraten:

Köln - Kartoffeln gelten zu eine der beliebtesten Beilagen und können gerne auch mal als Hauptspeise gegessen werden. Die Erdäpfel liefern dem Körper wichtige Inhaltsstoffe, wie Ballaststoffe, Vitamin C und Kalium. Neben der „klassischen“ Kartoffel können Gerichte wie Pommes, Gratin oder Puffer gemacht werden – manches natürlich weniger gesund als das andere. Aber schmecken tut es natürlich trotzdem und deshalb ist es kein Wunder, dass in Discountern oder Supermärkten zahlreiche Kartoffel-Produkte angeboten werden. Allerdings wird nun eine Ware zurückgerufen, wie HEIDELBERG24* berichtet.

SupermarktREWE
SitzKöln
Mitarbeiter140.000

Rückruf bei REWE: Warnung vor Verzehr von Kartoffel-Rösti – Plastik gefunden

Der Supermarkt REWE ruft ein Kartoffel-Produkt zurück, das geht aus einer Mitteilung vom 5. Februar hervor. Bei der vom Rückruf betroffenen Ware handelt es sich Kartoffel-Rösti aus der Tiefkühltruhe. Wie REWE erklärt, können sich in dem Lebensmittel kleine Plastikteile befinden. Konkret handelt es sich um transparente Hartplastik, die nur 10 Millimeter groß sind. „Von dem Verzehr des betroffenen Produktes wird dringend abgeraten“, lautet es in der Rückruf-Nachricht von REWE. Weiter heißt es: „Deshalb hat das Unternehmen umgehend reagiert und das betroffene Produkt unmittelbar aus dem Verkauf nehmen lassen.“

Wie in einer österreichischen Studie herausgefunden wurde, nehmen Menschen im Laufe der Zeit Plastik durch die Nahrung auf. In einem Pilotprojekt sind mehrere Personen untersucht worden. Die Forscher haben bei den Testern im Schnitt 20 Mikroplastikteilchen in zehn Gramm Stuhl gefunden. Darüber berichtet der Merkur“.

Rückruf bei REWE: Dieses Kartoffel-Produkt ist betroffen

Von dem Rückruf ist folgendes Kartoffel-Produkt von REWE betroffen:

Von dieser vorsorglichen Maßnahme sind Produkte mit anders lautenden Mindesthaltbarkeitsdaten und anderen EANs nicht betroffen. Kunden können die Kartoffel-Rösti im REWE-Markt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Betroffen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

REWE ruft Kartoffel-Rösti zurück
REWE ruft Kartoffel-Rösti zurück © LVG Lebensmittelvertriebs-GmbH

Verbraucheranfragen beantwortet die Kundenservice-Hotline unter 0800 333 7890, werktags von 8 bis 18 Uhr, oder unter der Kunden E-Mail: lvg@jeschenko.de

Plastik in Lebensmittel: Forscher finden über 1.000 Chemiekalien in Produkten

Plastik sollte nicht gegessen werden, das ist wohl jedem klar. Doch besonders PVC sowie Polytetrafluorethylen (PTFE), Polycarbonat und Epoxidharze sind besonders bedenklich und gelten als „extrem giftig“, wie die Verbraucherzentrale erklärt. In einer Studie der Forschungsgruppe PlastX ist deutlich geworden, dass in zahlreichen Produkten Plastik enthalten ist. Vom Joghurtbecher bis hin zu Shampooflaschen fanden die Forscher regelrechte Chemiemixturen. In drei von vier Produkten waren Substanzen enthalten, die Zellen schädigen.

Die Wissenschaftler konnten nur ein Bruchteil der gefundenen Chemikalien identifizieren. „Etwas mehr als 80 Prozent aller nachgewiesenen Substanzen konnten wir mithilfe chemischer Analysen nicht identifizieren“, sagt die Ökotoxikologin Lisa Zimmermann. „Das heißt, wir wissen zum Großteil nicht, womit wir es in den Kunststoffprodukten zu tun haben. Und wenn wir die Chemikalien nicht kennen, können wir auch nicht bestimmen, ob sie sicher für Mensch und Umwelt sind“. (pm/jol) *HEIDELBERG24 und Merkur sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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